Dt. Aktienmarkt Kursimpulse
18.05.01 00:00
DG Bank
Den Analysten der DG Bank zufolge blieben am deutschen Aktienmarkt die erhofften Zinsimpulse in dieser Woche zunächst aus.
Habe die Zinssenkung der EZB in der Vorwoche wenigstens noch ein kurzes Strohfeuer entfacht, so sei der Zinsschritt der amerikanischen Notenbank in dieser Woche anfangs sogar als Belastung empfunden worden. Jedenfalls sei der DAX, der sich im Vorfeld der Fed-Sitzung wie paralysiert kaum von der Stelle bewegt hatte, nach der Notenbankentscheidung zeitweise wieder unter die Marke von 6.000 Punkten gerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Zurückzuführen sei dies weniger auf die Zinsentscheidung selbst gewesen als auf die begleitenden Kommentare von Greenspan, der einmal mehr die anhaltenden Konjunkturrisiken betont habe.
Für eine Erholung habe dann zwar die Trendwende am amerikanischen Aktienmarkt gesorgt, wo Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen die Konjunktursorgen schließlich doch in den Hintergrund gedrängt hätten und die Kurse nicht nur dort, sondern auch hier zu Lande deutlich hätten steigen lassen. Im Wochenvergleich seien die Kursgewinne am heimischen Markt im Vergleich zu den USA aber eher bescheiden gewesen.
Angesichts des dominierenden Kurseinflusses der amerikanischen Notenbankpolitik seien die Auswirkungen von Branchen- und Unternehmensnachrichten in dieser Woche recht begrenzt gewesen. Banken und Versicherungen würden zwar grundsätzlich als Nutznießer der neu von der Regierung verabschiedeten Pläne zur privaten Altersvorsorge gelten. In den Kursen habe sich dies bislang aber kaum ausgewirkt, zumal auch noch einige Unklarheiten hinsichtlich der Ausführungsmodalitäten bestünden.
Die Quartalsergebnisse von Linde und der Deutschen Post seien nicht berauschend ausgefallen, seien aber weitgehend im Rahmen der Erwartungen geblieben, so dass es nicht zu größeren Kursverlusten gekommen sei. Im DAX-Bereich habe auch noch die Deutsche Lufthansa Quartalszahlen vorgelegt, die aber größtenteils bereits bekannt gewesen seien. Im Vordergrund habe hier eher der anhaltende Pilotenstreik gestanden, der sich aber ebenfalls kaum negativ auf die Aktie ausgewirkt habe.
Auch am Neuen Markt hätten sich die Kurse zunehmend resistent gegenüber schlechten Nachrichten gezeigt. Beispiele hierfür seien die schwachen Quartalszahlen der beiden Online-Broker ConSors und Direkt Anlage Bank, die allerdings in beiden Fällen im Rahmen der skeptischen Markterwartungen geblieben seien. Enttäuschte Erwartungen würden allerdings weiterhin „abgestraft“, wie die Kursreaktion auf das Quartalsergebnis von SER gezeigt habe. Eine ganze Reihe positiver Unternehmensnachrichten habe es aus dem MDAX-Bereich, beispielsweise von Depfa, Beiersdorf, Gehe und Karstadt gegeben.
In der kommenden Woche dürfte vor allem die Tendenz der US-Börse die Kursentwicklung am heimischen Markt bestimmen. Setze sich dort der Aufschwung fort, so seien auch bei den deutschen Indizes weitere Kursgewinne in Sicht. Gelinge es dem DAX dabei, den charttechnischen Widerstand im Bereich von 6.230 Punkten zu überwinden, so könnte schnell die Indexmarke von 6.400 Zählern angepeilt werden. Für den Nemax-All-Share würde ein Ausbruch über die Marke von 1.910 Punkten zunächst Kurspotenzial bis 2.200 Punkte eröffnen.
