Euro-Rentenmarkt Seitwärtstrend
18.05.01 00:00
DG Bank
Im Euroland ist nach der Leitzzinssenkung der EZB Kritik an der Kommunikationspolitik der Zentralbank laut geworden, berichten die Analysten der DG Bank.
Auf der einen Seite sage die Zentralbank, dass der Überraschungseffekt geplant gewesen sei, da sie sich mit ihrer Zinspolitik nicht den Vorgaben der Märkte beugen möge. Damit verfolge sie längerfristig das Ziel, nicht auf Druck der Märkte reagieren zu müssen. Auf der anderen Seite habe sie jedoch die Möglichkeit, die Märkte zu beeinflussen, indem sie ihre Kommunikationspolitik so steuere, dass die Märkte genau die gewünschte Politik der EZB antizipieren würden.
Trotzdem habe die Zinssenkung dazu geführt, dass die Zinsstrukturkurve in Euroland steiler geworden sei. Die Analysten der DG Bank stellen sich die Frage stellen ob die Zinssenkung jedoch auch dazu geführt hat, die Angst einer Wachstumsabkühlung in Euroland zu mindern. Diese Frage sei nicht so leicht zu beantworten, da die wirtschaftliche Entwicklung in den zwölf Mitgliedsländern sehr unterschiedlich sei. Gerade die Konjunktur in den beiden größten Ländern, Deutschland und Frankreich, verlaufe nicht homogen. In Deutschland würden die Stimmungsindikatoren bereits lange auf eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums hinweisen, und auch die ersten realwirtschaftlichen Daten würden die Wirtschaftsabkühlung bestätigen.
In der kommenden Woche werde ein weiterer rückläufiger Wert des Ifo-Geschäftsklima- Index auf 92,6 erwartet. Dabei sei jedoch zu beachten, dass die Inflationsraten in Deutschland hoch bleiben würden. Die für die folgende Woche erwarteten Verbraucherpreise für Mai würden wahrscheinlich im Jahresvergleich die 3%-Marke überschreiten, da sich die Benzinpreise immer noch auf hohem Niveau halten würden.
In Frankreich sehe die Situation anders aus. Angetrieben durch die Konsumausgaben, sollte das BIP-Wachstum für das erste Quartal mit einem Wert von 0,7% Q/Q relativ gut ausfallen. Es werde erwartet, dass sich die Wirtschaftsabkühlung erst im zweiten Quartal mit nachlassenden realwirtschaftlichen Daten bemerkbar mache. Zudem seien die Inflationsraten in Frankreich nicht so hoch wie in Deutschland.
Die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung mache es für die EZB nicht leicht, eine adäquate Zinspolitik durchzuführen. Für die nächste Woche werde erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen unverändert lasse. Für die Bondmärkte bedeute dies, dass die Rendite im Zweijahresbereich um die 4,35% schwanken dürfte. Im längeren Laufzeitenbereich sollten sich der schwache Ifo-Geschäftsklima-Index und die hohen Inflationsraten ausgleichen, so dass sich die Rendite seitwärts bewegen werde.
Auf der einen Seite sage die Zentralbank, dass der Überraschungseffekt geplant gewesen sei, da sie sich mit ihrer Zinspolitik nicht den Vorgaben der Märkte beugen möge. Damit verfolge sie längerfristig das Ziel, nicht auf Druck der Märkte reagieren zu müssen. Auf der anderen Seite habe sie jedoch die Möglichkeit, die Märkte zu beeinflussen, indem sie ihre Kommunikationspolitik so steuere, dass die Märkte genau die gewünschte Politik der EZB antizipieren würden.
In der kommenden Woche werde ein weiterer rückläufiger Wert des Ifo-Geschäftsklima- Index auf 92,6 erwartet. Dabei sei jedoch zu beachten, dass die Inflationsraten in Deutschland hoch bleiben würden. Die für die folgende Woche erwarteten Verbraucherpreise für Mai würden wahrscheinlich im Jahresvergleich die 3%-Marke überschreiten, da sich die Benzinpreise immer noch auf hohem Niveau halten würden.
In Frankreich sehe die Situation anders aus. Angetrieben durch die Konsumausgaben, sollte das BIP-Wachstum für das erste Quartal mit einem Wert von 0,7% Q/Q relativ gut ausfallen. Es werde erwartet, dass sich die Wirtschaftsabkühlung erst im zweiten Quartal mit nachlassenden realwirtschaftlichen Daten bemerkbar mache. Zudem seien die Inflationsraten in Frankreich nicht so hoch wie in Deutschland.
Die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung mache es für die EZB nicht leicht, eine adäquate Zinspolitik durchzuführen. Für die nächste Woche werde erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen unverändert lasse. Für die Bondmärkte bedeute dies, dass die Rendite im Zweijahresbereich um die 4,35% schwanken dürfte. Im längeren Laufzeitenbereich sollten sich der schwache Ifo-Geschäftsklima-Index und die hohen Inflationsraten ausgleichen, so dass sich die Rendite seitwärts bewegen werde.
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