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Fr, 17. April 2026, 8:16 Uhr

Ericsson AB B

WKN: 850001 / ISIN: SE0000108656

Ericsson halten


13.03.01 00:00
BfG Bank

Der führende schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (WKN 850001) hat seine Gewinnprognosen für das laufende Quartal zum wiederholten Mal deutlich gesenkt, so die Analysten der BfG-Bank.

Nachdem Ericsson zunächst für das 1. Quartal ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt habe, rechne der Konzern nunmehr mit einem Verlust vor Steuern zwischen 4 und 5 Mrd. Kronen (860 bis 1,1 Mrd. DM). Der Umsatz werde sich gemäß der Prognosen auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums bewegen, wobei das Umsatzvolumen auch leicht darunter liegen könne. Bislang sei der drittgrößte Handy-Hersteller und weltgrößte Netzwerk-Lieferant von einem Umsatzzuwachs von 15% ausgegangen. Die deutlich zurückgeschraubten Prognosen begründeten die Schweden in erster Linie mit der sich deutlich abschwächenden Konjunktur, die alle Geschäftsbereiche erfassen würde.

Insbesondere in den USA, wo Ericsson rund 25% seiner Umsätze generiere, habe sich das konjunkturelle Umfeld enorm verschlechtert. Aber auch in Westeuropa habe sich die Unsicherheit in ein rückläufiges Investitionsverhalten der Telekommunikationsunternehmen niedergeschlagen. Darüber hinaus verspüre Ericsson auch im Netzwerkgeschäft erheblichen Preisdruck, der die Margen des bisher wachstumsstarken Netzwerkgeschäftes erreiche. Größtes Sorgenkind von Ericsson sei dennoch die Handy-Sparte. Trotz hoher Investitionen in die Entwicklung neuer Mobilfunktelefone verliere der Konzern auch weiterhin Marktanteile an die europäischen Konkurrenten Siemens und Nokia.

Daher habe Ericsson bereits im Januar die Ausgliederung der Handy-Produktion an den amerikanischen Konzern Flextronics ankündigt. Bisher sei es den Schweden gelungen, die Verluste des Handy-Geschäftes mit den Erträgen aus dem Bereich Netzwerkinfrastruktur auszugleichen. Angesichts des schwächeren Geschäfts könne die Netzsparte jetzt die Verluste im Handygeschäft offensichtlich nicht mehr auffangen. Zwar rechne der Großteil der Analysten bei Ericsson mit Ergebnissen unter den bisherigen Prognosen, dennoch überrasche das Ausmaß die Marktteilnehmer und Ericsson habe, trotz des bereits deutlich ermäßigten Niveaus, Kursabschläge von 25% im späten New Yorker Handel hinnehmen müssen.

Ericsson reihe sich mit der Gewinnwarnung als eines der ersten europäischen Technologieunternehmen in die US-Vorgaben ein. Längerfristig biete die Wachstumsperle der Netzwerkausrüstungssparte weiterhin Phantasie, wobei in den nächsten 2 bis 3 Quartalen fundamental keine positiven Impulse zu erwarten seien. Hinsichtlich der europäischen Konkurrenten seien bisher keine Anzeichen für weitere Gewinnwarnungen erkennbar. Die Favoriten blieben Alcatel und Siemens. Nokia solle mit einem schwächeren Handy-Geschäft zu kämpfen haben.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher halten.





 
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