Biogen Halteposition
21.06.02 13:40
Investor-Village
Nach Ansicht der Analysten von "Investor-Village" ist die Biogen-Aktie (WKN 866822) derzeit eine Halteposition.
Das Biotechnologieunternehmen Biogen befinde sich zurzeit in einer schwierigen Phase. Das erste Vierteljahr 2002 sei noch im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Doch schon bei Veröffentlichung der Quartalsergebnisse habe das Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Jetzt habe das Unternehmen seine Prognosen erneut gesenkt.
Der Umsatz im ersten Quartal habe 288 Millionen US-Dollar betragen. Das seien 21,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2001 gewesen. Der Nettogewinn habe mit 72 Millionen US-Dollar (47 Cent je Aktie) auf Vorjahresniveau gelegen. Im aktuellen Vierteljahr sehe es weniger erfreulich aus. Für Biogens Hauptprodukt Avonex, ein Medikament gegen Multiple Sklerose, erwarte das Unternehmen nur noch Umsätze zwischen 170 und 180 Millionen US-Dollar. Das seien 20 Millionen US-Dollar weniger als bisher prognostiziert.
Im Gesamtjahr solle der Gesamtumsatz von Avonex statt 1,1 Milliarden nur noch 730 bis 755 Millionen US-Dollar betragen. Pro Aktie werde der Quartals-Gewinn nur bei 28 bis 32 Cent liegen, neun Cents weniger als bisher angenommen. Den operativen Gewinn des Gesamtjahres schätze das Unternehmen auf 1,50 bis 1,60 US-Dollar je Aktie. Analysten hätten bisher im Durchschnitt 1,72 US-Dollar erwartet.
Der Umsatzeinbruch bei Avonex sei ein herber Schlag für Biogen. Das Produkt habe in 2001 immerhin 82 Prozent zum Gesamterlös des Unternehmens beigetragen. Die Begründung, dass das Wachstum des Gesamtmarktes für Multiple-Sklerose-Medikamente gebremst sei, erscheine nicht wirklich plausibel. Der deutsche Konkurrent Schering halte jedenfalls an seiner Umsatzprognose für sein Multiple-Sklerose-Präparat fest. Die Erlöse des Medikamentes sollen in 2002 um 15 Prozent steigen.
Der Marktanteil von Avonex sei in der ersten Jahreshälfte von 57,4 auf 56,9 Prozent gesunken. Seit März habe das Produkt mit Rebif einen neuen starken Konkurrenten auf dem US-Markt. Das Medikament des schweizerischen Unternehmens Serono habe in mehreren Studien gezeigt, dass es wirksamer und sicherer als Avonex sei. Um die Pole-Position zu erhalten, stecke Biogen in 2002 nun mehr Geld in die Vermarktung.
Um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen, steigere das Unternehmen ebenfalls seinen Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Das tue auch bitter Not - wie riskant eine Ein-Produkt-Strategie sei, zeige die aktuelle Situation des Unternehmens. Die gestiegenen Kosten würden allerdings auf den Gewinn drücken. Biogens Nettomarge habe in 2000 bei 36 Prozent gelegen, in 2001 nur noch bei 26 Prozent. Im aktuellen Jahr würden die Analysten mit etwa 20 Prozent rechnen.
Ein Lichtblick: Im Herbst letzten Jahres habe Biogen die Zulassung des Schuppenflechte-Medikamentes Amevive beantragt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde habe jetzt weitere Informationen angefordert, neue klinische Test seien jedoch nicht nötig. Allzulang dürfte die Genehmigung des Produktes also nicht mehr auf sich warten lassen. Ob Amevive allerdings so ein Verkaufsschlager wie Avonex werde, bleibe abzuwarten.
Die Analysten würden skeptisch bleiben und ihre Wachstumsprognosen für Biogen senken. Durch ihre drei Modelle würden sie nun auf einen Inneren Wert von 68,11 Euro gelangen. Die Renditeerwartung für die nächsten zehn Jahre liege bei 10,57 Prozent.
Mit einem aktuellen Kurs von 42,60 Euro ist die Biogen-Aktie eine Halteposition, so die Analysten von "Investor-Village". Unter 40,86 Euro sei der Wert ein Kauf, ab 81,73 Euro ein Verkauf.
Das Biotechnologieunternehmen Biogen befinde sich zurzeit in einer schwierigen Phase. Das erste Vierteljahr 2002 sei noch im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Doch schon bei Veröffentlichung der Quartalsergebnisse habe das Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Jetzt habe das Unternehmen seine Prognosen erneut gesenkt.
Der Umsatz im ersten Quartal habe 288 Millionen US-Dollar betragen. Das seien 21,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2001 gewesen. Der Nettogewinn habe mit 72 Millionen US-Dollar (47 Cent je Aktie) auf Vorjahresniveau gelegen. Im aktuellen Vierteljahr sehe es weniger erfreulich aus. Für Biogens Hauptprodukt Avonex, ein Medikament gegen Multiple Sklerose, erwarte das Unternehmen nur noch Umsätze zwischen 170 und 180 Millionen US-Dollar. Das seien 20 Millionen US-Dollar weniger als bisher prognostiziert.
Im Gesamtjahr solle der Gesamtumsatz von Avonex statt 1,1 Milliarden nur noch 730 bis 755 Millionen US-Dollar betragen. Pro Aktie werde der Quartals-Gewinn nur bei 28 bis 32 Cent liegen, neun Cents weniger als bisher angenommen. Den operativen Gewinn des Gesamtjahres schätze das Unternehmen auf 1,50 bis 1,60 US-Dollar je Aktie. Analysten hätten bisher im Durchschnitt 1,72 US-Dollar erwartet.
Der Marktanteil von Avonex sei in der ersten Jahreshälfte von 57,4 auf 56,9 Prozent gesunken. Seit März habe das Produkt mit Rebif einen neuen starken Konkurrenten auf dem US-Markt. Das Medikament des schweizerischen Unternehmens Serono habe in mehreren Studien gezeigt, dass es wirksamer und sicherer als Avonex sei. Um die Pole-Position zu erhalten, stecke Biogen in 2002 nun mehr Geld in die Vermarktung.
Um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen, steigere das Unternehmen ebenfalls seinen Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Das tue auch bitter Not - wie riskant eine Ein-Produkt-Strategie sei, zeige die aktuelle Situation des Unternehmens. Die gestiegenen Kosten würden allerdings auf den Gewinn drücken. Biogens Nettomarge habe in 2000 bei 36 Prozent gelegen, in 2001 nur noch bei 26 Prozent. Im aktuellen Jahr würden die Analysten mit etwa 20 Prozent rechnen.
Ein Lichtblick: Im Herbst letzten Jahres habe Biogen die Zulassung des Schuppenflechte-Medikamentes Amevive beantragt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde habe jetzt weitere Informationen angefordert, neue klinische Test seien jedoch nicht nötig. Allzulang dürfte die Genehmigung des Produktes also nicht mehr auf sich warten lassen. Ob Amevive allerdings so ein Verkaufsschlager wie Avonex werde, bleibe abzuwarten.
Die Analysten würden skeptisch bleiben und ihre Wachstumsprognosen für Biogen senken. Durch ihre drei Modelle würden sie nun auf einen Inneren Wert von 68,11 Euro gelangen. Die Renditeerwartung für die nächsten zehn Jahre liege bei 10,57 Prozent.
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