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Mo, 27. April 2026, 2:20 Uhr

Bond-X: In sparsamer Mission


09.01.03 15:39
BoersenMan.de

Wer sein Geld Gewinn bringend anlegen und gleichzeitig ruhig schlafen möchte, kauft Staatsanleihen, Pfandbriefe oder - wenn die Qualität stimmt - Unternehmensanleihen, berichten die Experten von "BoersenMan.de".

Man bekomme mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Geld zurück und die Zinsen könnten sich in aller Regel auch sehen lassen. Plötzlicher Reichtum durch spektakuläre Kursverdopplungen sei zwar nicht zu erwarten. Aber darum gehe es den meisten Anlegern auch gar nicht. Das Geld solle lediglich in aller Ruhe arbeiten und keinen Ärger machen.

Während Privatanleger beim Aktienkauf von den Banken mit transparenten Kursen und niedrigen Kosten umworben würden, würden private Anleihekäufer meist sehr deutlich zu spüren bekommen, dass sie als Kleinvieh gelten würden. Das möchte die Börse Stuttgart jetzt ändern. Seit Anfang des Jahres gebe es dort Bond-X, ein neues Handelssegment für festverzinsliche Wertpapiere.

Das Ziel: auch bei relativ kleinen Stückzahlen sollten Kleinanleger Großhandelspreise bekommen. Im Gegensatz zu Aktien würden die Kurse bei Festverzinslichen nämlich erheblich von der Ordergröße abhängen. Ähnlich wie auf dem Gemüsegroßmarkt gelte: Je größer der Auftrag, desto fairer der Preis.

Entscheidend sei dabei der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs, der so genannte Spread. Je kleiner er sei, desto besser. Dieser Spread sei bei Bond-X in sehr engen Grenzen festgeschrieben. Wer dort beispielsweise Bundesanleihen im Wert von 5.000 Euro verkaufe, bekomme ähnlich gute Konditionen wie ein Großinvestor, der Bundesanleihen für 500.000 Euro abstoßen möchte. Ein interessantes Angebot für alle, die auch bei ihren Festverzinslichen eine maximale Rendite erreichen wollten.