ENRO nicht zeichnen
03.04.01 00:00
IPO-Reporter
Die Analysten von IPO-Reporter empfehlen derzeit die Aktien des Börsenaspiranten ENRO (WKN 549282) nicht zu zeichnen.
Mit der ENRO AG strebe ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich "regenerative Energie“ an die Börse. Die Holding-Gesellschaft ENRO AG habe sich dem EoS-Klimaschutz-Programm (Energie ohne Schadstoffe) verschrieben und verschiedene Projekte in Kooperation mit renommierten Partnern begonnen. Ziel des Klimaschutzprogramms sei es, die Emission schädlicher Treibhausgase jährlich um 1 Million Tonnen Kohlendioxid zu reduzieren. Hierzu sollten bestehende Anlagen umgerüstet oder neu ausgerichtet werden, in denen mit innovativen Technologien umweltverträgliche regenerative Energieträger eingesetzt würden. Diese sollten Erd- und Umweltwärme sowie bisher ungenutzte industrielle Abwärme für die Stromerzeugung nutzen. Ein weiteres Geschäftsfeld der ENRO AG sei die Wasserversorgung. In Kooperation mit der öffentlichen Hand oder renommierten Partnern sollten Probleme der Wasserversorgung gelöst werden. Für den ersten Zielmarkt Northern Province der Republik Südafrika sei das Konzept der Public-Private-Partnership for Water entwickelt worden. Hier solle die Trinkwasserversorgung ermöglicht werden.
In den letzten beiden Geschäftsjahren habe der Börsenaspirant deutliche Umsatzeinbußen wegen der Liberalisierung des deutschen Strommarktes und damit der Preisanpassung verbuchen müssen. Das Geschäftsjahr 2000 sei nach Angaben des Unternehmens geprägt gewesen von Umorganisationen, Anpassungen und Auswirkungen der Liberalisierung des deutschen Strommarktes. So sei der Konzernumsatz 1999 um 34,5% auf 16,721 Millionen DM gefallen. Im vergangenen Geschäftsjahr seien 14,4 Millionen DM umgesetzt worden. Dabei sei ein negatives EBIT von -4,4 Millionen DM erwirtschaftet worden. In den Vorjahren habe ENRO profitabel gearbeitet. Für 2001 werde mit einem Umatzanstieg um fast 100% auf 28,6 Millionen DM gerechnet. Dabei solle die Gewinnzone wieder erreicht werden. Den Angaben zufolge arbeite das Unternehmen schon jetzt wieder profitabel. 2002 werde mit einer erneuten Umsatzverdopplung auf 59,7 Millionen DM bei einem EBIT von 11,0 Millionen DM gerechnet. Bis 2004 solle der Umsatz auf 144 Millionen DM und das EBIT auf 29,1 Millionen DM wachsen. Dabei solle die EBIT-Marge von 10% in 2001 auf 27% in 2004 steigen.
Vor dem Hintergrund der knapper werdenden fossilen Energiequellen, der steigenden Energiepreise und des Treibhauseffektes erschließe ENRO mit dem EoS-Klimaschutz-Programm einen Zukunftsmarkt, auf den mittlerweile viele Unternehmen drängen würden. Durch politische Rahmenbedingungen und die Einspeisevergütungen sei ein gewisses Wachstum gewährleistet und kalkulierbar. Bis 2010 solle der Anteil regenerativer Energien am Strom auf 12% verdoppelt werden. Jedoch sei für IPO-Reporter fraglich, ob ENRO jährlich den Umsatz in etwa verdoppeln könne. Viele der Projekte seien noch "Zukunftsmusik“. Außerdem habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren im bisherigen Hauptgeschäft unter Umsatzeinbußen wegen der Liberalisierung des Strommarktes gelitten.
Fraglich sei ebenfalls, ob sich die geplanten Projekte, die mit dem Emissionserlös finanziert werden sollten, in der vorgegebenen Zeit realisieren lassen würden. Auf Basis des für 2002 angestrebten ambitionierten Gewinns ergebe sich ein KGV zwischen 13 und 15. Da die eigentlichen Geschäfte des Unternehmens noch Zukunftsvisionen seien und sich erst in der Planung befinden würden, rate IPO-Reporter von einer Zeichnung ab. Interessierte Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen die Projekte wie geplant realisieren und die ambitionierten Wachstumspläne auch einhalten könne.
Mit der ENRO AG strebe ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich "regenerative Energie“ an die Börse. Die Holding-Gesellschaft ENRO AG habe sich dem EoS-Klimaschutz-Programm (Energie ohne Schadstoffe) verschrieben und verschiedene Projekte in Kooperation mit renommierten Partnern begonnen. Ziel des Klimaschutzprogramms sei es, die Emission schädlicher Treibhausgase jährlich um 1 Million Tonnen Kohlendioxid zu reduzieren. Hierzu sollten bestehende Anlagen umgerüstet oder neu ausgerichtet werden, in denen mit innovativen Technologien umweltverträgliche regenerative Energieträger eingesetzt würden. Diese sollten Erd- und Umweltwärme sowie bisher ungenutzte industrielle Abwärme für die Stromerzeugung nutzen. Ein weiteres Geschäftsfeld der ENRO AG sei die Wasserversorgung. In Kooperation mit der öffentlichen Hand oder renommierten Partnern sollten Probleme der Wasserversorgung gelöst werden. Für den ersten Zielmarkt Northern Province der Republik Südafrika sei das Konzept der Public-Private-Partnership for Water entwickelt worden. Hier solle die Trinkwasserversorgung ermöglicht werden.
Vor dem Hintergrund der knapper werdenden fossilen Energiequellen, der steigenden Energiepreise und des Treibhauseffektes erschließe ENRO mit dem EoS-Klimaschutz-Programm einen Zukunftsmarkt, auf den mittlerweile viele Unternehmen drängen würden. Durch politische Rahmenbedingungen und die Einspeisevergütungen sei ein gewisses Wachstum gewährleistet und kalkulierbar. Bis 2010 solle der Anteil regenerativer Energien am Strom auf 12% verdoppelt werden. Jedoch sei für IPO-Reporter fraglich, ob ENRO jährlich den Umsatz in etwa verdoppeln könne. Viele der Projekte seien noch "Zukunftsmusik“. Außerdem habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren im bisherigen Hauptgeschäft unter Umsatzeinbußen wegen der Liberalisierung des Strommarktes gelitten.
Fraglich sei ebenfalls, ob sich die geplanten Projekte, die mit dem Emissionserlös finanziert werden sollten, in der vorgegebenen Zeit realisieren lassen würden. Auf Basis des für 2002 angestrebten ambitionierten Gewinns ergebe sich ein KGV zwischen 13 und 15. Da die eigentlichen Geschäfte des Unternehmens noch Zukunftsvisionen seien und sich erst in der Planung befinden würden, rate IPO-Reporter von einer Zeichnung ab. Interessierte Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen die Projekte wie geplant realisieren und die ambitionierten Wachstumspläne auch einhalten könne.
