Cisco kein Engagement
16.03.01 00:00
Nice*Letter
Die Börsenkenner vom Nice*Letter raten derzeit von einem Engagement in Cisco (WKN 878841) ab.
Cisco gelte im bereich der Router – den Verteilern von Daten über das Internet – als klare Nummer eins. Dies würde sich auch nicht so schnell ändern, aber der Lack beginne so langsam zu bröckeln. Bis vor drei Jahren habe das Unternehmen mit 90% Marktanteil nahezu ein Monopol in der Hand gehalten. Dies habe sich jedoch mittlerweile grundlegend geändert, denn inzwischen kontrolliere man nur noch einen Anteil von unter 70%.
Rund 30% decke heute bereits der Konkurrent Juniper Networks ab. Nummer drei im Bunde sei Avici Systems, mit einem Marktanteil von einem Prozent. Aber gerade im Bereich superschneller Terabit-Router lasse das Unternehmen die Cisco-Produkte weit hinter sich. Es zeige sich also, dass Cisco mehr und mehr an Marktdominanz verliere, und sich nicht durch Firmenkäufe alleine an der Spitze halten könne.
Aber nicht nur der steigende Konkurrenzkampf, auch die Krise bei dot.coms setze Cisco zu. Zwar beteuere Cisco-Chef Chambers stets die Unabhängigkeit von den einstigen High-flyern, dies sei aber nicht ganz zutreffend. Richtig sei, dass Cisco seien Kundenfokus vor allem auf den Daten- und Telekommunikationssektor gelegt habe. Telkos hätten aber durch den Aufschwung der New Economy direkt profitiert und würden jetzt mit deren Krise in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge sei, dass Investitionen zurückgefahren würden, was auch Cisco treffe.
Faktor drei der derzeitigen Misere bei Cisco sei die allgemeine Wirtschaftslage. Kunden aller Branchen würden ihre Ausgaben für Technologie drastisch zurücknehmen. Betroffen sei hiervon jedoch in erster Linie der US-Markt. In Europa und Asien würden die Geschäfte hingegen „in-line“ laufen.
Anfang Februar seien die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht worden. Allerdings habe Cisco beim Gewinn nicht den obligatorischen einen US-Cent über den Erwartungen präsentieren können. Anstatt erwarteter 19 Cents sei sogar nur ein Gewinn von 18 Cents je Aktie erwirtschaftet worden. der Umsatz sei um 55% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Bedenklich sei aber, dass für das laufende dritte Quartal ein Umsatzrückgang von 5% im Vergleich zum zweiten erwartet werde. Im vierten solle das Umsatzniveau vom zweiten dann erreicht werden. Wegen der schwierigen US-Wirtschaftslage könnte diese Prognose aber verfehlt werden.
Mit einem KGV von 24 erscheine der Titel derzeit günstig. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen, denn die Zukunft von Cisco sei in diesem Jahr nicht geklärt. Vielmehr sei es zu erwarten, dass Analysten in den kommenden Monaten die Gewinnprognosen nach untern revidieren werden, wodurch das KGV wieder in die Höhe schnellen würde.
Wer engagiert und langfristig orientiert sei, sollte den Wert halten, denn als klarer Marktführer sollte sich Cisco auf Jahressicht wieder erholen können. Andere Anleger sollten derzeit Abstand nehmen.
Cisco gelte im bereich der Router – den Verteilern von Daten über das Internet – als klare Nummer eins. Dies würde sich auch nicht so schnell ändern, aber der Lack beginne so langsam zu bröckeln. Bis vor drei Jahren habe das Unternehmen mit 90% Marktanteil nahezu ein Monopol in der Hand gehalten. Dies habe sich jedoch mittlerweile grundlegend geändert, denn inzwischen kontrolliere man nur noch einen Anteil von unter 70%.
Rund 30% decke heute bereits der Konkurrent Juniper Networks ab. Nummer drei im Bunde sei Avici Systems, mit einem Marktanteil von einem Prozent. Aber gerade im Bereich superschneller Terabit-Router lasse das Unternehmen die Cisco-Produkte weit hinter sich. Es zeige sich also, dass Cisco mehr und mehr an Marktdominanz verliere, und sich nicht durch Firmenkäufe alleine an der Spitze halten könne.
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Anfang Februar seien die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht worden. Allerdings habe Cisco beim Gewinn nicht den obligatorischen einen US-Cent über den Erwartungen präsentieren können. Anstatt erwarteter 19 Cents sei sogar nur ein Gewinn von 18 Cents je Aktie erwirtschaftet worden. der Umsatz sei um 55% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Bedenklich sei aber, dass für das laufende dritte Quartal ein Umsatzrückgang von 5% im Vergleich zum zweiten erwartet werde. Im vierten solle das Umsatzniveau vom zweiten dann erreicht werden. Wegen der schwierigen US-Wirtschaftslage könnte diese Prognose aber verfehlt werden.
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