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Do, 9. Februar 2023, 3:13 Uhr

Petro Welt Technologies

WKN: A0JKWU / ISIN: AT0000A00Y78

C.A.T. oil will 2012 kräftig wachsen


22.12.11 15:12
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die C.A.T. oil-Aktie (ISIN AT0000A00Y78 / WKN A0JKWU) bei aktuellen Kursen von 4,70 Euro für kaufenswert.

Der Anbieter von Öl- und Gasfelddienstleistungen in Russland und Kasachstan befinde sich auf einem guten Wege die Jahresziele zu erfüllen. Wie Vorstandschef Manfred Kastner den Experten im Hintergrundgespräch mitteile, erwarte das Unternehmen im Gesamtjahr einen Umsatz, basierend auf einem Rubel/Euro-Wechselkurs von 41, zwischen 260 und 270 Millionen Euro.

"Das dritte Quartal war sehr gut. Wir sind zuversichtlich für ein stabiles viertes Quartal, welches für gewöhnlich aufgrund der Witterung nicht ganz so stark ausfällt, wie die anderen Quartale. Bisher spielt die Witterung mit. Bei Temperaturen von minus 35 Grad ist allerdings beim Hydraulic Fracturing Schluss. Die anderen Abteilungen bleiben im Einsatz ", sage der CEO.

Die EBITDA-Marge prognostiziere Kastner auf 21 bis 22 Prozent. Sie liege damit unter dem Niveau des Vorjahres von nahezu 25 Prozent. Der Margenrückgang erkläre sich durch erhöhte Investitionen, höhere Vorlaufkosten sowie des Kostendrucks aufgrund der Wechselkurseffekte. Absolut könnte C.A.T. oil beim EBITDA den Vorjahreswert von 56,4 Millionen Euro dennoch leicht übertreffen.

Der Vorstand investiere derzeit massiv in das künftige Wachstum durch den Ausbau von Kapazitäten. Fokus der Investitionen sei das konventionelle Bohren von Ölquellen mit hochmoderner Technologie "Conventional Drilling ". Bereits nach neun Monaten dieses Jahres seien rund 83 Millionen Euro investiert worden. Im Gesamtjahr solle sich diese Zahl auf mehr als 90 Millionen Euro belaufen, ergänze CFO Ronald Harder, der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen habe.

Die Investitionen hätten erhöhte Abschreibungen zur Folge, weshalb das EBIT und Nettoergebnis im Gesamtjahr unter dem Vorjahr liegen würden. Die Abschreibungen 2011 würden die Experten auf über 30 Millionen Euro schätzen. Das Finanzergebnis sei zusätzlich durch Wechselkurseffekte belastet und dürfte im Gesamtjahr insgesamt mit 4 bis 4,5 Millionen Euro den Gewinn drücken. Die Steuerquote betrage circa 30 Prozent.

Unterm Strich würden die Experten 2011 mit einem Rückgang des Nettogewinns von knapp ein Viertel auf 14 bis 14,5 Millionen Euro rechnen. Pro Aktie entspreche dies einem Gewinn von fast 30 Cent nach rund 40 Cent im Vorjahr. Laut Kastner solle auch für 2011 erneut eine Dividende ausbezahlt werden. "Wir schütten jährlich rund 20 Prozent unseres Gewinns aus". Trotz eines geringeren Gewinns als im Vorjahr dürfte der Vorstand die Ausschüttung auf dem Niveau von zehn Cent je Anteilsschein stabil halten.

Für das Jahr 2012 sei der Vorstand optimistisch. Bisher sei noch nichts von einer wirtschaftlichen Unsicherheit im operativen Geschäft zu spüren. "Wir befinden uns in zahlreichen Ausschreibungen für das kommende Jahr. Unterstellen wir einen normalisierten Wirtschaftsverlauf, sind wir sehr positiv für das kommende Jahr". Kastner erwarte ein deutlich zweistelliges Wachstum sowie eine Verbesserung der EBITDA-Marge gegenüber 2011. Das EBIT und der Nettogewinn würden nach dem Rücksetzer in diesem Jahr wohl überproportional zulegen.

Grund für die Zuversicht: "Aufgrund der momentanen Ausschreibungen haben wir ein gutes Gefühl. Zudem wird sich eine Ölbesteuerung in Russland positiv auf unser Geschäft auswirken. Durch diese Situation lohnt es sich für unsere Kunden umso mehr, neue Ölquellen zu erschließen und fördern". Zudem würden sich die Investitionen in den Bereich "Conventional Drilling " beim Umsatzwachstum bemerkbar machen. "Das wird insgesamt zu einem sehr deutlichen Wachstum führen", so der CEO. Die Abschreibungen würden sich 2012 nochmals erhöhen und vermutlich zwischen 35 und 40 Millionen Euro liegen.

Dennoch würden die Experten eine erhebliche Verbesserung der Nettoprofite erwarten. Perspektivisch würden sich die aktuellen Investitionen im Jahr 2013 kräftig auszahlen. "2013 haben wir die vollen Kapazitäten zur Verfügung ", so Kastner. Capex betrage normalerweise pro Jahr zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Sollte C.A.T. oil im Jahr 2013 kein neues intensives Investitionsprogramm auflegen, würden stramme Free Cashflows winken.

Kräftig wachsen wolle das Unternehmen durch den Bereich "Conventional Drilling". "Der für uns adressierte Markt ist rund zehn Milliarden Euro groß. Wir haben derzeit einen Marktanteil von 0,9 Prozent". Bis ins Jahr 2015 steuere das Unternehmen einen Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro an. Laut Harder betrage die Ziel EBITDA-Marge 25 Prozent. Ein Niveau, welches die Firme übrigens bereits in Q3 dieses Jahres erreicht habe.

Das Jahr 2011 könnten Anleger unter Ertragspunkten sicherlich abhaken. Der Ausblick für 2012 klinge indes viel versprechend. Der robuste Ölpreis, der noch keinerlei Anzeichen für eine harte Rezession indiziere, dürfte nicht nur der Aktie helfen, sondern ein Treiber im operativen Geschäft seien. 2012 würden die Experten einen Gewinnsprung auf mindestens 45 Cent je Aktie erwarten. Mache aktuell ein KGV von zehn. Das sei alles andere als teuer. Jetzt müsse der Vorstand quasi nur noch abliefern.

Bei aktuellen Kursen von 4,70 Euro ist die C.A.T. oil-Aktie kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". Sie würden raten, Stoppkurse rund 15 Prozent unter dem Einstieg zu platzieren. (Analyse vom 22.12.2011) (22.12.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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