BorsodChem HV-Fiasko
30.11.00 00:00
Platow Emerging Markets
Die von BorsodChem (WKN 899203) für letzten Freitag einberufene außerordentliche Hauptversammlung scheiterte bereits bei der Registrierung der anwesenden Aktionäre, berichten die Analysten von „Platow Emerging Markets“.
Nachdem sich Milford Holding, hinter den Gazprom vermutet werde, als einer der Hauptaktionäre zu erkennen gegeben habe, sei es bei der Anmeldung von zwei weiteren Anteilseignern zu Tumulten gekommen. BorsodChem habe die daraufhin die Registrierung beider Unternehmen auf Grund diverser Rechtsmängel abgelehnt. Bei den Unternehmen habe es sich um die österreichische CE Oil & Gas und die russische MDM gehandelt.
Es werde vermutet, das beide Unternehmen zusammen rund 25% der BorsodChem Aktien halten würden und mit Milford gemeinsame Sache machen würden. Im Anschluss habe Milford seine Registrierung stornieren wollen, um eine Beschlussunfähigkeit der HV herbeiführen zu können, mit dem Ziel, das innerhalb von zwei Wochen eine neue Hauptversammlung hätte einberufen werden müssen. Die Stornierung sei allerdings abgelehnt und die HV als beschlussfähig erklärt worden.
Dadurch habe Milford keine Mehrheit gehabt, um das BorsodChem-Management, wie geplant, abzuwählen. Mit der Begründung der laufenden Untersuchungen der Börsenaufsicht sei die HV auf einen Termin in zwei Monaten vertagt worden. Inzwischen würde die Börsenaufsicht prüfen, ob es bei den Aktienübertragungen innerhalb der Milford Holding und den befreundeten Firmen korrekt zugegangen sei.
Das BorsodChem-Management habe im Übernahmekampf gegen Milford zwar Zeit gewonnen, aber mit der Mehrheit im Rücken dürfte Milford bei BorsodChem wohl zum Zuge kommen. Im negativsten Fall müssten die Russen wohl oder übel die vorgeschriebenen ungarischen Gesetze bei einer Übernahme befolgen.
Die aktuellen Querelen würden dem Kurs nicht gerade gut tun, die Aktie befinde sich daher auf dem Rückzug und notiere bei 25,80 Euro, nach noch 27 Euro in der Vorwoche. Wenn die charttechnische Unterstützung bei 25 Euro nicht halten sollte, würden noch größere Kursverluste drohen, die Analysten würden daher empfehlen, das Engagement mit engen Stopps abzusichern.
Nachdem sich Milford Holding, hinter den Gazprom vermutet werde, als einer der Hauptaktionäre zu erkennen gegeben habe, sei es bei der Anmeldung von zwei weiteren Anteilseignern zu Tumulten gekommen. BorsodChem habe die daraufhin die Registrierung beider Unternehmen auf Grund diverser Rechtsmängel abgelehnt. Bei den Unternehmen habe es sich um die österreichische CE Oil & Gas und die russische MDM gehandelt.
Dadurch habe Milford keine Mehrheit gehabt, um das BorsodChem-Management, wie geplant, abzuwählen. Mit der Begründung der laufenden Untersuchungen der Börsenaufsicht sei die HV auf einen Termin in zwei Monaten vertagt worden. Inzwischen würde die Börsenaufsicht prüfen, ob es bei den Aktienübertragungen innerhalb der Milford Holding und den befreundeten Firmen korrekt zugegangen sei.
Das BorsodChem-Management habe im Übernahmekampf gegen Milford zwar Zeit gewonnen, aber mit der Mehrheit im Rücken dürfte Milford bei BorsodChem wohl zum Zuge kommen. Im negativsten Fall müssten die Russen wohl oder übel die vorgeschriebenen ungarischen Gesetze bei einer Übernahme befolgen.
Die aktuellen Querelen würden dem Kurs nicht gerade gut tun, die Aktie befinde sich daher auf dem Rückzug und notiere bei 25,80 Euro, nach noch 27 Euro in der Vorwoche. Wenn die charttechnische Unterstützung bei 25 Euro nicht halten sollte, würden noch größere Kursverluste drohen, die Analysten würden daher empfehlen, das Engagement mit engen Stopps abzusichern.
