Gontard & MetallBank verkaufen
24.04.02 09:22
Nord LB
Die Analysten der Nord LB stufen die Aktien der Gontard & MetallBank (WKN 589050) mit "verkaufen" ein.
Die Gontard & MetallBank AG habe am 19.04.2002 in einer Ad hoc-Meldung nachbörslich veröffentlicht, dass aufgrund von Kursrückgängen und Insolvenzen bei den als Sicherheiten für Kredite hinterlegten Wertpapieren ein zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf in Höhe von rund EUR 25,0 Mio. bestehe. Dabei handele es sich im wesentlichen um Wertpapiere des insolventen Softwarehauses Heyde, des Medienunternehmens In-Motion sowie des Mehrheitsgesellschafters Gold-Zack AG.
Die Wertberichtigung solle im 2. Quartalsergebnis des laufenden Geschäftsjahres (per 31.03.2002) vollständig berücksichtigt werden, wodurch ein deutlicher Verlust entstanden sein dürfte (Zahlen würden per 06. Mai 2002 veröffentlicht). Da auch das operative Geschäft im 2. Quartal nach Unternehmensangaben nicht so positiv verlaufen sei wie im 1. Quartal, würden die Analysten mit einem Vorsteuerergebnis zum Halbjahr in Höhe von rund EUR -25,0 Mio. rechnen. Die Folge eines solchen Verlustes wäre eine erneute Reduzierung des Grundkapitals von derzeit EUR 49,3 Mio. auf unter EUR 30,0 Mio.
Das Ziel der Bank, bis zum 30.06.2002 die vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen geforderte Mindesteigenkapitalquote von 8% zu erreichen, erscheine nach Meinung der Analysten sehr schwierig. Die Gontard & MetallBank AG halte dennoch an dem Ziel fest, bis zum Sommer die geforderte Eigenkapitalquote zu erreichen. Zum einen sollten die Forderungen auf unter EUR 450,0 Mio. weiter reduziert werden (derzeit rd. EUR 500,0 Mio.), darüber hinaus beabsichtige die Bank eine erneute Kapitalerhöhung um nominal EUR 24,6 Mio. aus dem genehmigten Kapital bis zum 30.06.2002 durchzuführen. Hier befinde sich die Bank bereits in Gesprächen mit möglichen Investoren. Vorstellbar wäre, dass ein neuer strategischer Investor die gesamte Kapitalerhöhung zeichne und sich damit mit rund 1/3 an der Bank beteiligt.
Die Planzahlen der Analysten für die weitere Entwicklung der Gontard & MetallBank AG, seien nach den neusten Erkenntnissen nicht mehr realistisch. Unter Berücksichtigung des neuen Wertberichtigungsbedarfes erwarte man nunmehr für das laufende Jahr ein Operatives Ergebnis von EUR 19,4 Mio. (bisherige Planung: EUR 44,4 Mio.) und ein Ergebnis vor Steuern von EUR -20,8 Mio. (bisher: EUR 0,3 Mio.) Auch für das Geschäftsjahr 2002/2003 hätten die Analysten ihre Planungen nach unten reduziert. Man gehe nun nur noch von einem Vorsteuerergebnis von EUR 1,5 Mio. (bisher: EUR 11,4 Mio.) aus.
Seit der letzten Publikation im Februar 2002 habe sich der Kurs der Gontard & MetallBank-Aktie nochmals von EUR 1,00 auf aktuell EUR 0,78 reduziert. Im Februar 2002 seien die Analysten davon ausgegangen, dass das Kreditportfolio inkl. der vorhandenen Sicherheiten keine weiteren Wertberichtigungspotentiale mehr beinhalte. Leider seien diesbezüglich die Annahmen der Analysten zu optimistisch gewesen. Der erneute Wertberichtigungsbedarf, die zu geringe Eigenkapitalausstattung unterhalb der vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen geforderten 8%-Grenze und die dadurch zwingend erforderliche zweite Kapitalerhöhung innerhalb eines halben Jahres würden, zusätzlich zu der weiterhin vorhandenen Abhängigkeit vom Handelsergebnis, die derzeitigen Unsicherheiten bezüglich der Prognosen für die weitere Entwicklung der Gontard & MetallBank AG verdeutlichen.
