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Do, 9. Februar 2023, 3:01 Uhr

Dürr

WKN: 556520 / ISIN: DE0005565204

Dürr MDAX-Aufstieg lockt


02.12.11 13:45
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" bewerten die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) unverändert mit dem Rating "kaufen".

Überall nur Pluszeichen, überall Rekorde. Beim schwäbischen Automobilzulieferer würden die Geschäfte so gut wie nie zuvor laufen. Im dritten Quartal habe Dürr den Vogel abgeschossen und einen Auftragseingang von 866 Millionen Euro eingefahren. Das seien sage und schreibe 140 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. "Das ist für uns ein absoluter Rekord", sage den Experten Finanzvorstand Ralph Heuwing im Hintergrundgespräch.

Die Schwaben hätten von einer riesigen Nachfrage in den Emerging Markets profitiert. "Neben Asien, Brasilien sind für uns Osteuropa und Nordamerika die stärksten Märkte". Und die Nachfrage dürfte sich laut dem CFO so schnell nicht abebben. "Die Stimmung in China ist positiv. Dort wird in die modernste Technik investiert. Wir können dort bisher keinen Rückgang der Nachfrage erkennen. Die krisenhafte Stimmung in Europa spüren wenn überhaupt nur minimal. In den USA und Europa müssen die Anlagen modernisiert werden. Das sorgt für Wachstum".

Das Geschäft von Dürr laufe so stark, dass der Vorstand die Prognose für 2011 schon mehrfach und signifikant habe anheben müssen. Der Auftragseingang solle sich im laufenden Turnus auf 2,5 Milliarden Euro belaufen. Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Zuwachs von strammen 50 Prozent. Zu Beginn des Jahres habe der Vorstand lediglich ein Plus beim Ordereingang von fünf Prozent erwartet. Für Q4 erwarte das Unternehmen einen Ordereingang von circa 400 Millionen Euro. "Der sequentielle Rückgang zu Q3 hat nichts mit einer Abschwächung zu tun, sondern ist die Folge eines überproportional starken Auftragseingangs im dritten Quartal".

Der Umsatz solle sich 2011 auf 1,8 Milliarden Euro belaufen. Die EBIT-Marge werde bei fünf Prozent erwartet. Operativ verdiene Dürr sodann 90 Millionen Euro. Gut möglich, dass die Vorgaben nochmals leicht übertroffen würden. Das Finanzergebnis beziffere Heuwing auf rund minus 18 Millionen Euro und die Steuerquote auf circa 25 Prozent. Netto dürften am Jahresende 54 Millionen Euro in der Kasse klingeln oder drei Euro je Aktie. Es handle sich hierbei um neue Rekorde. Vom Gewinn wolle das Unternehmen 30 bis 40 Prozent als Dividende ausschütten, sage der CFO. Eine Auszahlung von ein Euro je Anteilsschein wäre für das Rekordjahr ideal.

Der immense Ordereingang in diesem Jahr signalisiere für 2012 erneut starkes Wachstum. "Wir werden weiter wachsen und beim Umsatz die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten", prognostiziere Heuwing. Für 2013 habe das Unternehmen eine EBIT-Marge von sechs Prozent in Aussicht gestellt. Das könnte bereits ein Jahr früher erreicht werden. Der Finanzchef habe dies nicht bestätigen wollen. "Wir erwarten eine erneute Verbesserung der Margen. Ob es sechs Prozent im Gesamtjahr 2012 schon werden, weiß ich heute nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wir das Niveau zumindest in einem oder zwei Quartalen zeigen können". Der Gewinn dürfte 2012 sodann erneut deutlich ansteigen.

Unwahrscheinlich sei indes, dass Dürr gegenüber 2011 den Ordereingang nochmals steigern könne. "2011 war durchaus geprägt von Nachholeffekten, die sich 2012 nicht wiederholen lassen. Zudem haben wir im Laufe des Jahres zusätzliche Orders von 400 Millionen Euro erhalten, die unser Ziel von zwei Milliarden Euro deutlich gesprengt haben. Ich halte einen Auftragseingang im kommenden Jahr von rund zwei Milliarden Euro für realistisch. Das würde einem moderaten Rückgang entsprechen". Es handle sich hierbei jedoch immer noch um ein sehr üppiges Niveau. Ein Rückgang des Ordereingangs 2012 müsse übrigens nicht zwingend bedeuten, dass 2013 der Umsatz zurückgehe. "Aus heutiger Sicht könnte der Umsatz auch 2013 weiter wachsen, wobei eine Aussage aus heutiger Sicht noch sehr früh ist", ergänze Heuwing.

Dürr wolle in der Zukunft parallel zur Auto- und Flugindustrie, den Bereich Umwelttechnik forcieren. Die Einheit Clean Technology Systems solle in den nächsten Jahren mit drei bis fünf Zukäufen verstärkt werden. Die Objekte der Begierde würden zwischen fünf und 40 Millionen Euro umsetzen. Im Fokus stehe die industrielle Abwärmenutzung. "Energieeffizienz ist das Thema der Zukunft. Daran wollen wir partizipieren. Das ist nicht nur ein Thema für Europa, sondern auch für China, Indien und Brasilien", erkläre der CFO.

Mittelfristig könnte Dürr mit EBIT-Margen von jenseits der sechs Prozent wirtschaften. "Lassen Sie uns zunächst diese Zahl erreichen. Dann sprechen wir über neue Ziele", antworte den Experten Heuwing auf die Margenvorgaben nach 2013. Der Ausbau des Service-Geschäfts, technische Applikationen sowie die Umwelttechnik, sollte perspektivisch für weiteres Potenzial gut sein.

Die von den Experten im März 2009 und Anfang 2011, zu Kursen von über sieben Euro und mehr als 20 Euro, empfohlene Aktie befindet sich in einem astreinen Aufwärtstrend. Das Kursziel der Experten von 30 Euro sei inzwischen überschritten worden. Das Grundkapital von 17,4 Millionen Aktien repräsentiere einen Börsenwert von 570 Millionen Euro. Das KGV für 2011 liege bei elf und sinke 2012 auf neun. Damit sei der über 6.700 Mitarbeiter starke Betrieb alles andere als teuer. Die Dividendenrendite betrage rund drei Prozent. Aufgrund der gestiegenen Kapitalisierung und des inzwischen regen Handels in der Aktie, dürfte 2012 der Sprung in den MDAX gelingen. Das wäre die Belohnung für die sensationelle Entwicklung.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei jeder Schwäche unverändert zum Kauf der Dürr-Aktie. 2012 dürfte das Papier die Marke von 40 Euro erreichen. (Analyse vom 02.12.2011) (06.12.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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