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So, 26. April 2026, 21:39 Uhr

EZB standhaft


16.03.01 00:00
DG Bank

Während die US-Notenbank emsig das Ziel verfolgt, die Stimmung der Unternehmen und Konsumenten durch Zinssenkungen zu beschwichtigen, erweist sich die Europäische Zentralbank als Fels in der Brandung, so die Experten der DG Bank.

Die Leitzinsen seien erneut bei 4,75% bestätigt worden. Anzeichen für eine möglicherweise erste Zinssenkung seien rar. In der Tat habe die EZB wenig Gründe in Zeiten wie diesen, die Zinsen bereits wieder zu senken. Die Geldmengenexpansion befinde sich immer noch über dem Zielwert der Währungshüter, und die Inflationsraten wollten sich dem Ziel von 2% nicht so richtig schnell nähern.

Auch die ersten vorläufigen Verbraucherpreise für den März gäben wenig Anzeichen für einen schnellen Rückgang der Inflationsrate. Warum also nicht noch mit den Zinssenkungen ein wenig warten, wenn die Wirtschaft dieses Jahr, zumindest nach den eigenen Prognosen, robust mit einer Rate von etwa 3% wachsen werde. Die Argumentation klinge plausibel. Als Haken könnte sich jedoch erweisen, dass die Wirtschaft mit einer deutlich geringeren Dynamik wachse, insbesondere dann, wenn die Leitzinsen nicht gesenkt würden.

Wie schon mehrfach bekräftigt, sei der Außenhandel nicht die einzige Quelle, welche die kontraktiven Impulse der Weltwirtschaft auf Euroland übertrage. Neben den USA erfreuten sich auch die Japaner gerade mal wieder einer Wachstumsschwäche, die sich möglicherweise zu einer Bankenkrise ausweite.



 
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