Biotechbranche schlägt Gesamtmarkt
29.05.02 14:32
Biotech-Report Online
Während der breite Markt wegen der am Dienstag veröffentlichten Daten zum US-Verbrauchervertrauen in die roten Zahlen rutschte, erstrahlte die Biotechbranche in zartem grün und zeigte damit wieder einmal eindrucksvoll, wie weitgehend unabhängig sie doch vom täglichen Marktgeschehen ist. Dies berichten die Experten vom "Biotech-Report Online".
Gute Branchennachrichten auf breiter Front hätten für ebenso gute Stimmung gesorgt und hätten auch die Indizes mit 2,2% (Amex Biotech) und 2,4% (Nasdaq Biotech) nach oben gezogen. Zu den Gewinnern vom Dienstag hätten die Papiere von Icos (+4%) und Eli Lilly (+0,3%) gehört, die mit der Meldung, ihr experimentelles Potenzmittel Cialis hätte in klinischen Studien gezeigt, dass es über eine längere Wirkung als der von Pfizer vermarktete Blockbuster Viagra verfüge, hätten überzeugen können.
Biogen habe immer noch von der Zulassungsempfehlung des Psoriasis Wirkstoffes Amevive profitieren können. Ob Biogen eine kleine Rallye initiieren könnte, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, denn weitere wichtige Produktentscheidungen könnten kurzfristig erneut für Volatilität im Sektor sorgen. Und auch Biogens Amevive sei noch nicht über dem Berg, denn die entgültige Zulassung stehe noch aus, was die Aktionäre allerdings nicht zu stören schien, sie hätten Biogen erneut einen Bonus von 2,4% gegeben.
Bedenken, man könne nach erfolgter Zulassung von T-20 keine ausreichende Menge des AIDS-Medikamentes herstellen, hätten Trimeris und Partner Roche mit der kürzlich organisierten Fabrikbesichtigung nun entgültig beseitigen können. Die Analysten seien auf jeden Fall überzeugt und hätten Trimeris einen Aufschlag von 4% gegeben. Nun sollte auch einer möglichen Zulassung, die noch im dritten Quartal bei den US-Behörden beantragt werden solle, kein allzu großes Hindernis mehr im Weg stehen.
Nicht so gänzlich unbeeindruckt wie der US-Biotechnologiesektor habe sich der Branchensektor des NM von den US-Konjukturdaten gezeigt, nach einem Plus am Montag sei es am Dienstag mit 1,2% in die entgegengesetzte Richtung gegangen. So wollten die Börsianer auch die Akquisition von GenoVision durch das Indexschwergewicht Qiagen nicht ausreichend würdigen, dem Unternehmen sei zwar ein Minuszeichen erspart geblieben, doch das Plus war mit 0,31 kaum erwähnenswert. Für GenoVision, das bei Qiagen schon bald zusätzliche Umsätze in Höhe von etwa 5,4 Mio. Euro generieren solle, habe Qiagen ca. 28 Mio. US-Dollar auf den Tisch gelegt.
November habe zwar seinen Betriebsverlust im ersten Quartal 2002 von 2,04 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 2,14 Mio. Euro erhöht, habe mit einem Plus von 3% aber dennoch den Sprung auf die Gewinnerseite geschafft. Biotissue und Macropore hießen dagegen die wahren Gewinner, die um 7,1% bzw. 4,6% hätten zulegen können und damit den Index angeführt hätten. Die Schlusslichter des Biotechindex hätten mit einem Minus von 12,5% und 7% die Unternehmen Cybio und Evotec markiert.
Gute Branchennachrichten auf breiter Front hätten für ebenso gute Stimmung gesorgt und hätten auch die Indizes mit 2,2% (Amex Biotech) und 2,4% (Nasdaq Biotech) nach oben gezogen. Zu den Gewinnern vom Dienstag hätten die Papiere von Icos (+4%) und Eli Lilly (+0,3%) gehört, die mit der Meldung, ihr experimentelles Potenzmittel Cialis hätte in klinischen Studien gezeigt, dass es über eine längere Wirkung als der von Pfizer vermarktete Blockbuster Viagra verfüge, hätten überzeugen können.
Bedenken, man könne nach erfolgter Zulassung von T-20 keine ausreichende Menge des AIDS-Medikamentes herstellen, hätten Trimeris und Partner Roche mit der kürzlich organisierten Fabrikbesichtigung nun entgültig beseitigen können. Die Analysten seien auf jeden Fall überzeugt und hätten Trimeris einen Aufschlag von 4% gegeben. Nun sollte auch einer möglichen Zulassung, die noch im dritten Quartal bei den US-Behörden beantragt werden solle, kein allzu großes Hindernis mehr im Weg stehen.
Nicht so gänzlich unbeeindruckt wie der US-Biotechnologiesektor habe sich der Branchensektor des NM von den US-Konjukturdaten gezeigt, nach einem Plus am Montag sei es am Dienstag mit 1,2% in die entgegengesetzte Richtung gegangen. So wollten die Börsianer auch die Akquisition von GenoVision durch das Indexschwergewicht Qiagen nicht ausreichend würdigen, dem Unternehmen sei zwar ein Minuszeichen erspart geblieben, doch das Plus war mit 0,31 kaum erwähnenswert. Für GenoVision, das bei Qiagen schon bald zusätzliche Umsätze in Höhe von etwa 5,4 Mio. Euro generieren solle, habe Qiagen ca. 28 Mio. US-Dollar auf den Tisch gelegt.
November habe zwar seinen Betriebsverlust im ersten Quartal 2002 von 2,04 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 2,14 Mio. Euro erhöht, habe mit einem Plus von 3% aber dennoch den Sprung auf die Gewinnerseite geschafft. Biotissue und Macropore hießen dagegen die wahren Gewinner, die um 7,1% bzw. 4,6% hätten zulegen können und damit den Index angeführt hätten. Die Schlusslichter des Biotechindex hätten mit einem Minus von 12,5% und 7% die Unternehmen Cybio und Evotec markiert.
