Deutsche Post günstig bewertet
30.06.05 11:54
BörseGo
Die Experten von "BörseGo" halten in ihrem aktuellen "Tec-Report" die Aktie der Deutschen Post für günstig bewertet.
Bisher dürfen Briefe bis zu einem Gewicht von 100 Gramm ausschließlich von der Deutschen Post zugestellt werden. Dieses Monopol falle ab 2008 weg. Da derzeit rund 60 Prozent der Gewinn aus dem Briefgeschäft stammen würden, sei es von enormer Bedeutung, wie sich das ehemalige Staatsunternehmen auf diese einschneidende Veränderung einstelle. Skeptiker würden schätzen, dass die Deutsche Post bis zu 20 Prozent Marktanteil verlieren könnte. Diese Befürchtung scheine jedoch übertrieben, wie das Beispiel Schweden unterstreiche: Dort sei der Marktanteil der Post nach der Liberalisierung nur um wenige Prozentpunkte gesunken und halte sich seitdem stabil.
Auf den Wegfall des Monopols reagiere man durch eine Flexibilisierung der Kosten. Ein Großteil der Fahrerstellen seien ausgelagert worden. Außerdem treibe man die Internationalisierung des Briefgeschäfts voran. So sei man seit kurzem auch auf dem französischen Markt vertreten. In Spanien und den Niederlanden arbeite man bereits profitabel.
In Deutschland teste man ab September ein neues Konzept. An 300 Standorten richte man mit Partnern aus dem Einzelhandel Vertriebsstellen mit einem "schlanken" Basissortiment ein, das den Verkauf von Briefmarken oder Paketmarken enthalten solle, nicht aber wenig nachgefragte Dienstleistungen wie beispielsweise Nachnahmesendungen. Durch das neue, kostengünstige Vertriebsformat sollten auch bereits zur Schließung anstehende Standorte weiter erhalten bleiben.
Daneben baue die Deutsche Post auch den Logistikbereich aus. In der letzten Woche habe die Tochter DHL eine Erweiterung des Logistikstandorts in Staufenberg angekündigt. Dabei sollten rund 44 Millionen Euro in ein 50.000 Quadratmeter großes Multifunktions-Logistikzentrum investiert und ungefähr 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit der Errichtung des neuen Zentrums wolle man seine Logistikkapazitäten an die Kundenanforderungen nach integrierten Logistikdienstleistungen anpassen. Das neue Zentrum solle Anfang Oktober den Betrieb aufnehmen.
Das Sorgenkind der Logistiktochter sei unverändert der US-Markt, wo man vor gut zwei Jahren den Expressdienst Airborne aufgekauft habe. Außerdem habe man mit dem kostspieligen Aufbau eines Landnetzes begonnen, das mit zwei weiteren Stützpunkten an der West- und Ostküste vervollständigt werden solle. Ab dem vierten Quartal 2006 sollten alle drei Geschäftsfelder - der Paketdienst auf der Straße, der Luftexpressversand innerhalb der USA sowie der Expressversand aus den Vereinigten Staaten heraus - schwarze Zahlen schreiben.
Die Chancen, dass die Deutsche Post den Wegfalls gut meistern könne, stünden nicht schlecht. Zudem sei der DAX-Titel günstig bewertet. Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für das kommende Jahr betrage gerade einmal zehn. Hinzu eine Dividendenrendite von knapp drei Prozent.
Vor diesem Hintergrund überwiegen bei der Aktie der Deutschen Post klar die Chancen, so die Experten von "BörseGo".
Bisher dürfen Briefe bis zu einem Gewicht von 100 Gramm ausschließlich von der Deutschen Post zugestellt werden. Dieses Monopol falle ab 2008 weg. Da derzeit rund 60 Prozent der Gewinn aus dem Briefgeschäft stammen würden, sei es von enormer Bedeutung, wie sich das ehemalige Staatsunternehmen auf diese einschneidende Veränderung einstelle. Skeptiker würden schätzen, dass die Deutsche Post bis zu 20 Prozent Marktanteil verlieren könnte. Diese Befürchtung scheine jedoch übertrieben, wie das Beispiel Schweden unterstreiche: Dort sei der Marktanteil der Post nach der Liberalisierung nur um wenige Prozentpunkte gesunken und halte sich seitdem stabil.
Auf den Wegfall des Monopols reagiere man durch eine Flexibilisierung der Kosten. Ein Großteil der Fahrerstellen seien ausgelagert worden. Außerdem treibe man die Internationalisierung des Briefgeschäfts voran. So sei man seit kurzem auch auf dem französischen Markt vertreten. In Spanien und den Niederlanden arbeite man bereits profitabel.
Daneben baue die Deutsche Post auch den Logistikbereich aus. In der letzten Woche habe die Tochter DHL eine Erweiterung des Logistikstandorts in Staufenberg angekündigt. Dabei sollten rund 44 Millionen Euro in ein 50.000 Quadratmeter großes Multifunktions-Logistikzentrum investiert und ungefähr 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit der Errichtung des neuen Zentrums wolle man seine Logistikkapazitäten an die Kundenanforderungen nach integrierten Logistikdienstleistungen anpassen. Das neue Zentrum solle Anfang Oktober den Betrieb aufnehmen.
Das Sorgenkind der Logistiktochter sei unverändert der US-Markt, wo man vor gut zwei Jahren den Expressdienst Airborne aufgekauft habe. Außerdem habe man mit dem kostspieligen Aufbau eines Landnetzes begonnen, das mit zwei weiteren Stützpunkten an der West- und Ostküste vervollständigt werden solle. Ab dem vierten Quartal 2006 sollten alle drei Geschäftsfelder - der Paketdienst auf der Straße, der Luftexpressversand innerhalb der USA sowie der Expressversand aus den Vereinigten Staaten heraus - schwarze Zahlen schreiben.
Die Chancen, dass die Deutsche Post den Wegfalls gut meistern könne, stünden nicht schlecht. Zudem sei der DAX-Titel günstig bewertet. Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für das kommende Jahr betrage gerade einmal zehn. Hinzu eine Dividendenrendite von knapp drei Prozent.
Vor diesem Hintergrund überwiegen bei der Aktie der Deutschen Post klar die Chancen, so die Experten von "BörseGo".
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