Biotechsektor erneuter Rückschlag
26.06.02 13:22
Biotech-Report Online
Während Celera und Abbott wegen eines Deals dem Abwärtstrend entkommen konnten, die beiden Unternehmen haben sich darauf geeinigt gemeinsam neue Produkte für die medizinische Diagnostik zu entwickeln, ging es mit dem breiten Markt, nach einem erfreulichen Montag, am Dienstag leider wieder bergab, so die Experten von "Biotech-Report Online".
Abbott Laboratories und Celera Genomics hätten um je 2% zugelegt, die US-Biotechnologieindizes hätten im Gegenzug je 3% abgeben müssen. Analyst Winton Gibbons von William Blair sei der Meinung, die Abbott-Celera-Allianz werde das Geschäftsrisiko von Celera immens verringern und zudem dazu beitragen, dass die Gewinnschwelle bei Celera schon früher als geplant erreicht werden könne.
Zu einem der größten Verlierern habe am Dienstag auch Oxford Glycosciences gezählt, das britische Unternehmen sei um 12% abgestürzt, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA einen experimentellen Wirkstoff gegen die seltene genetische Erkrankung "Gaucher Disease" für nicht zulassungswürdig erachtet habe.
Scheibchenweise verliere auch der Biotechindex des NM, mit einem Abschlag von 2,8% habe dieser zum Handelsschluss am Dienstag bei nur noch 45,99 Punkten notiert, das Jahres- und zugleich 52-Wochentief von 45,32 Zählern könnte also bereits in der nächsten Handelssitzung erstmalig getestet werden.
Vor allem die Indexschwergewichte Qiagen und Morphosys hätten mit Verlusten von minus 4,3% und minus 4,4% die Richtung vorgegeben. Lion Bioscience habe zwar über lange Strecken vom Verkauf einer weltweiten Softwarelizenz seines iDEA Softwaretools zur beschleunigten Wirkstoffentwicklung an Pfizer profitieren können, sei zum Handelsende aber mit einem Minus von 4,44% der größte Verlierer im Biotechnologieindex des Neuen Marktes gewesen. Schuld an dieser erneuten Misere bei Lion sei eine Meldung gewesen, dass die Firma mit Goodwill-Abschreibungen von 60 Millionen Euro rechnen müsse. Diese Abschreibungen würden mit den Akquisitionen der Unternehmen Trega Biosciences und NetGenetics zusammenhängen und sollen laut Friedrich von Bohlen, dem Geschäftsführer des Unternehmens, höchst-wahrscheinlich im ersten Quartal des Geschäftsjahre 2002/03 voll abgeschrieben werden. Auch die Co.don AG und BB Biotech seien am Dienstag mit minus 4,4% und 4,3% unter den Verlierern zu finden gewesen.
Am oberen Ende der Indexliste hätten sich Sanochemia mit einem schönen Plus von 8,5% gefunden und auch die Aufschläge von MWG Biotech und Plasmaselect hätten sich mit 6,8% und 5,2% durchaus sehen lassen können.
Nachdem nun der NEMAX 50 erneut unter die charttechnisch wichtige Marke von 600 Punkten gefallen sei, dürfte eine nachhaltige Erholung am gesamten Neuen Markt und damit auch in der Biotechbranche wohl noch etwas auf sich warten lassen, dieser Meinung seien auf jeden Fall die charttechnisch orientierte Börsenhändler.
Abbott Laboratories und Celera Genomics hätten um je 2% zugelegt, die US-Biotechnologieindizes hätten im Gegenzug je 3% abgeben müssen. Analyst Winton Gibbons von William Blair sei der Meinung, die Abbott-Celera-Allianz werde das Geschäftsrisiko von Celera immens verringern und zudem dazu beitragen, dass die Gewinnschwelle bei Celera schon früher als geplant erreicht werden könne.
Zu einem der größten Verlierern habe am Dienstag auch Oxford Glycosciences gezählt, das britische Unternehmen sei um 12% abgestürzt, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA einen experimentellen Wirkstoff gegen die seltene genetische Erkrankung "Gaucher Disease" für nicht zulassungswürdig erachtet habe.
Vor allem die Indexschwergewichte Qiagen und Morphosys hätten mit Verlusten von minus 4,3% und minus 4,4% die Richtung vorgegeben. Lion Bioscience habe zwar über lange Strecken vom Verkauf einer weltweiten Softwarelizenz seines iDEA Softwaretools zur beschleunigten Wirkstoffentwicklung an Pfizer profitieren können, sei zum Handelsende aber mit einem Minus von 4,44% der größte Verlierer im Biotechnologieindex des Neuen Marktes gewesen. Schuld an dieser erneuten Misere bei Lion sei eine Meldung gewesen, dass die Firma mit Goodwill-Abschreibungen von 60 Millionen Euro rechnen müsse. Diese Abschreibungen würden mit den Akquisitionen der Unternehmen Trega Biosciences und NetGenetics zusammenhängen und sollen laut Friedrich von Bohlen, dem Geschäftsführer des Unternehmens, höchst-wahrscheinlich im ersten Quartal des Geschäftsjahre 2002/03 voll abgeschrieben werden. Auch die Co.don AG und BB Biotech seien am Dienstag mit minus 4,4% und 4,3% unter den Verlierern zu finden gewesen.
Am oberen Ende der Indexliste hätten sich Sanochemia mit einem schönen Plus von 8,5% gefunden und auch die Aufschläge von MWG Biotech und Plasmaselect hätten sich mit 6,8% und 5,2% durchaus sehen lassen können.
Nachdem nun der NEMAX 50 erneut unter die charttechnisch wichtige Marke von 600 Punkten gefallen sei, dürfte eine nachhaltige Erholung am gesamten Neuen Markt und damit auch in der Biotechbranche wohl noch etwas auf sich warten lassen, dieser Meinung seien auf jeden Fall die charttechnisch orientierte Börsenhändler.
