Geberit "buy"
12.03.09 11:29
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Laager, Analyst von Vontobel Research, bewertet die Geberit-Aktie in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "buy".
Geberit habe die Umsatzzahlen dieses Jahr bereits veröffentlicht und die Analystenerwartungen mit einem organischen Wachstum von +3,2% und in LW auf CHF 2,455 Mrd. um 1,4% verfehlt. Daher stünden nun die Gewinnmargen im Vordergrund. Im Großen und Ganzen sei der Gewinnausweis leicht besser als erwartet. Das EBITDA habe in 2008 CHF 649 Mio. betragen (VontE CHF 638 Mio., Konsens CHF 640 Mio.), was 26,4% des Umsatzes entspreche. Die Marge sei somit um 70 Bp gesteigert worden und habe im Rahmen der Unternehmensvorgaben gelegen. Der Reingewinn von CHF 466 Mio. habe auf dem Vorjahresniveau gelegen (VontE CHF 445 Mio., Konsens CHF 446 Mio.), wobei sich der unerwartet tiefe Steuersatz von 18% (VontE 20,1%) positiv ausgewirkt habe.
Das Management habe sich für 2009 auf kein Finanzziel festgelegt.
Die Analysten würden daran erinnern, dass sich der Umsatz in den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich entwickelt habe: Wie erwartet, seien die Verkäufe in Spanien (-27,9), UK/Irland (-16,3%) und Italien (-15%) in Q4 merkbar zurückgegangen. Auf der positiven Seite hätten sich Deutschland, das nur um 6,4% (bzw. 2,5% in 08) nachgegeben habe, sowie die Schweiz (-2,1%), Österreich (+7,35) und sogar Osteuropa (+9,9%) verhältnismäßig gut gehalten. Insgesamt sei der Umsatz in Q4 in Europa um 3,5% zurückgegangen, und in Nord- und Südamerika um 8,1%.
Die EBITDA-Marge habe in Q4 19,2% betragen und damit um 270 Bp unter dem Q407 gelegen. Wenn man berücksichtige, dass die Margen in den letzten drei Monaten des GJ am schwächsten seien, könne man dies als recht gute Leistung betrachten. Nachdem der Umsatz in Q4 um 10,5% eingebrochen sei, sei zu erwarten gewesen, dass auch die Margen wegen der geringeren Hebelwirkung erheblich niedriger sein würden (VontE 16,9%). Die geringer als erwartet ausgefallene Steuerbelastung sei auf die deutsche Steuerreform zurückzuführen.
Das Management habe für das Jahr 2009 keine quantitative Vorschau abgegeben, es gehe jedoch davon aus, dass die Bautätigkeit erheblich nachlassen werde. Auch der Bereich Renovierungen werde dem Abwärtstrend nicht vollständig entkommen können.
Die "buy"-Empfehlung der Analysten basiere im Wesentlichen auf dem freien Cashflow (FCF), den Geberit trotz des Umsatzrückgangs weiterhin erwirtschaften könne. In ihren Schätzungen hätten die Analysten für 2009 bereits ein pessimistisches Szenario einkalkuliert. Der Umsatz dürfte 2009 um 8 bis 10% und 2010 um 2 bis 5% zurückgehen. Vor 2011 sei mit keiner Trendwende zu rechnen. Aufgrund der äußerst schlanken Kostenstruktur Geberits dürften sich die Auswirkungen auf die Margen indes in Grenzen halten. Ferner werde das Unternehmen wohl an der strikten Preispolitik festhalten und seine Wettbewerbsvorteile ausspielen können.
Die Analysten von Vontobel Research stufen die Aktie von Geberit mit dem Rating "buy" ein. Das Kursziel sehe man bei CHF 135. (Analyse vom 12.03.2009) (12.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Geberit habe die Umsatzzahlen dieses Jahr bereits veröffentlicht und die Analystenerwartungen mit einem organischen Wachstum von +3,2% und in LW auf CHF 2,455 Mrd. um 1,4% verfehlt. Daher stünden nun die Gewinnmargen im Vordergrund. Im Großen und Ganzen sei der Gewinnausweis leicht besser als erwartet. Das EBITDA habe in 2008 CHF 649 Mio. betragen (VontE CHF 638 Mio., Konsens CHF 640 Mio.), was 26,4% des Umsatzes entspreche. Die Marge sei somit um 70 Bp gesteigert worden und habe im Rahmen der Unternehmensvorgaben gelegen. Der Reingewinn von CHF 466 Mio. habe auf dem Vorjahresniveau gelegen (VontE CHF 445 Mio., Konsens CHF 446 Mio.), wobei sich der unerwartet tiefe Steuersatz von 18% (VontE 20,1%) positiv ausgewirkt habe.
Das Management habe sich für 2009 auf kein Finanzziel festgelegt.
Die Analysten würden daran erinnern, dass sich der Umsatz in den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich entwickelt habe: Wie erwartet, seien die Verkäufe in Spanien (-27,9), UK/Irland (-16,3%) und Italien (-15%) in Q4 merkbar zurückgegangen. Auf der positiven Seite hätten sich Deutschland, das nur um 6,4% (bzw. 2,5% in 08) nachgegeben habe, sowie die Schweiz (-2,1%), Österreich (+7,35) und sogar Osteuropa (+9,9%) verhältnismäßig gut gehalten. Insgesamt sei der Umsatz in Q4 in Europa um 3,5% zurückgegangen, und in Nord- und Südamerika um 8,1%.
Das Management habe für das Jahr 2009 keine quantitative Vorschau abgegeben, es gehe jedoch davon aus, dass die Bautätigkeit erheblich nachlassen werde. Auch der Bereich Renovierungen werde dem Abwärtstrend nicht vollständig entkommen können.
Die "buy"-Empfehlung der Analysten basiere im Wesentlichen auf dem freien Cashflow (FCF), den Geberit trotz des Umsatzrückgangs weiterhin erwirtschaften könne. In ihren Schätzungen hätten die Analysten für 2009 bereits ein pessimistisches Szenario einkalkuliert. Der Umsatz dürfte 2009 um 8 bis 10% und 2010 um 2 bis 5% zurückgehen. Vor 2011 sei mit keiner Trendwende zu rechnen. Aufgrund der äußerst schlanken Kostenstruktur Geberits dürften sich die Auswirkungen auf die Margen indes in Grenzen halten. Ferner werde das Unternehmen wohl an der strikten Preispolitik festhalten und seine Wettbewerbsvorteile ausspielen können.
Die Analysten von Vontobel Research stufen die Aktie von Geberit mit dem Rating "buy" ein. Das Kursziel sehe man bei CHF 135. (Analyse vom 12.03.2009) (12.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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