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Di, 27. Februar 2024, 18:43 Uhr

Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA

WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092

Borussia Dortmund auf Profitkurs


15.12.10 11:39
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Borussia Dortmund (BVB)-Aktie (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) die Gewinne mitzunehmen.

Perfektes Timing: Anfang Juni hätten die Experten die Aktie des Fußballvereins als reizvolle Depotbeimischung zum Kauf empfohlen. Bei Kursen um 90 Cent sei das Rekordtief des Papiers von 80 Cent nicht weit entfernt gewesen. Danach sei eine sagenhafte Rally gestartet, die das Papier Mitte November auf einen Jahreshöchstkurs von 3,43 Euro katapultiert habe. In der Spitze habe das Gewinnplus seit der Kaufempfehlung der Experten fast 300 Prozent betragen. Aktuell würden die Anteilsscheine bei 2,65 Euro handeln, was immerhin einem Plus von rund 200 Prozent entspreche.

Zugegeben: Das hätten die Experten nicht erwartet. Eine Portion Glück gehöre natürlich auch dazu. Ihre Kaufempfehlung habe vor allem auf der günstigen Notiz nahe des bilanziellen Buchwertes basiert, der Vertragsverlängerung mit Sponsor Evonik und dem auslaufenden Abgabedruck einer Großbank, die ihre Anteile über den Markt ohne Rücksicht auf Verluste versilbert habe. Als der "Deckel" weg gewesen sei und die Order ausgelaufen sei, habe sich das Papier quasi ausgekotzt und sei bereit für einen Rebound gewesen.

Zudem hätten auch die Aussichten für das neue Wirtschaftsjahr 2010/2011 per Ende Juni gepasst. Die Truppe um Cheftrainer Jürgen Klopp habe beste Chancen gehabt, in der UEFA Europe League mitzuspielen und wieder auf europäischer Ebene Erfolge zu feiern. Das wirke sich positiv in der Kasse des Unternehmens aus. Inzwischen spiele Borussia Dortmund bei der Veranstaltung mit und könne durchaus die Gruppenphase überstehen und weitere Zwischenrunden erreichen.

Der Knaller für die Kursexplosion sei natürlich etwas anderes und von den Experten natürlich selbst in den kühnsten Träumen nicht erwartet worden. Borussia Dortmund sei Herbstmeister und spiele in der Bundesliga bislang eine glänzende Saison. Beim Treffen der Experten mit dem Geschäftsführer des BVB Thomas Treß in Frankfurt sei von Euphorie nur wenig zu spüren gewesen. "Wir freuen uns über den bisherigen Verlauf. Aber vom Titel Herbstmeister können wir uns nichts kaufen und es gab Vereine, die ebenfalls Herbstmeister waren und am Ende der Saison sich nicht einmal für europäische Wettbewerbe qualifiziert haben", sage Treß.

Dennoch: Fakt sei, dass der Verein seit vielen Jahren erstmals wieder beste Chancen habe, in der Champions League mitzuspielen. Das würde zu erheblichen Mehreinnahmen führen und sich in allen relevanten Erlösbereichen für den Betrieb auszahlen. Steigende TV-Erlöse, Ticketing und Sponsoring würden massiv anziehen. Unter der Annahme, der Verein schaffe den Einzug in die Champions League, müsse der Kader nicht dramatisch ausgeweitet oder zig Millionen Euro in neue Spieler investiert werden.

"Wir bleiben unserer bisherigen Strategie treu und haben einen Kader von 30 Spielern. Das würde ausreichen. Wir halten auch wenig davon für irrsinnige Summen neue Spieler zu kaufen. Wir bauen sie lieber selbst auf. Auch für das Erreichen der Champions League gilt: Maximaler sportlicher Erfolg, ohne uns dafür zu verschulden. Wir gehen mit Geld auch weiterhin effizient um", erkläre Treß.

Viele der Spieler, neben dem eigenen Stadion das Asset in der Bilanz, seien günstig gekauft und selbst aufgebaut worden. Beispielsweise Lucas Barrios, der 2009 für 4,5 Millionen Euro gekauft worden sei, dürfte seinen Wert inzwischen vervielfacht haben. Aber auch andere Spieler aus dem eigenen Stall hätten sich bestens entwickelt.

Trotz der Welle des Erfolges liege Treß die Zukunftsfähigkeit der Bundesliga insgesamt am Herzen. So sei die Geschäftsführung für eine verursachungsgerechtere Verteilung der TV-Gelder. 50 Prozent des Fernsehgeldes sollten weiterhin nach dem sportlichen Erfolg verteilt werden und fünfzig Prozent nach einer Regel, die auf weichen Faktoren beruhe. "Das ist beispielsweise die Intensivierung der Gewinnung und Bindung von Fans und der Steigerung des Markenwertes, was die Bundesliga insgesamt attraktiver und die TV-Rechte werthaltiger macht. Dabei geht es nicht in erster Linie um Tradition, sondern um eine Identifikation stiftende Markenbildung und -steuerung."

Nicht weniger von Bedeutung sei die "50 plus eins-Regel", die einen Verein vor nicht ökonomischem Individualinteresse und Anhäufung von hohen Schulden schützen solle, was den Erhalt und die Absicherung der Solidarität in der Bundesliga zum Ziel habe. Schlussendlich hoffe Treß auf die konsequente und stringente Umsetzung der von der UEFA verabschiedeten Regeln des Financial Fairplay ab 2013 in der Bundesliga. "Wir sind für einen fairen finanziellen Wettbewerb unabhängig von Eigentümerstrukturen. Das wird insgesamt zu einer besseren finanziellen Stabilität in der Liga führen. Attraktivität, Solidarität und Stabilität sind die Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit der Bundesliga, national und international", so Treß.

Nach einem Verlust im vergangenen Wirtschaftsjahr kündige Treß für 2010/2011 die Rückkehr in die Gewinnzone an. "Wir erwarten ein positives Ergebnis". Konkretisieren habe er die Aussage nicht wollen, auch zu einer Bandbreite habe sich der für die Finanzen verantwortliche Geschäftsführer nicht hinreißen lassen. "Nach der erfolgreichen Restrukturierung befinden wir uns am Anfang der positiven Neuentwicklung. Das muss sich erst als nachhaltig erweisen. Dann können wir gerne über Prognosen reden." Basis dafür sei aber der sportliche Erfolg auf dem Platz. Erweise sich dieser als nachhaltig, könnten seriöse Gewinnschätzungen abgegeben werden. Vorher seien diese eher Lesen im Kaffeesatz.

Die Aktie von Borussia Dortmund habe sich seit der Kaufempfehlung der Experten glänzend entwickelt. Der aktuelle Börsenwert von rund 160 Millionen Euro sei sportlich.

Wer dem Kaufhinweis folgte und dreistellige Gewinne verbucht, kann nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" durchaus sich das Weihnachtsfest vergolden und zumindest einen Teil der Gewinne bei der Borussia Dortmund-Aktie mitnehmen. (Analyse vom 15.12.2010) (15.12.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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