Insbesondere eine zweite erfolgreiche Kapitalerhöhung innerhalb so kurzer Zeit (die letzte sei erst im Februar 2002 über EUR 15,3 Mio. gewesen) dürfte schwer durchzuführen sein, da bereits im Februar 2002 nur geringes Interesse von Seiten des Kapitalmarktes vorhanden gewesen sei und der Großaktionär Gold-Zack (halte rd. 45% an der Gontard & MetallBank AG) immer noch sein Engagement reduzieren wolle. Aufgrund der vorgenannten Aspekte sei ein Engagement in der Gontard & MetallBank-Aktie z.Z. nur als hoch spekulativ zu bezeichnen.
Die Analysten der Nord LB empfehlen daher konservativen Anlegern, die Gontard & MetallBank-Aktie zu verkaufen.
Die Gontard & MetallBank AG habe am 19.04.2002 in einer Ad hoc-Meldung nachbörslich veröffentlicht, dass aufgrund von Kursrückgängen und Insolvenzen bei den als Sicherheiten für Kredite hinterlegten Wertpapieren ein zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf in Höhe von rund EUR 25,0 Mio. bestehe. Dabei handele es sich im wesentlichen um Wertpapiere des insolventen Softwarehauses Heyde, des Medienunternehmens In-Motion sowie des Mehrheitsgesellschafters Gold-Zack AG.
Die Wertberichtigung solle im 2. Quartalsergebnis des laufenden Geschäftsjahres (per 31.03.2002) vollständig berücksichtigt werden, wodurch ein deutlicher Verlust entstanden sein dürfte (Zahlen würden per 06. Mai 2002 veröffentlicht). Da auch das operative Geschäft im 2. Quartal nach Unternehmensangaben nicht so positiv verlaufen sei wie im 1. Quartal, würden die Analysten mit einem Vorsteuerergebnis zum Halbjahr in Höhe von rund EUR -25,0 Mio. rechnen. Die Folge eines solchen Verlustes wäre eine erneute Reduzierung des Grundkapitals von derzeit EUR 49,3 Mio. auf unter EUR 30,0 Mio.
Die Planzahlen der Analysten für die weitere Entwicklung der Gontard & MetallBank AG, seien nach den neusten Erkenntnissen nicht mehr realistisch. Unter Berücksichtigung des neuen Wertberichtigungsbedarfes erwarte man nunmehr für das laufende Jahr ein Operatives Ergebnis von EUR 19,4 Mio. (bisherige Planung: EUR 44,4 Mio.) und ein Ergebnis vor Steuern von EUR -20,8 Mio. (bisher: EUR 0,3 Mio.) Auch für das Geschäftsjahr 2002/2003 hätten die Analysten ihre Planungen nach unten reduziert. Man gehe nun nur noch von einem Vorsteuerergebnis von EUR 1,5 Mio. (bisher: EUR 11,4 Mio.) aus.
Seit der letzten Publikation im Februar 2002 habe sich der Kurs der Gontard & MetallBank-Aktie nochmals von EUR 1,00 auf aktuell EUR 0,78 reduziert. Im Februar 2002 seien die Analysten davon ausgegangen, dass das Kreditportfolio inkl. der vorhandenen Sicherheiten keine weiteren Wertberichtigungspotentiale mehr beinhalte. Leider seien diesbezüglich die Annahmen der Analysten zu optimistisch gewesen. Der erneute Wertberichtigungsbedarf, die zu geringe Eigenkapitalausstattung unterhalb der vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen geforderten 8%-Grenze und die dadurch zwingend erforderliche zweite Kapitalerhöhung innerhalb eines halben Jahres würden, zusätzlich zu der weiterhin vorhandenen Abhängigkeit vom Handelsergebnis, die derzeitigen Unsicherheiten bezüglich der Prognosen für die weitere Entwicklung der Gontard & MetallBank AG verdeutlichen.
Insbesondere eine zweite erfolgreiche Kapitalerhöhung innerhalb so kurzer Zeit (die letzte sei erst im Februar 2002 über EUR 15,3 Mio. gewesen) dürfte schwer durchzuführen sein, da bereits im Februar 2002 nur geringes Interesse von Seiten des Kapitalmarktes vorhanden gewesen sei und der Großaktionär Gold-Zack (halte rd. 45% an der Gontard & MetallBank AG) immer noch sein Engagement reduzieren wolle. Aufgrund der vorgenannten Aspekte sei ein Engagement in der Gontard & MetallBank-Aktie z.Z. nur als hoch spekulativ zu bezeichnen.
Die Analysten der Nord LB empfehlen daher konservativen Anlegern, die Gontard & MetallBank-Aktie zu verkaufen.
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