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Mi, 28. Februar 2024, 11:25 Uhr

Gerry Weber

WKN: 330410 / ISIN: DE0003304101

GERRY WEBER wird Prognose nochmal erhöht?


20.12.10 10:46
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten Anlegern, die Aktie von GERRY WEBER an schwachen Tagen weiterhin zu kaufen.

Die erneute Kaufempfehlung der Experten für den Modehersteller aus Ostwestfalen Anfang September bei Kursen um 24 Euro habe sich in den letzten Wochen fantastisch entwickelt. Fast täglich erklimme das Papier neue Höchstkurse. Aktuell koste ein Anteilsschein 37,50 Euro. In gut drei Monaten habe sich die Aktie sodann um mehr als 50 Prozent verteuert.

Das Schöne: Die Entwicklung sei dank eines äußerst starken operativen Geschäfts untermauert. Wie Vorstandschef Gerhard Weber den Experten in einem Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, würden die Geschäfte wie am Schnürchen laufen. "Unsere Entwicklung ist sehr robust und wir erfahren zudem eine starke Durchdringung bei unserer Internationalisierungsstrategie. Dass wir so schnell, solch einen starken Erfolg haben, hat selbst mich etwas überrascht", sage Weber.

GERRY WEBER ernte die Früchte der letzten Jahre, in denen der CEO den Betrieb modernisiert und auf Profit getrimmt habe. Dazu würden insbesondere eine Verjüngung und eine Verkleinerung der Kollektionen der verschiedenen Marken in der Gruppe zählen. Für den Erfolg bei der Damenwelt sei unter anderem die große Bandbreite der Konfektionsgröße von 34 bis 48 in allen Kollektionen verantwortlich.

Für das Wirtschafsjahr 2010/2011 per Ende Oktober zeige sich der Firmenchef optimistisch den Umsatz zweistellig zu steigern und die EBIT-Marge weiter zu verbessern. Der Auftragszuwachs für die vierte Kollektion im Frühjahr/Sommer 2011 habe bei knapp 23 Prozent gelegen. Aufgrund der starken Performance habe Weber die Ziele für dieses Wirtschaftsjahr angehoben und er erwarte einen Umsatz von 685 Millionen anstatt 660 Millionen Euro.

Die Experten würden davon ausgehen, dass der Konzern die Ziele erneut anheben müsse und in 2010/2011 einen Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro erwirtschafte. "Wir haben einen sehr guten Lauf. Ich schließe das nicht aus, wobei das Jahr noch sehr jung ist." Für das Vorjahr dürfte der Konzern nach der Einschätzung der Experten die eigenen Erwartungen eines Umsatzes von 620 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von 13 Prozent mindestens erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen haben.

Die EBIT-Marge dürfte sich im neuen Turnus nunmehr auf mindestens 14 Prozent erhöhen. "Dafür bin ich ebenfalls zuversichtlich und unser Margenziel von 15 Prozent liegt damit in greifbarer Nähe", ergänze Weber. Die EBIT-Marge könnte sich mittelfristig noch weiter verbessern. "Unsere Margenentwicklung ist erfreulich. Und mit unserem Ziel von 15 Prozent arbeiten wir bereits mit guten Renditen. Ein bis zwei Prozentpunkte nach oben sind sicherlich noch möglich, aber darüber hinaus wird es schwer."

Weber setze voll auf organisches Wachstum. "Solange ich als Vorstandsvorsitzender das Zepter in der Hand halte, kann ich Akquisitionen ausschließen und halte nichts davon Marken zu kaufen. Ich bekomme laufend Angebote auf den Tisch, aber abschließend ist mein Urteil immer dasselbe: Das können wir selbst. Und warum sollten wir zukaufen? Unser Potenzial in der Damenmode auf der Welt ist noch immens. Wir wollen lieber den ausländischen Markt aufrollen", erkläre der CEO.

Selbst in den USA komme die Mode bestens an. "Unser Einstieg über Partner in Amerika entwickelt sich sehr gut. Aktuell agieren wir nur über Partner. Mittelfristig sind eigene Stores aber denkbar." Optional könnte das Unternehmen mittelfristig in das Geschäft mit Herrenkollektionen einsteigen. "Ein reizvolles Thema. Aber derzeit nicht ganz oben auf unserer Prioritätenliste."

Dank der starken Kursentwicklung und der Zunahme der Handelsumsätze habe die Aktie beste Chancen im kommenden Jahr in den MDAX aufzusteigen. "Das ist unser Ziel noch während meiner Amtszeit bis 2013." Wie von den Experten bereits Anfang September geschildert, werde das Unternehmen dazu die Aktien aus dem eigenen Bestand verkaufen, um den Freefloat zu erhöhen.

Rund 2,3 Millionen Aktien oder knapp zehn Prozent des Grundkapitals hätten im Eigenbesitz gelegen, die im Schnitt zu 18 Euro gekauft worden seien. "Wir haben einen Teil dieser Aktien inzwischen am Markt platziert und halten noch knapp fünf Prozent. Diesen Anteil wollen wir in den nächsten Wochen ebenfalls verkaufen." Unterstelle man einen durchschnittlichen Verkauf der Papiere zu 34 Euro, erhalte die Firma aus der Transaktion knapp 80 Millionen Euro. Die Anschaffungskosten hätten bei rund 40 Millionen Euro gelegen.

Von dem üppigen Gewinn mit eigenen Aktien werde Weber allerdings keine Sonderdividende zahlen. "Wir nutzen das Geld um noch schneller Gas zu geben und beabsichtigen in großen Metropolen vereinzelt die Immobilie unserer eigenen Läden zu kaufen, anstatt sie zu mieten", kündige Weber an.

Unterstelle man für das neue Wirtschaftsjahr einen Umsatz von 720 Millionen Euro und eine EBIT-Marge, verdiene der Schneider aus Ostwestfalen operativ rund 100 Millionen Euro. Netto dürften circa 65 Millionen Euro in der Kasse klingeln oder über 2,80 Euro je Aktie. Das KGV sei trotz dem starken Kursanstieg mit 13 immer noch attraktiv und die Dividendenrendite betrage rund drei Prozent.

Die Aktie von GERRY WEBER bleibt auf der Überholspur und ist nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" mindestens eine Halteposition, wenn nicht sogar an schwachen Tagen weiter kaufenswert. Ihr Kursziel von 30 Euro sei längst überschritten worden. Auf Sicht von zwölf Monaten dürften Kurse von 45 bis 50 Euro drin sein. Das entspreche dann einem Börsenwert von mehr als eine Milliarde Euro. (Analyse vom 19.12.2010) (20.12.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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