Celgene akkumulieren
24.07.02 12:27
BioTech-World
Die Analysten von "BioTech-World" empfehlen derzeit die Aktien von Celgene (WKN 881244) zum Einstieg.
Celgene entwickele neue Medikamente, insbesondere für die Behandlung von Krebs und Immunkrankheiten. Wichtigster Partner von Celgene sei der Schweizer Pharmakonzern Novartis. Mit Novartis bestehe seit Dezember 2000 u.a. ein Kooperationsvertrag über die gemeinsame Entwicklung der sog. "SERMs" (selective estrogen receptor modulators) für die Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose. Novartis habe im Juni nun den ersten präklinischen Präparatskandidaten von Celgene in die Entwicklung übernommen. Des Weiteren vermarkte Novartis seit dem ersten Quartal 2002 Celgenes Focalin, eine verbesserte Version von Ritalin, das zur Behandlung von Hyperaktivität diene.
Wichtigstes Produkt sei aber Thalomid. Es werde bisher gegen Entzündungskomplikationen bei ENL (Erythema Nodosum Leprosum) eingesetzt und sei seit 1998 zugelassen. Im Mai des vergangenen Jahres habe man auf der 37. jährlichen Krebskonferenz der American Society of Clinical Oncology (ASCO) mit positiven Studienergebnissen überraschen können. Die neuen Studienergebnisse würden sich auf verschiedene Krebsformen beziehen, darunter auch gute Ergebnisse im Bereich Nierenzell-Krebs. Hier sei die Wirksamkeit von Thalomid untersucht worden, die es bei der Verlangsamung der Verbreitung von Nierenkrebszellen in Kombination mit Anti-Krebs-Therapien entfalte.
Bei einer Phase-II-Studie des Memorial Sloan-Kettering Cancer Centers mit 25 Patienten mit Nierenzell-Krebs habe man bei 64 Prozent der Patienten eine Stabilisierung der Krankheit erreichen können, wobei man bei acht Patienten (32 Prozent) sogar eine Stabilisierung für sechs Monate oder mehr festgestellt habe. 80 Prozent der Patienten hätten noch nach zwölf Monaten gelebt. Die Studien seien bisher weiterhin erfolgreich betrieben worden und man wolle noch in diesem Jahr den Zulassungsantrag für Thalomid auch zur Behandlung von Nierenkrebs bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einholen.
Für die Behandlung des multiplen Myeloms in frühzeitigem Studium habe Celgene bereits einen Zulassungsantrag gestellt. Im März des vergangenen Jahres habe die FDA jedoch die Hoffnung auf eine schnelle Zulassung gebremst. Die FDA habe eine weitere klinische Studie gefordert. Celgene habe eine Dauer von max. 24 Monaten für die angeforderten Daten angesetzt. Für Europa sei im April diesen Jahres der Zulassungsantrag bei der EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) für die Bereiche multiples Myelom und ENL gestellt worden.
Für die Indikationsgebiete habe Celgene den Orphan-Drug-Status sowohl in den USA, als auch in der Europäischen Union zugesprochen bekommen, d.h. Celgene hätte bei Zulassung sieben (in den USA) bzw. zehn Jahre exklusive Vermarktung gesichert. Zur europäischen Herstellung und Vermarktung seien im November 2001 die Pharmion Corporation und Penn Pharmaceutical Services Ltd. mit ins Boot geholt worden. Zur Zeit würden ca. 125 klinische Studien mit Thalomid als potenzielles Krebsmedikament laufen.
Celgene sei eines der wenigen Biotech-Unternehmen, die bisher schwarze Zahlen hätten verbuchen können und fundamental gut aufgestellt sei. Erstmals sei der Sprung in die Gewinnzone im ersten Quartal 2001 gelungen. Unter dem Strich seien 113.000 US-Dollar übriggeblieben. 1999 habe man noch einen Verlust von 29,6 Millionen US-Dollar verbucht und im Jahr 2000 seien es 9,2 Millionen US-Dollar Verlust gewesen. Das Jahr 2001 sei bislang das erfolgreichste Geschäftsjahr gewesen. Bei einem Umsatz von 114,2 Millionen US-Dollar habe sich der Verlust auf 1,9 Millionen US-Dollar belaufen. Diese positive Entwicklung verdanke man dem Hauptumsatzträger Thalomid, der in 2001 insgesamt 82 Millionen US-Dollar Umsatz zum Ergebnis beigesteuert habe.
Im ersten Quartal 2002 habe Celgene trotz steigender Umsätze einen Nettoverlust von 823.000 US-Dollar verbucht. Die Umsätze hätten bei 30,7 Millionen US-Dollar gelegen und seien damit um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal geklettert. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2002 wolle man am 25. Juli bekannt geben. Die Schätzungen der Analysten würden von einem Umsatz aus Thalomid-Verkäufen von 26,9 Millionen US-Dollar ausgehen. Hinzu sollten noch Lizenzgebühren aus der Ritalin-Produktfamilie von 2,9 Millionen US-Dollar kommen. Der Gesamtumsatz werde mit 32,8 Millionen US-Dollar angegeben. Bei geschätzten Gesamtausgaben von 40 Millionen US-Dollar rechne man mit einem Verlust von 0,04 US-Dollar pro Aktie. Die momentanen Kursziele der Analystenhäuser würden bis 30 US-Dollar reichen. Der zukünftige Ausbau der Produkt-Pipeline sollte mit aktuell per 31. März 02 ausgewiesenen 302 Millionen US-Dollar Cash, Cash-Äquivalenten und handelbaren Sicherheiten ausreichend gesichert sein.
