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Fr, 24. April 2026, 2:58 Uhr

HSBC Holdings plc

WKN: 923893 / ISIN: GB0005405286

HSBC kaufen


07.08.08 09:46
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, rät zum Kauf der HSBC-Aktie.

Der Nettogewinn habe sich im ersten Halbjahr 2008 auf 7.722 Mio. USD belaufen, was einem Minus von 29% ggü. Vj. entsprochen habe. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 habe das Ergebnis um 6% nachgegeben.

Auf Spartenebene habe insbesondere "Personal Financial Services" einen signifikanten Ergebnisrückgang verbucht. Der Gewinn vor Steuern sei um 51% wegen einer deutlich höheren Risikovorsorge gesunken, die vornehmlich auf Ausfälle im US-Subprime-Segment zurückzuführen sei (Risikovorsorge: +58% ggü. Vj. auf 9.384 Mio. USD, davon 7.166 Mio. USD in den USA). Ohne den US-Anteil hätte die Sparte nicht zuletzt aufgrund der massiven Zuwächse in Asien, Lateinamerika und Europa lediglich einen Ergebnisrückgang von 8% verbucht.

Dank der insgesamt stabilen Kreditnachfrage sowie des verstärkten Absatzes von Beratungsdienstleistungen seien nahezu alle Ertragskomponenten angestiegen (Zinsüberschuss: +9% auf 15.217 Mio. USD; Provisionsergebnis: +2% auf 5.626 Mio. USD).

Positiv habe sich die Gewinnentwicklung im Bereich Commercial Banking dargestellt (Ergebnis vor Steuern: +35% ggü. Vj. auf 4.611 Mio. USD). Wie in der Konsumentenkreditfinanzierung hätten auch hier die Wachstumsregionen die höchsten Zuwächse erzielt (Hong Kong +14%; Asien & Pazifik: +61%; Lateinamerika: +17%). Die hohe Dynamik habe sich insbesondere bei der Kreditnachfrage (Kredite: +28% auf 238.116 Mio. USD) und bei den Kundenzahlen widergespiegelt (Kunden: +8% auf 2,9 Mio. Kunden).

Der Kapitalmarktsparte (Global Banking and Markets) habe erwartungsgemäß einen niedrigeren Gewinn ausgewiesen. Negative Wertanpassungen auf strukturierte Kredite in Höhe von 3,9 Mrd. USD hätten die Ergebnisrechnung belastet. Die US-Sparte des Segments habe dementsprechend einen Verlust von 1.625 Mio. USD erlitten (Vj.: +436 Mio. USD; H2 2007: -1.401 Mio. USD). Hong Kong (Vorsteuerergebnis: +11%), Asien & Pazifik (+81%) und Lateinamerika (+51%) hätten dagegen erneut kräftig zulegen können.

Im gehobenen Privatkundengeschäft (Private Banking, Ergebnis vor Steuern: +5% auf 822 Mio. USD) seien den Briten der Absatz höhermargiger Produkte sowie höhere verwaltete Vermögen zugute gekommen. Die Bank habe erneut positive Nettomittelzuflüsse generiert (14,5 Mrd. USD). Das verwaltete Vermögen habe mit 421 Mrd. USD deutlich über dem Vorjahresniveau (370 Mrd. USD) gelegen.

Die insgesamt vergleichsweise stabile, aber dennoch rückläufige Ergebnisentwicklung habe sich in der etwas höheren Kostenquote (51,0%%; Vj. 48,3%) und einer gesunkenen Eigenkapitalrendite nach Steuern (12,1%; Vj. 19,1%) gezeigt.

Die mittelfristigen Unternehmensziele (2009) der Bank würden eine Kostenquote zwischen 48% bis 52%, eine Tier 1-Quote zwischen 7,5% und 9,0% und eine Eigenkapitalrendite nach Steuern zwischen 15% bis 19% beinhalten. Zwar seien diese bereits in den vergangenen Jahren größtenteils erreicht worden. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise sei es jedoch schon sehr positiv, das erreichte Niveau halten zu können.

Mit Blick auf die überdurchschnittliche Finanzkraft und die breite Diversifizierung würden die Analysten die Ziele als erreichbar erachten. Hierfür spreche insbesondere der stetig wachsende Ergebnisanteil der Schwellenländer am Gesamtresultat. Aber auch in den gesättigteren Märkten profitiere HSBC von der starken Bilanz und könne Marktanteile hinzugewinnen. Das stark gebremste Wachstum in den USA sollte daher überkompensiert werden. Hier würden die Analysten für das laufende Jahr mit einem erneuten Anstieg der Risikovorsorge rechnen, was auf Konzernebene zu einem rückläufigen Nettogewinn (2008e: -15% ggü. Vj.) führen sollte. Eine leicht niedrigere Risikovorsorge und anhaltende Ertragssteigerungen in den Schwellenländern sollten jedoch bereits im kommenden Jahr wieder zu einem deutlichen Anstieg des Gewinns (+27%) führen. Das bereits im vergangenen Jahr durch hohe Kreditausfälle und Wertanpassungen massiv belastete Nettoergebnis sollte daher im Jahr 2009 leicht (+8%) übertroffen werden.

Zwar sei die HSBC-Aktie gemessen am KGV anderer Banken optisch nicht besonders günstig. Mit einem KGV 2009e von 9,8 sei die Aktie höher bewertet als der DJ STOXX Banken (KGV 2009e: etwa 8,7). Gleichwohl würden die Briten nicht zuletzt aufgrund der breiten Aufstellung eine deutlich stetigere Gewinnentwicklung als die Branche aufweisen. Gleichzeitig partizipiere die Bank am hohen Wachstum in den Schwellenländern. Die Analysten würden daher eine höhere Bewertung für gerechtfertigt halten. Die Dividendenrendite (2009e) von 5,3% auf Basis ihrer Schätzung sei ebenfalls als attraktiv zu bezeichnen.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser bestätigen die HSBC-Aktie auf der H&A-Research-Aktien-Select-Liste mit einem Kursziel von 1.005 GBp und empfehlen den Kauf. (Analyse vom 07.08.2008) (07.08.2008/ac/a/a)




 
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