Google Finger weg!
02.08.04 10:04
iWatch
Anleger sollten die Finger von der Google-Aktie (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY) lassen, so die Experten von "iWatch".
Man solle sich einmal vorstellen, man hätte vor fünf Jahren eine Geschäftsidee gehabt, ein paar Investoren ins Boot geholt und bis heute ein Unternehmen aufgebaut, dessen Wert auf rund 29 Mrd. US-Dollar geschätzt werde. Den beiden Gründern von Google sei genau dies gelungen.
1999 hätten sie eine Suchmaschine gegründet und mit einem Team von 10 Mitarbeitern eine neue Suchlogik erstellt, die schon bald sämtliche etablierten Suchmaschinen ins Abseits gedrängt habe. Altavista kenne heute kaum noch jemand. Inktomi sei von Yahoo! übernommen worden. Lycos, Excite, Infospace, Looksmart und wie sie alle hießen, würden heute keine wesentliche Rolle mehr spielen.
Nach dieser Erfolgsgeschichte gehe Google nun endlich an die Börse. Der Börsengang sei nach Auffassung der Experten nicht geeignet, Anleger an diesem Erfolg partizipieren zu lassen. Vielmehr werde versucht, Anlegern das Maximum aus der Tasche zu ziehen. Der IPO von Google sei inzwischen zu einem Beispiel dafür geworden, was man alles falsch machen könne.
Seit über einem halben Jahr warte die Anlegergemeinde begierig auf diesen IPO. Google habe keine Gelegenheit ausgelassen, zu beteuern, dass der Google-IPO im Sinne des Geschäftsmodells für die breite Masse attraktiv gestaltet werden solle. Es sei sogar ein Auktionsverfahren über eBay in Diskussion gewesen, womit sämtliche Brokerhäuser, die sich an diesem Giga-IPO eine goldene Nase verdienen würden, außen vor gelassen worden wären. Nun, von dem IPO über eBay sei keine Rede mehr.
Stattdessen wende man nun in Zusammenarbeit mit so ziemlich allen namhaften Brokerhäusern das Verfahren der "Dutch-Auction" an. Dieses Verfahren sei im Anleihenmarkt recht bekannt, im Aktienmarkt jedoch unüblich. Es gebe in diesem Verfahren jeder seine Zahlungsbereitschaft für die Aktien ab. Anschließend würden alle Bieter von oben herunter entsprechend ihres Gebotes die Aktien zu dem jeweils gebotenen Preis erhalten, bis alle Aktien verteilt seien. Diejenigen mit zu niedrigen Geboten würden leer ausgehen.
Dieses Verfahren sei lediglich dazu geeignet, für Google die Einnahmen durch das IPO-Verfahren zu steigern. Kleinanleger würden sowohl durch die Komplexität des Verfahrens als auch durch die vermutlich höheren Preise abgeschreckt. Ein Unternehmen, das seinen Erfolg der breiten Masse verdanke und mit einem Marktwert von 29 Mrd. US-Dollar belohnt werde, sollte sein Versprechen, den Kleinanlegern entgegen zu kommen, auf andere Weise gerecht werden.
Nun gut, wenn jedoch die lange Verzögerung, die Einschaltung der großen Brokerhäuser und das komplexe IPO-Verfahren Anleger noch nicht abgeschreckt haben sollte, dann versetze Google nun dem Verfahren noch den Dolchstoss, indem es den Preis je Aktie auf 108 bis 135 US-Dollar setze! Normalerweise würden Aktien für einen IPO auf ein Preisniveau von 10 bis 15 US-Dollar gesetzt - man gebe dann halt eher zehnmal so viele aus. Ein Emissionspreis über 100 US-Dollar jedoch schrecke jeden Kleinanleger, der mit kleiner Börse 50 oder 100 Aktien erwerben möchte.
Die Experten würden das Management von Google nicht kennen und könnten deren Versiertheit am Finanzmarkt nicht einschätzen. Für sie spreche, dass sie es ohne Börsengang geschafft hätten, finanzielle Mittel aufzutreiben, um Google zur größten Suchmaschine zu machen. Das Verhalten im IPO jedoch kratze kräftig am Image.
