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Sa, 15. Mai 2021, 13:45 Uhr

Euro-Konjunktur verhalten


14.04.04 15:13
WGZ-Bank

Die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen wenig überzeugend aus, so die Analysten der WGZ-Bank.

Die Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor hätten keine weitere Verbesserung gezeigt. Zwar habe der Einkaufsmanagerindex für die Industrie in Euroland im März leicht auf 53,3 Punkte zulegen können. Der Index für den Dienstleistungssektor habe aber um 1,8 auf 54,4 Punkte nachgegeben. Damit würden beiden Indices ein moderates Wachstum im jeweiligen Sektor signalisieren; eine spürbare Zunahme der Wachstumsdynamik sei allerdings nicht zu erkennen. Die Industrieproduktion in Euroland dürfte sich nach Maßgabe der Einkaufsmanager in den nächsten Monaten aber weiter auf einem moderaten Expansionspfad bewegen.

Auf Ebene der nationalen Geschäftsklimaindices sei der Rückgang des ifo-Index aufgefallen. Das deutsche Stimmungsbarometer habe sich im März den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Die Gesamtindex sei um einen auf 95,4 Punkte gefallen. Er liege aber immer noch knapp über seinem langfristigen Durchschnitt. Das Minus sei im Wesentlichen auf die rückläufigen Geschäftserwartungen zurückzuführen gewesen. Angesichts der bislang schleppenden Konjunkturerholung stelle die Eintrübung der Erwartungskomponente eine gewisse Normalisierung der überzogenen Hoffnungen zum Jahreswechsel dar. In anderen EWU-Staaten wie Belgien, Frankreich und Italien habe sich die Stimmung im Unternehmenssektor dagegen leicht verbessert. In der Tendenz sei eine günstigere Beurteilung der Auftragslage - speziell bei den Exportaufträgen - festzustellen gewesen.