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Fr, 17. April 2026, 17:56 Uhr

IBM International Business Machines Corp

WKN: 851399 / ISIN: US4592001014

IBM Kauflimit fast erreicht


09.04.02 16:13
Investor-Village

Den Analysten von "Investor-Village" zufolge hat die IBM-Aktie (WKN 851399) das untere Kauflimit von 84,40 US-Dollar bzw. 96,15 Euro fast erreicht.

Computerriese IBM habe gestern erste zarte Hoffnungen an der Börse auf eine Erholung des IT-Sektors wieder zunichte gemacht. Die Analysten würden sich die Frage stellen, ob es wirklich so schlecht stehe, wie die Zahlen für das 1. Quartal weismachen wollen.

Eigentlich sei die Veröffentlichung der Zahlen für das 1. Quartal 2002 erst für den 17. April vorgesehen. Aber wie inzwischen Usus geworden, würden schockierende Nachrichten schon mal durch Vorab-Bekanntgabe vorbereitet. Nicht anders verfahre IBM.

Für die ersten drei Monate werde IBM einen Umsatz zwischen 18,4 und 18,6 Milliarden US-Dollar ausweisen. Das seien etwa 11,5% weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Noch empfindlicher falle allerdings der Rückgang beim Gewinn aus: Das Ergebnis je Aktie werde sich irgendwo zwischen 0,66 und 0,70 US-Dollar je IBM-Anteil einpendeln. Im Vorjahr seien es immerhin noch 0,98 US-Dollar gewesen. Das entspreche einer Minderung um schlimmstenfalls ein Drittel.

Für Aktionäre und Analysten sei dies ein herber Schlag ins Kontor gewesen. Zudem sei die Gewinnwarnung überraschend gekommen: Es sei das erste Mal seit gut zehn Jahren, dass "Big Blue" die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen könne. Die hätten im Schnitt einen Umsatz von 19,65 Milliarden US-Dollar und ein Ergebnis pro Aktie von 0,85 US-Dollar erwartet. Das Schwergewicht im Dow Jones Index habe zeitweise bis zu 11% verloren.

Die Gründe für die schlechte Entwicklung seien vor allem in der Zurückhaltung der großen Industrieunternehmen bei den IT-Ausgaben zu suchen. Dies habe fatale Auswirkungen auf IBM-Sparten wie die Technology-Group. In diesem Geschäftsbereich würden Mikrochips für den Verkauf an andere Unternehmen produziert. Der Umsatz sei hier um 35% eingeknickt.

Aber müsse deswegen für IBM nun wieder Schwarz gemalt werden, fragen die Analysten von "Investor-Village. Ihrer Meinung nach: Nein. Schließlich sei es hinlänglich bekannt, dass die ersten drei Monate eines Jahres in der Computerbranche traditionell zu den schwächsten gehören. Und IBM wäre nicht IBM, wenn es nicht alles daran setzen würde, in den verbleibenden knapp drei Quartalen diese Scharte halbwegs wieder auszuwetzen.

Man sollte eines bedenken: Seit nunmehr gut zwei Jahren würden die Industrieunternehmen in weiten Teilen auf dem technologischen Stand von 1999 verharren. Würden sie konkurrenzfähig bleiben wollen, müssten sie über kurz oder lang ihre IT-Budgets wieder aufstocken. Vergessen werden sollte auch nicht, dass die IBM-Aktie vor ziemlich genau drei Monaten noch ihr bisheriges Jahreshoch erreicht habe. Und das habe immerhin über 126 US-Dollar bzw. fast 30% über dem aktuellen Kurs gelegen.

In dem letzten Update vom 15. Februar (damaliger Kurs: 108,07 US-Dollar) hatten die Analysten von "Investor-Village" für die IBM-Aktie übrigens ein unteres Kauflimit von 84,40 US-Dollar bzw. 96,15 Euro ermittelt. Der aktuelle Aktienkurs sei davon nicht mehr weit entfernt.





 
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