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Fr, 17. April 2026, 16:19 Uhr

Gazprom ADR

WKN: 903276 / ISIN: US3682872078

Gazprom Hände weg


07.11.00 00:00
EM-Research

Das beinahe 300.000 Personen beschäftigende Unternehmen Gazprom (WKN 903276) betreibt das weltweit größte Gaspipelinenetz-über 25% der weltweiten Gasreserven sind in Gazproms Hand, berichten die Analysten von „EM-Research“.

Gazprom sei innerhalb Russlands ohne größere Konkurrenz für die Förderung und den Transport des Erdgases zuständig. Immer wichtiger werde allerdings der Export nach Europa, vor allem Deutschland, nicht nur weil hier mit fester Währung gezahlt werde. Neben den Hauptaktivitäten Gasförderung und Gastransport trete Gazprom russlandweit als Investor in Finanzinstituten, Medienunternehmen und anderen Firmen auf. Außerdem werde ein eigenes Telefonnetz betrieben. Zum Gesamtumsatz würden diese Aktivitäten aber nur gering beitragen. In 1999 habe die Förderung und der Verkauf von Gas 84% des Geschäftes ausgemacht, 5% seien auf den Transport entfallen und nur 11% seien von den genannten Nebenaktivitäten erzeugt worden.

Dem Management sei klar, dass weiteres Wachstum nur durch Kooperationen mit europäischen oder amerikanischen Großkonzernen möglich sei, daher arbeite man fieberhaft daran hierfür Zukunftsszenarien zu entwickeln.

Ein glückliches Händchen auf dem Weg zur Kontrolle des weltweiten Gasmarktes habe Gazprom mit der Mehrheitsübernahme des Raffinerie-Konzerns Siberian Urals Petrochemicals (Sibur) bewiesen. Gazprom habe seine bereits vorhanden Beteiligung von 18.5% auf 51% erhöht und damit habe man ebenfalls ein Bein auf dem Markt der Herstellung von Petroleumgas. Von Sibur würden 40% des gesamten russischen Marktes kontrolliert.

Der Bau einer Datenleitung entlang einer Pipeline durch Polen, die mit 2GBit Bandbreite ausgestattet Moskau mit Berlin verbinden solle, sei von den polnischen Behörden noch nicht genehmigt. Auch wenn dieses Projekt als sehr innovativ und zukunftsweisend angesehen werden könne, seien manch kritische Stimmen zu hören, die von fehlender Kompetenz und nicht angebrachten Expansionsdrangs des Managements sprechen würden.

Obwohl die meisten Meldunge positiv stimmen würden, komme es auch immer wieder zu Rückschlägen bei dem sich nach Westen hin öffnen wollenden Giganten. Stimmen, die behaupten würden, das sich bei der Teilprivatisierung Gazproms eine große Zahl wichtiger Politiker bereichert hätten und dies auch heute noch täten, würden sich häufen. Dadurch würden Kritiker bestätigt werden, nach dessen Auffassung die schlechte Ertragslage von Gazprom ausschließlich auf Missmanagement zurück zuführen sei.

Von einem Investment in Gazprom sollte, nach Einschätzung der Analysten, derzeit eher abgesehen werden, auch wenn es möglich sei, das auch dieser Wert im Zuge einer Rallye Kurssprünge verzeichnen könne.





 
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