Wenn Die Experten von "iWatch" es positiv interpretieren wollen, so würden sie vermuten, dass Google absichtlich solche Hürden in den Weg legt, so dass letztlich nur institutionelle Anleger am IPO teilnehmen, um dann anschließend nach einem kräftigen Kursrutsch der Aktien die privaten Anleger einzuladen. Aber ein solches Vorgehen wäre mehr als windig und würde Google in der Finanzbranche ins Abseits stellen. Man vermute eher, dass die beiden Google-Gründer nicht mehr Herr ihres eigenen IPOs seien.
Die Experten von "iWatch" raten also Anlegern die Finger von der Google-Aktie zu lassen.
Man solle sich einmal vorstellen, man hätte vor fünf Jahren eine Geschäftsidee gehabt, ein paar Investoren ins Boot geholt und bis heute ein Unternehmen aufgebaut, dessen Wert auf rund 29 Mrd. US-Dollar geschätzt werde. Den beiden Gründern von Google sei genau dies gelungen.
1999 hätten sie eine Suchmaschine gegründet und mit einem Team von 10 Mitarbeitern eine neue Suchlogik erstellt, die schon bald sämtliche etablierten Suchmaschinen ins Abseits gedrängt habe. Altavista kenne heute kaum noch jemand. Inktomi sei von Yahoo! übernommen worden. Lycos, Excite, Infospace, Looksmart und wie sie alle hießen, würden heute keine wesentliche Rolle mehr spielen.
Nach dieser Erfolgsgeschichte gehe Google nun endlich an die Börse. Der Börsengang sei nach Auffassung der Experten nicht geeignet, Anleger an diesem Erfolg partizipieren zu lassen. Vielmehr werde versucht, Anlegern das Maximum aus der Tasche zu ziehen. Der IPO von Google sei inzwischen zu einem Beispiel dafür geworden, was man alles falsch machen könne.
Seit über einem halben Jahr warte die Anlegergemeinde begierig auf diesen IPO. Google habe keine Gelegenheit ausgelassen, zu beteuern, dass der Google-IPO im Sinne des Geschäftsmodells für die breite Masse attraktiv gestaltet werden solle. Es sei sogar ein Auktionsverfahren über eBay in Diskussion gewesen, womit sämtliche Brokerhäuser, die sich an diesem Giga-IPO eine goldene Nase verdienen würden, außen vor gelassen worden wären. Nun, von dem IPO über eBay sei keine Rede mehr.
Dieses Verfahren sei lediglich dazu geeignet, für Google die Einnahmen durch das IPO-Verfahren zu steigern. Kleinanleger würden sowohl durch die Komplexität des Verfahrens als auch durch die vermutlich höheren Preise abgeschreckt. Ein Unternehmen, das seinen Erfolg der breiten Masse verdanke und mit einem Marktwert von 29 Mrd. US-Dollar belohnt werde, sollte sein Versprechen, den Kleinanlegern entgegen zu kommen, auf andere Weise gerecht werden.
Nun gut, wenn jedoch die lange Verzögerung, die Einschaltung der großen Brokerhäuser und das komplexe IPO-Verfahren Anleger noch nicht abgeschreckt haben sollte, dann versetze Google nun dem Verfahren noch den Dolchstoss, indem es den Preis je Aktie auf 108 bis 135 US-Dollar setze! Normalerweise würden Aktien für einen IPO auf ein Preisniveau von 10 bis 15 US-Dollar gesetzt - man gebe dann halt eher zehnmal so viele aus. Ein Emissionspreis über 100 US-Dollar jedoch schrecke jeden Kleinanleger, der mit kleiner Börse 50 oder 100 Aktien erwerben möchte.
Die Experten würden das Management von Google nicht kennen und könnten deren Versiertheit am Finanzmarkt nicht einschätzen. Für sie spreche, dass sie es ohne Börsengang geschafft hätten, finanzielle Mittel aufzutreiben, um Google zur größten Suchmaschine zu machen. Das Verhalten im IPO jedoch kratze kräftig am Image.
Wenn Die Experten von "iWatch" es positiv interpretieren wollen, so würden sie vermuten, dass Google absichtlich solche Hürden in den Weg legt, so dass letztlich nur institutionelle Anleger am IPO teilnehmen, um dann anschließend nach einem kräftigen Kursrutsch der Aktien die privaten Anleger einzuladen. Aber ein solches Vorgehen wäre mehr als windig und würde Google in der Finanzbranche ins Abseits stellen. Man vermute eher, dass die beiden Google-Gründer nicht mehr Herr ihres eigenen IPOs seien.
Die Experten von "iWatch" raten also Anlegern die Finger von der Google-Aktie zu lassen.
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