Einige in der viel beachteten Indexfamilie von Morgan Stanley Capital International (MSCI) vertretenen Titel könnten allerdings von der geplanten Gewichtungsumstellung von der Marktkapitalisierung auf Streubesitz beeinflusst werden. Die Auswirkungen sollten am morgigen Samstag bekannt gegeben werden. Tendenziell belastende Effekte würden sich nach Meinung von Indexexperten besonders bei der Deutschen Telekom, Allianz und Münchener Rück, aber auch bei HypoVereinsbank, Dresdner Bank und Metro abzeichnen.
Habe die Zinssenkung der EZB in der Vorwoche wenigstens noch ein kurzes Strohfeuer entfacht, so sei der Zinsschritt der amerikanischen Notenbank in dieser Woche anfangs sogar als Belastung empfunden worden. Jedenfalls sei der DAX, der sich im Vorfeld der Fed-Sitzung wie paralysiert kaum von der Stelle bewegt hatte, nach der Notenbankentscheidung zeitweise wieder unter die Marke von 6.000 Punkten gerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Zurückzuführen sei dies weniger auf die Zinsentscheidung selbst gewesen als auf die begleitenden Kommentare von Greenspan, der einmal mehr die anhaltenden Konjunkturrisiken betont habe.
Für eine Erholung habe dann zwar die Trendwende am amerikanischen Aktienmarkt gesorgt, wo Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen die Konjunktursorgen schließlich doch in den Hintergrund gedrängt hätten und die Kurse nicht nur dort, sondern auch hier zu Lande deutlich hätten steigen lassen. Im Wochenvergleich seien die Kursgewinne am heimischen Markt im Vergleich zu den USA aber eher bescheiden gewesen.
Die Quartalsergebnisse von Linde und der Deutschen Post seien nicht berauschend ausgefallen, seien aber weitgehend im Rahmen der Erwartungen geblieben, so dass es nicht zu größeren Kursverlusten gekommen sei. Im DAX-Bereich habe auch noch die Deutsche Lufthansa Quartalszahlen vorgelegt, die aber größtenteils bereits bekannt gewesen seien. Im Vordergrund habe hier eher der anhaltende Pilotenstreik gestanden, der sich aber ebenfalls kaum negativ auf die Aktie ausgewirkt habe.
Auch am Neuen Markt hätten sich die Kurse zunehmend resistent gegenüber schlechten Nachrichten gezeigt. Beispiele hierfür seien die schwachen Quartalszahlen der beiden Online-Broker ConSors und Direkt Anlage Bank, die allerdings in beiden Fällen im Rahmen der skeptischen Markterwartungen geblieben seien. Enttäuschte Erwartungen würden allerdings weiterhin „abgestraft“, wie die Kursreaktion auf das Quartalsergebnis von SER gezeigt habe. Eine ganze Reihe positiver Unternehmensnachrichten habe es aus dem MDAX-Bereich, beispielsweise von Depfa, Beiersdorf, Gehe und Karstadt gegeben.
In der kommenden Woche dürfte vor allem die Tendenz der US-Börse die Kursentwicklung am heimischen Markt bestimmen. Setze sich dort der Aufschwung fort, so seien auch bei den deutschen Indizes weitere Kursgewinne in Sicht. Gelinge es dem DAX dabei, den charttechnischen Widerstand im Bereich von 6.230 Punkten zu überwinden, so könnte schnell die Indexmarke von 6.400 Zählern angepeilt werden. Für den Nemax-All-Share würde ein Ausbruch über die Marke von 1.910 Punkten zunächst Kurspotenzial bis 2.200 Punkte eröffnen.
Einige in der viel beachteten Indexfamilie von Morgan Stanley Capital International (MSCI) vertretenen Titel könnten allerdings von der geplanten Gewichtungsumstellung von der Marktkapitalisierung auf Streubesitz beeinflusst werden. Die Auswirkungen sollten am morgigen Samstag bekannt gegeben werden. Tendenziell belastende Effekte würden sich nach Meinung von Indexexperten besonders bei der Deutschen Telekom, Allianz und Münchener Rück, aber auch bei HypoVereinsbank, Dresdner Bank und Metro abzeichnen.