Das Rating der Analysten von "BioTech-World" für Celgene lautet auf "akkumulieren".
Celgene entwickele neue Medikamente, insbesondere für die Behandlung von Krebs und Immunkrankheiten. Wichtigster Partner von Celgene sei der Schweizer Pharmakonzern Novartis. Mit Novartis bestehe seit Dezember 2000 u.a. ein Kooperationsvertrag über die gemeinsame Entwicklung der sog. "SERMs" (selective estrogen receptor modulators) für die Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose. Novartis habe im Juni nun den ersten präklinischen Präparatskandidaten von Celgene in die Entwicklung übernommen. Des Weiteren vermarkte Novartis seit dem ersten Quartal 2002 Celgenes Focalin, eine verbesserte Version von Ritalin, das zur Behandlung von Hyperaktivität diene.
Wichtigstes Produkt sei aber Thalomid. Es werde bisher gegen Entzündungskomplikationen bei ENL (Erythema Nodosum Leprosum) eingesetzt und sei seit 1998 zugelassen. Im Mai des vergangenen Jahres habe man auf der 37. jährlichen Krebskonferenz der American Society of Clinical Oncology (ASCO) mit positiven Studienergebnissen überraschen können. Die neuen Studienergebnisse würden sich auf verschiedene Krebsformen beziehen, darunter auch gute Ergebnisse im Bereich Nierenzell-Krebs. Hier sei die Wirksamkeit von Thalomid untersucht worden, die es bei der Verlangsamung der Verbreitung von Nierenkrebszellen in Kombination mit Anti-Krebs-Therapien entfalte.
Bei einer Phase-II-Studie des Memorial Sloan-Kettering Cancer Centers mit 25 Patienten mit Nierenzell-Krebs habe man bei 64 Prozent der Patienten eine Stabilisierung der Krankheit erreichen können, wobei man bei acht Patienten (32 Prozent) sogar eine Stabilisierung für sechs Monate oder mehr festgestellt habe. 80 Prozent der Patienten hätten noch nach zwölf Monaten gelebt. Die Studien seien bisher weiterhin erfolgreich betrieben worden und man wolle noch in diesem Jahr den Zulassungsantrag für Thalomid auch zur Behandlung von Nierenkrebs bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einholen.
Für die Indikationsgebiete habe Celgene den Orphan-Drug-Status sowohl in den USA, als auch in der Europäischen Union zugesprochen bekommen, d.h. Celgene hätte bei Zulassung sieben (in den USA) bzw. zehn Jahre exklusive Vermarktung gesichert. Zur europäischen Herstellung und Vermarktung seien im November 2001 die Pharmion Corporation und Penn Pharmaceutical Services Ltd. mit ins Boot geholt worden. Zur Zeit würden ca. 125 klinische Studien mit Thalomid als potenzielles Krebsmedikament laufen.
Celgene sei eines der wenigen Biotech-Unternehmen, die bisher schwarze Zahlen hätten verbuchen können und fundamental gut aufgestellt sei. Erstmals sei der Sprung in die Gewinnzone im ersten Quartal 2001 gelungen. Unter dem Strich seien 113.000 US-Dollar übriggeblieben. 1999 habe man noch einen Verlust von 29,6 Millionen US-Dollar verbucht und im Jahr 2000 seien es 9,2 Millionen US-Dollar Verlust gewesen. Das Jahr 2001 sei bislang das erfolgreichste Geschäftsjahr gewesen. Bei einem Umsatz von 114,2 Millionen US-Dollar habe sich der Verlust auf 1,9 Millionen US-Dollar belaufen. Diese positive Entwicklung verdanke man dem Hauptumsatzträger Thalomid, der in 2001 insgesamt 82 Millionen US-Dollar Umsatz zum Ergebnis beigesteuert habe.
Im ersten Quartal 2002 habe Celgene trotz steigender Umsätze einen Nettoverlust von 823.000 US-Dollar verbucht. Die Umsätze hätten bei 30,7 Millionen US-Dollar gelegen und seien damit um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal geklettert. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2002 wolle man am 25. Juli bekannt geben. Die Schätzungen der Analysten würden von einem Umsatz aus Thalomid-Verkäufen von 26,9 Millionen US-Dollar ausgehen. Hinzu sollten noch Lizenzgebühren aus der Ritalin-Produktfamilie von 2,9 Millionen US-Dollar kommen. Der Gesamtumsatz werde mit 32,8 Millionen US-Dollar angegeben. Bei geschätzten Gesamtausgaben von 40 Millionen US-Dollar rechne man mit einem Verlust von 0,04 US-Dollar pro Aktie. Die momentanen Kursziele der Analystenhäuser würden bis 30 US-Dollar reichen. Der zukünftige Ausbau der Produkt-Pipeline sollte mit aktuell per 31. März 02 ausgewiesenen 302 Millionen US-Dollar Cash, Cash-Äquivalenten und handelbaren Sicherheiten ausreichend gesichert sein.
Das Rating der Analysten von "BioTech-World" für Celgene lautet auf "akkumulieren".
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