Hybridon spekulative Anfangsposition
18.02.02 11:56
BioTech-World
Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von BioTech-World die Aktien von Hybridon (ISIN 44860M801).
Die Hybridon Inc. sei ein klassischer Biotech-Smallcap im Bereich der Antisense-Forschung, mit Sitz in Cambridge (MA), der momentan noch nicht im Sensorenbereich vieler Investoren liege, da es kein Research-Sponsorship gebe und nur zu geringem Teil Institutionelle Investoren investiert seien. Das Unternehmen, 1989 gegründet, entwickele hauptsächlich fortgeschrittene Antisense-Wirkstoffe der zweiten Generation und biete mit seinen Technologielösungen aussichtsreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Hybridon fokussiere dabei die Forschung auf die Bereiche Krebs, Infektionskrankheiten und Asthma bzw. Allergien.
Die gute Positionierung des Unternehmens im Bereich der Antisense-Technologie (Nutzung synthetischer DNA um die Produktion krankheitsrelevanter Proteine auf zellulärer Ebene zu blocken) sei im Mai des vergangenen Jahres durch eine Überkreuzkooperation mit ISIS Pharmaceuticals unterstrichen worden. Bei dieser Kooperation würden sich beide Unternehmen Zugang zu bestimmten Technologien bzw. Patenten gewähren. Hybridon habe dadurch seine Cashsituation erheblich aufbessern können. Als Anfangszahlung habe Hybridon 15 Millionen US-Dollar in Cash und weitere 19,5 Millionen US-Dollar in Aktien erhalten, wo von bisher schon 15 Millionen US-Dollar ausgezahlt worden seien.
Die restlichen 4,5 Millionen US-Dollar in Aktien müssten innerhalb von drei Jahren an Hybridon überwiesen werden. Zusätzlich besitze man eine 35 Prozent Gewinnbeteiligung an Präparaten, die aus dem Abkommen entstehen und in der Zukunft vermarktet würden. Im Gegenzug müsse Hybridon insgesamt sechs Millionen US-Dollar in Cash oder Aktien in den nächsten drei Jahren für die Lizenzierung einiger Antisense-Patente von ISIS aufbringen. Die ISIS-Kooperation sei zu dem ein Beleg für den generell sehr guten Patentschutz der entwickelten Technologieapplikationen. Am Ende des vergangenen Jahres habe Hybridon über 400 weltweit zugelassene Patente besessen. Im Jahr 2001 seien insgesamt 74 US-Patente genehmigt worden und es seien zur Zeit noch weitere 64 Patentanmeldungen anhängig.
Der führende Antisense-Krebswirkstoff in Hybridons Pipeline heiße GEM 231 und ziele auf das Typ 1 Kinase A Protein. Bisher habe GEM 231in den verschieden Testphasen ein sehr gutes Sicherheitsprofil gezeigt und es hätten mehrere I/II-Phasen in den letzten Monaten erfolgreich abgeschlossen werden können. Hybridon wolle in diesem Jahr neben der Initiation der Phase-II bei stabilen Tumoren auch weitere I/II-Phasen in Verbindung mit anderen Antikrebswirkstoffen (u.a. mit Taxol) starten.
Neben den Antisense-Wirkstoffen gebe es noch zwei weitere vielversprechende Forschungsgebiete. Zum einem seien dies die sogenannten "Cyclicons", die neuartige synthetische DNA-Strukturen zur Identifizierung von Genfunktionen darstellen würden, die zur Target-Bestimmung und Präparatsentwicklung eingesetzt würden. Zum anderem forsche Hybridon an CpG-basierenden und immunstimulierenden Oligonucleotiden (IMOs), die vor allem als Co-Faktoren bei Vakzinierungen eingesetzt werden sollten. Momentan gebe es in diesem Bereich zehn Vorkooperationen mit anderen Unternehmen, die bei weiteren positiven Ergebnissen, wahrscheinlich zu festen Kooperationsverträgen ausgebaut würden. Ein IND-Antrag für den aktuell am weitesten entwickelten IMO-Wirkstoff werde für dieses Jahr erwartet.
Neben dem Bereich der Vakzinierung würden CpG ausgelöste Immunstimulationen auch einige wichtige therapeutische Bereiche wie die Gen- und Immuntherapie mit einbeziehen. Außer Hybridon würden noch drei weitere Firmen an diesem Bereich forschen: Coley Pharmaceuticals, Dynavax (beide nicht börsennotiert) und Inex Pharmaceuticals. Das dieser Bereich von den großen Pharmafirmen sehr geschätzt werde, zeige ein Kooperationsvertrag von Coley mit GlaxoSmithKline, der ein Volumen von bis zu 72 Millionen US-Dollar habe.
Die primäre Geschäftsstrategie ziele auf Royalties und Meilensteinzahlungen durch Technologiekooperationen und danach auf den Aufbau einer eigenen breiten Pipeline (Analog zur Medarex-Strategie im Antikörperbereich). Hybridon habe vor kurzer Zeit eine signifikante Umstrukturierung vorgenommen, bei der die Kapitalstruktur bereinigt worden sei. Besonders erwähnenswert sei hier die Reduzierung der Langzeitschulden von einem Hoch von 62 Millionen US-Dollar im September 1997 unter 1,7 Millionen US-Dollar Ende 2001! Der Cashbestand habe zum 31. Dezember 01 bei ca. 34,5 Millionen US-Dollar gelegen und werde die Forschungskosten für die nächsten zwei bis drei Jahre decken. Nach der aktuellen Marktkapitalisierung bewerte der Markt Hybridons Technologie mit weniger als 40 Millionen US-Dollar, was als zu gering erscheine.
Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von BioTech-World zu einer spekulativen Anfangsposition in Hybridon.
Die Hybridon Inc. sei ein klassischer Biotech-Smallcap im Bereich der Antisense-Forschung, mit Sitz in Cambridge (MA), der momentan noch nicht im Sensorenbereich vieler Investoren liege, da es kein Research-Sponsorship gebe und nur zu geringem Teil Institutionelle Investoren investiert seien. Das Unternehmen, 1989 gegründet, entwickele hauptsächlich fortgeschrittene Antisense-Wirkstoffe der zweiten Generation und biete mit seinen Technologielösungen aussichtsreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Hybridon fokussiere dabei die Forschung auf die Bereiche Krebs, Infektionskrankheiten und Asthma bzw. Allergien.
Die gute Positionierung des Unternehmens im Bereich der Antisense-Technologie (Nutzung synthetischer DNA um die Produktion krankheitsrelevanter Proteine auf zellulärer Ebene zu blocken) sei im Mai des vergangenen Jahres durch eine Überkreuzkooperation mit ISIS Pharmaceuticals unterstrichen worden. Bei dieser Kooperation würden sich beide Unternehmen Zugang zu bestimmten Technologien bzw. Patenten gewähren. Hybridon habe dadurch seine Cashsituation erheblich aufbessern können. Als Anfangszahlung habe Hybridon 15 Millionen US-Dollar in Cash und weitere 19,5 Millionen US-Dollar in Aktien erhalten, wo von bisher schon 15 Millionen US-Dollar ausgezahlt worden seien.
Die restlichen 4,5 Millionen US-Dollar in Aktien müssten innerhalb von drei Jahren an Hybridon überwiesen werden. Zusätzlich besitze man eine 35 Prozent Gewinnbeteiligung an Präparaten, die aus dem Abkommen entstehen und in der Zukunft vermarktet würden. Im Gegenzug müsse Hybridon insgesamt sechs Millionen US-Dollar in Cash oder Aktien in den nächsten drei Jahren für die Lizenzierung einiger Antisense-Patente von ISIS aufbringen. Die ISIS-Kooperation sei zu dem ein Beleg für den generell sehr guten Patentschutz der entwickelten Technologieapplikationen. Am Ende des vergangenen Jahres habe Hybridon über 400 weltweit zugelassene Patente besessen. Im Jahr 2001 seien insgesamt 74 US-Patente genehmigt worden und es seien zur Zeit noch weitere 64 Patentanmeldungen anhängig.
Neben den Antisense-Wirkstoffen gebe es noch zwei weitere vielversprechende Forschungsgebiete. Zum einem seien dies die sogenannten "Cyclicons", die neuartige synthetische DNA-Strukturen zur Identifizierung von Genfunktionen darstellen würden, die zur Target-Bestimmung und Präparatsentwicklung eingesetzt würden. Zum anderem forsche Hybridon an CpG-basierenden und immunstimulierenden Oligonucleotiden (IMOs), die vor allem als Co-Faktoren bei Vakzinierungen eingesetzt werden sollten. Momentan gebe es in diesem Bereich zehn Vorkooperationen mit anderen Unternehmen, die bei weiteren positiven Ergebnissen, wahrscheinlich zu festen Kooperationsverträgen ausgebaut würden. Ein IND-Antrag für den aktuell am weitesten entwickelten IMO-Wirkstoff werde für dieses Jahr erwartet.
Neben dem Bereich der Vakzinierung würden CpG ausgelöste Immunstimulationen auch einige wichtige therapeutische Bereiche wie die Gen- und Immuntherapie mit einbeziehen. Außer Hybridon würden noch drei weitere Firmen an diesem Bereich forschen: Coley Pharmaceuticals, Dynavax (beide nicht börsennotiert) und Inex Pharmaceuticals. Das dieser Bereich von den großen Pharmafirmen sehr geschätzt werde, zeige ein Kooperationsvertrag von Coley mit GlaxoSmithKline, der ein Volumen von bis zu 72 Millionen US-Dollar habe.
Die primäre Geschäftsstrategie ziele auf Royalties und Meilensteinzahlungen durch Technologiekooperationen und danach auf den Aufbau einer eigenen breiten Pipeline (Analog zur Medarex-Strategie im Antikörperbereich). Hybridon habe vor kurzer Zeit eine signifikante Umstrukturierung vorgenommen, bei der die Kapitalstruktur bereinigt worden sei. Besonders erwähnenswert sei hier die Reduzierung der Langzeitschulden von einem Hoch von 62 Millionen US-Dollar im September 1997 unter 1,7 Millionen US-Dollar Ende 2001! Der Cashbestand habe zum 31. Dezember 01 bei ca. 34,5 Millionen US-Dollar gelegen und werde die Forschungskosten für die nächsten zwei bis drei Jahre decken. Nach der aktuellen Marktkapitalisierung bewerte der Markt Hybridons Technologie mit weniger als 40 Millionen US-Dollar, was als zu gering erscheine.
Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von BioTech-World zu einer spekulativen Anfangsposition in Hybridon.
