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Deutsche Bank AG

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank kaufen


08.02.01 00:00
BfG Bank

Die Deutsche Bank (WKN 514000) hat nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr den Jahresüberschuss auf den Rekordwert von 4,95 Mrd. € mehr als verdoppelt (+ 102 %), so die Analysten der BfG-Bank.

Neben der guten Entwicklung im operativen Geschäft, das Zuwächse von 42 % auf 11,5 Mrd. € beim Provisionsüberschuss sowie von 52% auf 6,9 Mrd. € beim Handelsergebnis gebracht habe, hätte hierzu auch der Verkauf der Allianz﷓Anteile beigetragen. Dieser habe zu einer Steigerung des Ergebnisses aus Finanzanlagen um 55 % auf 3,1 Mrd. € geführt. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern ohne Goodwill-Abschreibungen verbessere sich von 22 % in 1999 auf 32,4 %. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie ohne Goodwill-Abschreibungen sei um 86 % auf 9,02 € gestiegen und übertreffe die Analystenschätzung von 8,80 €. Aufgrund des hervorragenden Ergebnisses solle die Dividende von 1,15 € auf 1,30 € pro Aktie erhöht werden.

Einen Schatten auf den glänzenden Jahresabschluss der Deutschen Bank habe der kräftige Anstieg des Verwaltungsaufwands von 34 % auf über 21 Mrd. € geworfen. Mit der neu geschaffenen Position eines Chief Operating Officer wolle sich das Institut zukünftig einer strengeren Kostendisziplin unterwerfen. Mit einem Anteil von rd. 59 % am gesamten Gewinn vor Steuern von 6,73 Mrd. € trage insbesondere der Unternehmensbereich Globale Unternehmen und Institutionen zu dem Rekordergebnis bei. Das stärkste Wachstum mit 356 % habe der Bereich Geschäfts﷓ und Privatkunden erzielt.

Nach nur drei Jahren habe sich die Deutsche Bank erneut eine neue Konzernstruktur verpasst. Hauptmotiv für die Restrukturierung sei die stärkere Ausrichtung auf Kundengruppen, die zukünftig über eine bessere Ausschöpfung der Cross﷓Selling﷓Möglichkeiten die Basis für weiteres Wachstum bilden solle. Mittels der neuen Struktur sollten die Kunden in Zukunft einen besseren Zugriff auf die breite Produktpalette des Bankkonzerns haben.

Ab 1. Februar 2001 sei der Konzern in die beiden global agierenden, kundenorientierten Gruppen Corporate and Investmentbank (CIB) sowie Private Clients and Asset Management (PCAM) mit jeweils drei Geschäftsbereichen aufgeteilt. Darüber befinde sich das Dach der „virtuellen Holding". CIB umfasse die Geschäftsbereiche Sales & Trading, Corporate Finance und Transaction Banking. Betreut würden zukünftig Unternehmen und Institutionen vom Mittelstand bis hin zu multinationalen Konzernen. Durch die Verzahnung sollten auf Basis des bestehenden Kundenstamms die Cross﷓Selling Aktivitäten mit Kapitalmarktprodukten und Transaction Banking Dienstleistungen ausgeweitet werden.

PCAM beinhalte die Geschäftsbereiche Personal Banking, Private Banking und Asset Management. Für das einstmals ungeliebte Privatkundengeschäft sowie für das Vermögensverwaltungsgeschäft werde in Zukunft das stärkste Wachstum erwartet. Der Gewinn vor Steuern solle in diesem Bereich in den nächsten drei Jahren kumuliert um mehr als 30 % p.a. zulegen und damit dreimal so stark wachsen wie die andere große Organisationseinheit CIB (Investment Banking, Firmenkunden), für die eine Wachstumsrate des Gewinns vor Steuern von größer als 10% im gleichen Zeitraum 20012003 erwartet werde.

Von der neuen Konzernorganisation würden bis 2003 Synergien von 1,5 Mrd. € erwartet. Demgegenüber stehe ein Einmalaufwand von insgesamt 500 Mio. € für die Restrukturierung, der in diesem und im nächsten Jahr anfallen werde. Im Rahmen der Neustrukturierung sollten im Konzern 2.600 Stellen abgebaut werden, davon etwa die Hälfte im Inland.

Mit der neuen Struktur habe sich die Deutsche Bank auch neue Konzernziele gesetzt. Geplant sei, den Gewinn pro Aktie in den nächsten drei Jahren um mehr als 15 % zu steigern. Bis 2003 solle die Eigenkapitalrendite nach Steuern mindestens 15 % p.a. betragen. Grundlage für die Berechnung der Ergebnisziele würden allein die zukünftigen operativen Erträge sein. Etwaige Erträge aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen sollten bei der Berechnung der Ergebnis﷓ und Renditekennzahlen unberücksichtigt bleiben.

Der Hauptertragsbringer im vergangenen Jahr, der Unternehmensbereich Globale Unternehmen und Institutionen, werde im laufenden Jahr angesichts der schon erreichten hohen Ertragsdimensionen sowie eines schwierigeren Kapitalmarktumfelds voraussichtlich nur noch langsamer wachsen. Im Investment Banking zähle die Deutsche Bank inzwischen zu den global führenden Instituten. Größere Wachstumsschübe in diesem Bereich seien in Zukunft aber kaum noch zu erwarten.

Demgegenüber werde zukünftig in der neu geschaffenen Konzerngruppe PCAM stärkeres Ertragswachstum erwartet. Insbesondere über eine bessere Ausschöpfung der Cross﷓Selling Möglichkeiten im Privatkundengeschäft solle Wachstum generiert werden. Den Kunden sollten zukünftig mehrere Produkte (insbesondere Kapitalmarktprodukte) aus einer Hand angeboten werden. Mittel﷓ bis langfristig solle sich der Bereich PCAM zum zweiten Standbein neben dem Investment Banking entwickeln. Von der Ertragshöhe bleibe diese Konzerneinheit mit einem zusammengefassten Gewinn vor Steuern von rd. 1,6 Mrd. € derzeit aber noch weit hinter dem Investment Banking (Gewinn vor Steuern von rd. 4 Mrd. €) zurück.

Die gedämpften operativen Aussichten für das Investment Banking bei weiter hohem Kostenauftrieb hätten einen Kursrückgang der Deutschen-Bank-Aktie ausgelöst. Aufgrund der starken Marktstellung und der neuen Konzernorganisation würden auch in 2001 eine Ergebnissteigerung für möglich gehalten. Das Kursziel liege bei 120 €.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher kaufen.





 
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