Calgon Carbon im Fokus
01.10.07 09:34
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" nehmen die Aktie von Calgon Carbon in den Fokus.
Der Wasseraufbereiter schaffe nach schwierigen Jahren 2007 einen fulminanten Turnaround. Charttechnisch sehe die Aktie mit einem neuen Zehn-Jahres-Hoch glänzend aus.
Das während des zweiten Weltkriegs als Pittsburgh Coke&Chemical gegründete Unternehmen habe eine bewegte Geschichte hinter sich, in deren Verlauf man unter anderem militärische Schutzmasken aus Carbon hergestellt habe. Das tue man heute immer noch. Die eigentliche Mission von Calgon Carbon sei es - laut eigenen Angaben - jedoch, Wasser und Luft sauberer zu machen.
Bewerkstelligen tue man dies in erster Linie mithilfe der selbst produzierten Aktivkohle. Damit würden mithilfe von Adsorption (von lat. adsorbere - ansaugen) Chlor, Ozon, Bakterien und andere unerwünschte Stoffe aus Wasser entfernt. Die Preise für Aktivkohle seien zuletzt stark angestiegen, was sich positiv auf die Gewinnmargen des Unternehmens ausgewirkt habe.
Bei einem relativ moderaten Umsatzanstieg im zweiten Quartal von 80,5 auf 88,4 Millionen US-Dollar (also um rund zehn Prozent) habe sich der Gewinn fast von 2,4 auf 4,5 Millionen US-Dollar oder 0,09 US-Dollar je Aktie verdoppelt.
Die Kehrseite der Medaille sei, dass der Preisanstieg bei Aktivkohle nur durch die Erhebung massiver Strafzölle für China-Importe in die USA zustande gekommen sei. Der Strafzoll betrage je nach Ausprägung des Produkts bis zu 228 Prozent. Die Frage sei damit, ob die hohen Margen auf Dauer aufrechtzuerhalten seien. Vorerst laufe es jedoch weiter blendend bei Calgon Carbon.
Ein jahrelanger Rechtsstreit mit Trojan Technologies über eine UV-Desinfektionstechnologie habe mit einem positiven Vergleich abgeschlossen werden können. Die Technologie ermögliche die Vernichtung von einzelligen Parasiten (Kryptosporidien), die sich unter anderem über verunreinigtes Trinkwasser verbreiten würden und auch den Menschen befallen könnten.
Obwohl die Pittsburgher im Vergleich zu Veolia und Co. mit einer Marktkapitalisierung von rund 500 Millionen US-Dollar ein kleiner Fisch im "Wasserbecken" seien, habe man sich zuletzt einen wichtigen Referenzauftrag in China gesichert.
Für die chinesische Stadt Jiaxing, in der immerhin 3,3 Millionen Menschen leben würden, liefere man 1,1 Millionen Pfund gekörnte Aktivkohle zur Reinigung des Trinkwassers. Offenbar gehe es den Chinesen vor allem um das Know-how, denn die Produktion der Aktivkohle könnte man selbst viel billiger bewerkstelligen.
Auch hier stelle sich natürlich die Frage, ob es dem Unternehmen gelingen werde, Folgeaufträge in China zu generieren. Mit einem 2008er KGV von 35 sei die Aktie ambitioniert bewertet, befinde sich aber charttechnisch in einer exzellenten Lage.
Die Aktie von Calgon Carbon ist für US-Investoren, die auf schnelle Momentum-Gewinne spekulieren, die richtige Wahl, mittelfristig bestehen aber beträchtliche Risiken, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 28.09.2007) (01.10.2007/ac/a/a)
Der Wasseraufbereiter schaffe nach schwierigen Jahren 2007 einen fulminanten Turnaround. Charttechnisch sehe die Aktie mit einem neuen Zehn-Jahres-Hoch glänzend aus.
Das während des zweiten Weltkriegs als Pittsburgh Coke&Chemical gegründete Unternehmen habe eine bewegte Geschichte hinter sich, in deren Verlauf man unter anderem militärische Schutzmasken aus Carbon hergestellt habe. Das tue man heute immer noch. Die eigentliche Mission von Calgon Carbon sei es - laut eigenen Angaben - jedoch, Wasser und Luft sauberer zu machen.
Bewerkstelligen tue man dies in erster Linie mithilfe der selbst produzierten Aktivkohle. Damit würden mithilfe von Adsorption (von lat. adsorbere - ansaugen) Chlor, Ozon, Bakterien und andere unerwünschte Stoffe aus Wasser entfernt. Die Preise für Aktivkohle seien zuletzt stark angestiegen, was sich positiv auf die Gewinnmargen des Unternehmens ausgewirkt habe.
Bei einem relativ moderaten Umsatzanstieg im zweiten Quartal von 80,5 auf 88,4 Millionen US-Dollar (also um rund zehn Prozent) habe sich der Gewinn fast von 2,4 auf 4,5 Millionen US-Dollar oder 0,09 US-Dollar je Aktie verdoppelt.
Ein jahrelanger Rechtsstreit mit Trojan Technologies über eine UV-Desinfektionstechnologie habe mit einem positiven Vergleich abgeschlossen werden können. Die Technologie ermögliche die Vernichtung von einzelligen Parasiten (Kryptosporidien), die sich unter anderem über verunreinigtes Trinkwasser verbreiten würden und auch den Menschen befallen könnten.
Obwohl die Pittsburgher im Vergleich zu Veolia und Co. mit einer Marktkapitalisierung von rund 500 Millionen US-Dollar ein kleiner Fisch im "Wasserbecken" seien, habe man sich zuletzt einen wichtigen Referenzauftrag in China gesichert.
Für die chinesische Stadt Jiaxing, in der immerhin 3,3 Millionen Menschen leben würden, liefere man 1,1 Millionen Pfund gekörnte Aktivkohle zur Reinigung des Trinkwassers. Offenbar gehe es den Chinesen vor allem um das Know-how, denn die Produktion der Aktivkohle könnte man selbst viel billiger bewerkstelligen.
Auch hier stelle sich natürlich die Frage, ob es dem Unternehmen gelingen werde, Folgeaufträge in China zu generieren. Mit einem 2008er KGV von 35 sei die Aktie ambitioniert bewertet, befinde sich aber charttechnisch in einer exzellenten Lage.
Die Aktie von Calgon Carbon ist für US-Investoren, die auf schnelle Momentum-Gewinne spekulieren, die richtige Wahl, mittelfristig bestehen aber beträchtliche Risiken, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 28.09.2007) (01.10.2007/ac/a/a)
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