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Sa, 15. Mai 2021, 14:09 Uhr

Euro-Renten leicht verbessert


16.04.04 09:44
WGZ-Bank

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage präsentierten sich die europäischen Rentenmärkte gestern in einer etwas freundlicheren Verfassung, so die Analysten der WGZ-Bank.

Der Bund-Future habe den Handel mit einem Plus von 19 Ticks beendet. Damit würden die US-Konjunkturdaten gestern weitgehend ohne Wirkung auf europäische Rententitel bleiben. In den USA habe sich der Renditeanstieg dagegen den sechsten Tag in Folge fortgesetzt. Die mehrheitlich besser als erwartet ausgefallen Wirtschaftsdaten hätten insbesondere bei langen Laufzeiten auf die Anleihekurse gedrückt. Die Spekulationen über den Zeitpunkt der zinspolitischen Wende in den USA hätten sich allerdings wieder etwas beruhigt, nachdem sowohl FED-Direktoriumsmitglied Bernanke als auch US-Finanzminister Snow darauf hingewiesen hätten, dass die Inflation nach wie vor unter Kontrolle sei.

In den USA würden die regionalen Geschäftsklimaindices im April nach dem Rückgang im März wieder deutlicher nach oben weisen. Der New York FED Index sei von 25,3 auf 36,1 Punkte gestiegen. Der Index der Philadelphia FED habe um 8,3 auf 32,5 Punkte zugelegt. Für eine kleine Enttäuschung hätten dagegen die Erstanträge der Arbeitslosen gesorgt. Diese seien zum Teil bedingt durch die Osterwoche wieder um 30.000 auf 360.000 gestiegen. Dies sei der stärkste Anstieg seit über einem Jahr gewesen.

Zum Wochenschluss stehe noch einmal eine Reihe von Wirtschaftdaten an. Die Inflationsrate in Euroland dürfte im März bei 1,6% gelegen haben und damit die Prognose Eurostats bestätigen. Die Baubeginne in den USA dürften sich im März wieder leicht belebt haben. Sie lägen aber weiter klar unter den Höchstständen Ende des letzten Jahres. Die US-Industrieproduktion sollte auch im vergangenen Monat moderat zugelegt haben, wobei allerdings die kurzfristige Wachstumsdynamik zur Zeit hinter den Vorgaben des Einkaufsmanagerindex zurückbleibe. Die Kapazitätsauslastung sollte sich aufgrund der anhaltenden Belebung der Produktionstätigkeit weiter verbessert haben. Die Uni Michigan gebe heute das vorläufige Verbrauchervertrauen für April bekannt. Angesichts des jüngsten, unerwartet positiven Arbeitsmarktberichtes dürfte sich die Stimmung der Haushalte weiter leicht aufgehellt haben.

Die europäischen Rentenmärkte hätten heute kaum verändert eröffnet. Im Tagesverlauf könnte aber von Seiten der Konjunkturdaten erneut leichter Druck auf Rententitel ausgehen. Sowohl in den USA als auch in Euroland würden sich heute mehrere Notenbanker äußern. Dies könnte bezüglich der Zinserwartung am kurzen Marktende eine mäßigende Wirkung haben.