Dollarkurs der Fall wird zum Sturz
19.05.03 13:56
BoersenMan.de
Der Dollarsturz geht ungebremst weiter, berichten die Experten von "BoersenMan.de"
Für einen Euro bekomme man heute am Devisenmarkt fast exakt genauso viel wie am 4. Januar 1999, nämlich 1 Dollar und 17 Cent. Am vergangenen Freitag habe der Wechselkurs noch unter 1 Dollar 16 gelegen, aber da habe auch US-Finanzminister John Snow noch nicht seine aktuelle Meinung zum Dollarkurs kundgetan.
Am Samstag, im französischen Deauville beim Treffen der sieben führenden Industrienationen, sei er gefragt worden, was denn die US-Regierung unter einem starken Dollar verstehe. Daraufhin habe Snow von Vertrauen gesprochen, dass eine Währung einen guten Wert repräsentieren würden, dass sie begeht und schwer zu fälschen sein solle. Die Antwort sei den Devisenhändlern etwas zu blumig gewesen, zumal er den Dollarverfall der letzten Wochen nur als moderat bezeichnet habe. Sie hätten Snows Worte so interpretiert, dass die US-Regierung nichts gegen eine weitere Abwertung des Dollars unternehmen werde.
Zusammen mit einer weiter gestiegenen Deflationsangst in den USA reiche das den Devisenhändlern, um den Dollar heute weiter in die Tiefe zu treiben. Den USA könne das derzeit nur recht sein, da US-Exporte dadurch billiger und Importe teurer würden und somit die heimische Wirtschaft gestärkt werde - allerdings auf Kosten der Handelspartner Japan und Europa. Deshalb könnte die Europäische Zentralbank bald gezwungen sein, die Zinsen zu senken. Damit würde der Euro wieder etwas weniger attraktiv für Anleger und könnte fallen - wenn es den Devisenmärkten denn gefalle. Darauf jedenfalls hoffe die Exportwirtschaft sehnsüchtig.
Für einen Euro bekomme man heute am Devisenmarkt fast exakt genauso viel wie am 4. Januar 1999, nämlich 1 Dollar und 17 Cent. Am vergangenen Freitag habe der Wechselkurs noch unter 1 Dollar 16 gelegen, aber da habe auch US-Finanzminister John Snow noch nicht seine aktuelle Meinung zum Dollarkurs kundgetan.
Am Samstag, im französischen Deauville beim Treffen der sieben führenden Industrienationen, sei er gefragt worden, was denn die US-Regierung unter einem starken Dollar verstehe. Daraufhin habe Snow von Vertrauen gesprochen, dass eine Währung einen guten Wert repräsentieren würden, dass sie begeht und schwer zu fälschen sein solle. Die Antwort sei den Devisenhändlern etwas zu blumig gewesen, zumal er den Dollarverfall der letzten Wochen nur als moderat bezeichnet habe. Sie hätten Snows Worte so interpretiert, dass die US-Regierung nichts gegen eine weitere Abwertung des Dollars unternehmen werde.
Zusammen mit einer weiter gestiegenen Deflationsangst in den USA reiche das den Devisenhändlern, um den Dollar heute weiter in die Tiefe zu treiben. Den USA könne das derzeit nur recht sein, da US-Exporte dadurch billiger und Importe teurer würden und somit die heimische Wirtschaft gestärkt werde - allerdings auf Kosten der Handelspartner Japan und Europa. Deshalb könnte die Europäische Zentralbank bald gezwungen sein, die Zinsen zu senken. Damit würde der Euro wieder etwas weniger attraktiv für Anleger und könnte fallen - wenn es den Devisenmärkten denn gefalle. Darauf jedenfalls hoffe die Exportwirtschaft sehnsüchtig.
