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Fr, 17. April 2026, 22:16 Uhr

Biotechbranche leichte Erholung


06.02.02 12:24
Biotech-Report Online

Nach einem schwarzen Tag in der Biotechbranche stand am Dienstag eine leichte Erholung an, berichten die Experten von "Biotech-Report Online.

Die Indizes schienen sich jedoch nicht einig gewesen zu sein, in welche Richtung es nun gehen sollte, so dass zum Handelsschluss ein eher gemischtes Bild zu sehen gewesen sei. Während es beim Amex Biotechindex erneut 0,9% nach unten gegangen sei, habe sich der Nasdaq Biotechindex entschlossen, mit einem Plus von 1,3% in Richtung Norden zu ziehen.

Cephalon, einer der Hauptverlierer des vergangenen Tages, habe einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen können. Mehrere Analysten, darunter Andrew von UBS Warburg, hätten sich zu Cephalons Verteidigung zu Wort gemeldet und gemeint, die Anschuldigungen gegen die Firma wären nicht gerechtfertigt. Investoren sollten die aktuelle Schwäche von Cephalon eher zum Kauf nutzen, was diese scheinbar auch getan hätten. Die Aktie habe um etwa 3% zulegen können und notiere aktuell bei 57,81 US-Dollar. Eric Ende von der Banc of America habe seine Einschätzung für Cephalon von "buy" auf "strong buy" angehoben.

Elan hingegen habe seinen Abwärtstrend mit einem Minus von 6% weiter fortgesetzt. Das Papier habe sogar zeitweise bei 12,50 US-Dollar und damit auf dem tiefsten Stand der letzten fünf Jahre gelegen. Ein Elan-Sprecher habe gemeint, diese Anschuldigungen seien völlig aus der Luft gegriffen, Elans Bilanzierung stehe im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen der USA und Großbritannien.

Ein weiterer prominenter Verlierer, der schon längere Zeit ungerechtfertigter Weise auf der Verliererliste stehe, sei mit einem Kursabschlag von 5,1% Vertex gewesen. Und auch Targeted Genetics und Stammzellenforscher Aastrom seien am Dienstag nicht sonderlich gefragt gewesen, beide Unternehmen hätten mit einem Minus von 4,2% bzw. 4,7% im roten Bereich geschlossen. Nachdem die gemeinnützige Organisation zur Evaluierung von Medikamenten "United States Pharmacopeia" Amgens Aranesp zur Anwendung bei Anämie, ausgelöst durch Chemotherapie, empfohlen habe, sei es auch bei Amgen mit 31 Cents nach oben gegangen.

Myriad Genetics habe am Dienstag seine Geschäftsergebnisse bekannt gegeben. Denen zufolge sei im 2. Quartal ein Verlust von 10 Cents pro Aktie, nach 5 Cents Verlust im Vorjahresquartal, eingefahren worden. First Call habe einen Verlust in Höhe von 13 Cents prognostiziert, Myriad habe daraufhin um 4,7% zulegen können.

Während sich die US-Werte vom Vortag etwas hätten erholen können, sei dies den Unternehmen im Branchenindex des Neuen Marktes (-1,62%) leider nicht gelungen. Die Anzahl der Verlierer habe sich im Vergleich zum Vortag sogar noch erhöht. Lediglich drei Pluszeichen seien auszumachen gewesen, wobei CyBio mit 5,6% an der Spitze gestanden habe. Massivste Kursabschläge habe es bei Rhein Biotech (-12,6%) und Biotissue Technologies (-15,6%) gegeben. Da Rhein Biotech bis dato zu den besser performenden Firmen des Sektors gezählt habe, dürften hier Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Ein Händler habe gemeint, es würden mindestens zwei institutionelle Abgeber bei Rhein Biotech aktiv sein.