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Fr, 17. April 2026, 21:55 Uhr

IPC ARCHTEC AG I.A.O.N.

WKN: 525280 / ISIN: DE0005252803

IPC Archtec verkaufen


18.04.02 09:55
Neuer Markt Inside

Die Wertpapierexperten von "Neuer Markt Inside" empfehlen die Aktie der IPC Archtec AG (WKN 525280) zu verkaufen.

Seit dem 9. Januar habe der Titel bislang 86% an Wert eingebüßt. Und die Aktionäre müssten sich auf weitere Hiobsbotschaften einstellen.

Angefangen habe die Misere, als erste Gerüchte kursierten, dass bei der Konzerntochter BEMI nicht alles mit rechten Dingen zugehe. Am 19. März sei dies bestätigt worden. BEMI werde das Konzernergebnis durch ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von ca. 6,1 bis 7,1 Mio. Euro belasten. Zudem sollte eine Sonderprüfung Klarheit über die Zustände der Tochter verschaffen.

Am 22. März habe sich CEO Hermann Krassler an die Öffentlichkeit gewandt um Antworten auf die im Markt umhergehenden Gerüchte zu geben. Allerdings seien mehr Fragen offen, als beantwortet geblieben. So habe nicht genau dargelegt werden können, warum BEMI einen solch hohen Verlust habe ausweisen müssen. Dem Vorwurf, dass bei IPC die Außenstände enorm in die Höhe schießen würden, habe Krassler mit der Aussage entgegnet, gegen Forderungsausfälle (in welchem Umfang?) versichert zu sein und das Risiko für den Konzern gering zu halten.

Den Vogel habe der Konzern abgeschossen mit der Aussage zur Liquiditätssituation bzw. Finanzierung des Unternehmens. "Der IPC Archtec Konzern kann mit einer Eigenkapitalquote von über 50% eine grundsolide Bilanz vorweisen. Somit ist der IPC Archte Konzern auf eine starke und tragfähige Liquiditätsbasis gestellt". Allerdings habe doch die Eigenkapitalausstattung sehr wenig mit der täglichen Zahlungsfähigkeit zu tun, so die Experten.

Auch der Hinweis auf einen guten Start ins neue Jahr sei nicht im Sinne von seriöser Berichterstattung gewesen. Die Konzernumsatzzahlen für Januar und Februar 2002 von über 90 Mio. Euro hätten die starke Resonanz auf das IPC-Produktportfolio bestätigt. Aber schon da, hätte man wissen müssen, dass der Monat März katastrophal gelaufen sei. In diesem Monat habe das Unternehmen einen Umsatz von nur rund 14 Mio. Euro erzielt. Zwar habe der Quartalsumsatz somit um 34,5% über dem des Vorjahres gelegen, allerdings habe man am 14. Dezember 2001 noch eine Umsatzsteigerung von über 70% in Aussicht gestellt.

Der umsatzschwache März zeige, dass die Konkurrenz sukzessive Marktanteile von IPC gewinne. Daher müsse damit gerechnet werden, dass das Unternehmen die jüngst bestätigten Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2002 - 575 Mio. Euro Umsatz, 3,22 Euro Gewinn je Aktie - nicht einhalten könne.

Der Höhepunkt der Misere sei der Rücktritt von Andreas Empl, Vorstand für Investor Relations und Corporate Communications, der eher einer Flucht als einer einvernehmlichen Trennung gleiche. Von daher müsse man wahrscheinlich noch mit weiteren Nackenschlägen rechnen.

Aufgrund der Probleme des Unternehmens empfehlen die Experten von "Neuer Markt Inside" die IPC Archtec-Aktie zu verkaufen.





 
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