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Hugo Boss Vz

WKN: 524553 / ISIN: DE0005245534

HUGO BOSS 350 Prozent Kursgewinn


08.12.10 10:32
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der HUGO BOSS-Aktie (ISIN DE0005245534 / WKN 524553, VZ) Gewinne mitzunehmen.

Mit der Aktie der HUGO BOSS AG sei den Experten ein Meisterstück gelungen. Ende März 2009 hätten sie den Marktteilnehmern die Anteilsscheine des Metzinger Schneiders zum Kauf empfohlen. Bei Kursen um 11 Euro hätten sie sodann zum Einstieg geraten, da die Aktie schlicht viel zu günstig bewertet gewesen sei und mit einer super Dividendenrendite von rund 13 Prozent gelockt habe. Nunmehr müssten Investoren für die Aktie über 48 Euro auf den Tisch blättern. Das sei grob das Rekordhoch. Wer somit der Kaufempfehlung der Experten vor 20 Monaten gefolgt sei, habe ein Kursplus von inzwischen 350 Prozent verbucht. Das sei spitze.

Zudem hätten die Experten bei der Firma auf eine interessante Parallele hingewiesen. Sie würden aus dem Bericht aus dem März 2009 zitieren: "Die jetzige Situation des Unternehmens erinnert uns an die Lage im Februar 2003. Im Vorfeld des Kriegs im Irak wollte keiner die Aktie haben. Sie notierte damals übrigens ebenfalls bei rund 11 Euro. Analysten waren überwiegend skeptisch, während wir das Papier zum Kauf empfohlen haben". Analog die Lage im März 2009. Im Februar 2003 hätten die Experten die Aktie ebenfalls fast zum absoluten Tief, auch bei Kursen um 11 Euro, zum Kauf empfohlen.

In den Folgejahren sei die Aktie dann analog auf fast 50 Euro marschiert, um dann in der Finanzkrise wieder komplett abzustürzen. Exakt auf dem Level des Allzeithochs würden die Anteilsscheine nun wieder notieren. Summa summarum hätten mit den Hinweisen der Experten zweimal bis zu 350 Prozent Kursgewinn eingestrichen werden können.

Eine besonders gute Kaufidee sei HUGO BOSS nun nicht mehr. Selbst vor der Tatsache, dass Firmenchef Claus-Dietrich Lahrs einen ganz guten Job mache. Sie werde sich kaum mehr verdoppeln und hänge nun im Wesentlichen an der Entwicklung des Gesamtmarktes. 2009 sei bei einem Umsatz von knapp 1,6 Milliarden Euro ein bereinigtes EBITDA von 270 Millionen Euro gezogen worden. Das EBIT habe 158 Millionen Euro erreicht und netto hätten in der Kasse 104 Millionen Euro geklingelt. Die EBIT-Marge habe bei rund zehn Prozent gelegen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 hätten die Schwaben unterm Strich rund 155 Millionen Euro, ein EBIT von 215 und ein bereinigtes EBITDA von 273 Millionen Euro verdient.

Die berichteten Ergebnisse aus 2009 seien nunmehr schon nach neun Monaten übertroffen worden. Auf über 16 Prozent habe sich die EBIT-Marge verbessert. Für das Gesamtjahr 2010 stelle Lahrs ein währungsbereinigtes Umsatzplus von fünf Prozent in Aussicht sowie ein Plus beim EBITDA von circa 20 Prozent. Bei Einnahmen von über 1,6 Milliarden Euro dürfte sich das bereinigte EBITDA auf mindestens 324 Millionen Euro belaufen. Das EBIT würden die Experten somit bei rund 260 Millionen Euro und die Marge bei knapp 16 Prozent erwarten. Unterm Strich dürften in diesem Jahr etwa 180 Millionen Euro in der Kasse klingeln. Für die im MDAX notierten Vorzüge errechne sich ein Gewinn je Aktie von gut 2,60 Euro. Als Dividende könnte Lahrs pro Anteilsschein 1,70 Euro springen lassen.

Im kommenden Jahr erwarte der CEO weiteres Wachstum. Der Umsatz könnte auf 1,8 Milliarden Euro wachsen und das EBITDA auf circa 350 Millionen Euro. Das EBIT würden die Experten auf rund 280 Millionen Euro und den Überschuss auf gut 200 Millionen Euro schätzen. Laut Lahrs sei es das Ziel, bis 2015 den Umsatz auf 2,5 Milliarden Euro zu erhöhen. Bei ihrem Gespräch im März 2009 habe der Firmenchef den Experten allerdings ein Umsatzniveau von 3 Milliarden Euro genannt. 500 Millionen Euro weniger. Geschenkt! Das EBITDA solle sich auf 500 Millionen Euro belaufen. Zwischendurch würden die Experten allerdings eine erneute Krise an den Finanzmärkten erwarten sodass die Entwicklung bis in fünf durchaus holprig werde.

An der Börse werde das Unternehmen derzeit mit rund 3,2 Milliarden Euro kapitalisiert. Das sei viel Holz für eine Modefirma mit harten Zyklen. Mit einer Bewertung des elffachen EBIT für 2011 sei die Aktie sodann auch kein Schnäppchen mehr. Wie beschrieben, sei HUGO BOSS auf aktuellem Kursniveau kein toller Kaufhinweis.

Die Experten von "TradeCentre.de" erwarten allenfalls eine marktkonforme Entwicklung der HUGO BOSS-Vorzugsaktie und raten ihren Lesern, die sensationellen Gewinne, übrigens noch komplett steuerfrei, da der Kauf 2009 erfolgte, nunmehr mitzunehmen. Möglicherweise gelinge ihnen bei der nächsten Krise an den Kapitalmärkten das Meisterstück ein drittes Mal und die Aktie werde irgendwann wieder zu 11 Euro zu haben sein. Denn die nächste Krise komme bestimmt wieder. Nur wisse keiner wann. (Analyse vom 08.12.2010) (08.12.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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