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Fr, 17. April 2026, 15:50 Uhr

Euro auf Höhenflug


17.08.01 14:49
GZ-Bank

In der vergangenen Woche setzte der Euro seine Aufwertung auf beeindruckende Weise fort, so die Analysten der GZ-Bank.

Gegenüber dem US-Dollar habe die Gemeinschaftswährung ein Fünf-Monatshoch erreicht. Zunehmend mache sich Skepsis gegenüber dem Greenback breit; von einer Euro-Begeisterung sei dagegen weiter wenig zu spüren. Hätten bis vor kurzem ungünstige Konjunkturdaten zu den Vereinigten Staaten dem US-Dollar nur wenig anhaben können, so scheine nun umgekehrt der Euro verhältnismäßig resistent gegen selbst positive US-Nachrichten.

Das jüngste Beige Book der Fed habe noch nachgewirkt, da habe der IWF bereits vor den Gefahren des immensen US-Leistungsbilanzdefizits gewarnt. Dieses werde zur Zeit noch durch hohe Kapitalzuflüsse in die Vereinigten Staaten finanziert, die aber bei einer weiteren Abschwächung der dortigen Konjunktur auszubleiben drohten. Dies könnte zu einer regelrechten Flucht aus dem US-Dollar führen. Nicht nur der Index der Philadelphia Federal Reserve, ein Frühindikator für das Geschäftsklima, sei unerwartet schwach ausgefallen, auch die niedrige Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe habe im historischen Vergleich ihresgleichen gesucht. Die Fed möge sich bereits in dieser Woche veranlasst sehen, ihre Leitzinsen weiter zurückzunehmen.

Bei Kursen des Bund-Futures von mehr als 109 werde die Luft für weitere Kursgewinne dünner. Am kurzen Ende wirke die Aussicht auf weitere EZB-Leitzinssenkungen noch unterstützend. Am langen Ende könnten die Märkte aber bald schon wieder eine Stabilisierung der Konjunktur vorwegnehmen. Möge auch diese Erwartung verfrüht sein: Das Rückschlagspotenzial schätzen die Analysten der GZ-Bank AG am langen Ende höher ein. Sie bleiben bei ihrer Empfehlung an den Investor, keine Duration über Benchmark zu wählen, sondern mittlere Laufzeiten zu bevorzugen.



 
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