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Do, 22. Februar 2024, 14:10 Uhr

Impreglon

WKN: A0BLCV / ISIN: DE000A0BLCV5

Impreglon erhöht Jahresziele


28.04.11 12:39
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Impreglon-Aktie kaufenswert.

Starker Jahresauftakt beim Beschichter für Oberflächen und über den eigenen Erwartungen. Der Umsatz habe in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um satte 47 Prozent auf 18,2 Millionen Euro expandiert. Das EBITDA sei um 71 Prozent auf rund vier Millionen Euro nach oben geschnellt. Auf knapp 2,4 Millionen Euro habe sich das EBIT gegenüber dem Quartal des Vorjahres mehr als verdoppelt. Die EBIT-Marge erreiche mit 13,1 Prozent wieder einstige Spitzenwerte. Das Nettoergebnis habe um 131 Prozent auf 1,5 Millionen Euro gesteigert werden können.

"Das erste Quartal war sehr stark und wir konnten neue Rekordwerte erzielen. Mit diesem Quartal ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und ich erwarte im weiteren Jahresverlauf zumindest ein weiteres Rekordquartal", habe Vorstandschef Henning J. Claassen den Experten im Hintergrundgespräch gesagt. Nach eigenen Angaben sei der Monat März der bisher Beste in der Firmengeschichte gewesen. "Die hohe Nachfrage setzt sich im April fort. Der Auftragseingang ist sehr stark und ich sehe derzeit keine Anzeichen einer Abschwächung", so der CEO.

Aktuell liege die Auslastung der Kapazitäten bei rund 80 Prozent im Schnitt. "Wir fahren momentan in einigen Werken noch zwei Schichten. Erhöhen wir auch hier auf drei und haben eine Vollauslastung, macht es erst richtig Spaß", freue sich der Firmenlenker. Impreglon habe vor der Krise massiv Kapazitäten aufgebaut. Dann in der Krise entsprechend gelitten. Die Ernte könne das Unternehmen jetzt einfahren.

Aufgrund des starken Jahresauftakts sei Claassen zuversichtlich im Gesamtjahr besser abzuschneiden als geplant. Bisher habe der CEO einen Umsatz von 70 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von zehn Prozent in Aussicht gestellt. "Ich rechne inzwischen mit einem Umsatz von mindestens 73 Millionen Euro im Jahr 2011." Die EBIT-Marge solle bereits in diesem Jahr die Marke von zwölf Prozent erreichen. "Das haben wir eigentlich erst für 2012 geplant." Die EBITDA-Marge beziffere er auf 20 Prozent.

Das EBIT werde sich sodann auf über 8,7 Millionen Euro belaufen. Abzüglich eine Million Euro für das Finanzergebnis und einer Steuerquote von rund 30 Prozent, dürften netto mindestens 5,4 Millionen Euro in der Kasse klingeln. Auf Basis von 7,78 Millionen Aktien entspreche dies einem Gewinn je Aktie von rund 70 Cent. Von diesem Gewinn wolle Impreglon Dividenden zahlen. "Nach zwei Jahren ohne Ausschüttung wollen wir auch schon für das Jahr 2010 eine Dividende vorschlagen", sage Claassen. Er wolle der Hauptversammlung 2011 eine Auszahlung von zwölf Cent vorschlagen.

Die Auszahlung würden nur die Anteilseigner der alten Aktien erhalten. Nicht betroffen seien die jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung im Dezember und April. Sie würden erst am Tage nach der Hauptversammlung zur alten Gattung zusammengeführt.

Für Capex werde das Unternehmen in diesem Jahr circa acht Millionen Euro aufwenden. Der Free Cashflow werde trotz der Investitionen mit schätzungsweise rund sechs Millionen Euro deutlich positiv ausfallen.

Claassen wolle organisch im kommenden Jahr um circa 20 Prozent wachsen. "Rund zehn Prozent Wachstum erfolgt aus neuen Technologien." 2012 werde sich der Umsatz sodann stark der Marke von 100 Millionen Euro annähern. Die EBIT-Marge beziffere der CEO auf zwölf Prozent plus X.

Akquisitionen könnten für ein Überschreiten dieser Schallmauer sorgen. "Wir schauen uns aktuell zwei Gesellschaften in den USA intensiv an. Wir sind in den Staaten noch nicht gut genug aufgestellt und wollen uns dort verstärken." Die Objekte der Begierde würden zwischen drei und sieben Millionen Euro umsetzen. Aber auch in Deutschland gebe es Potenzial für Akquisitionen. Laut Claassen habe die USA indes Priorität. "Wenn wir 2011 zwei Firmen neu in die Gruppe holen, dann ist das ausreichend. Die Firmen müssen auch vernünftig integriert werden."

Vor kurzem habe das Unternehmen einen Großauftrag eines großen, namhaften LKW-Herstellers gewonnen. Volumen: Zehn Millionen Euro verteilt auf drei Jahre. Claassen sei optimistisch auch für dessen Wettbewerber einen ähnlich großen Auftrag zu erhalten. "Es handelt sich um eine Beschichtung im Bereich Biosprit, die absolut notwendig ist. Das macht mich für einen Folgeauftrag optimistisch." Zudem könnte Impreglon aus einer anderen Branche einen nennenswerten Auftrag erhalten. "Vermutlich aber erst gegen Ende des Jahres. Wir arbeiten daran."

Zu den neuen Beschichtungstechnologien gehöre der Erwerb der Lizenz für das ChromOptics-Verfahren der Ropal AG (ISIN DE000A0SMMA0 / WKN A0SMMA). Bezahlt habe Impreglon für diese Lizenz nichts. "Sobald wir damit Umsätze machen, erhält der Lizenzgeber eine kleine Lizenzgebühr aus unseren Umsätzen", erkläre der CEO. Claassen halte aus diesem Verfahren mittelfristig einen Umsatz von drei bis vier Millionen Euro für machbar. "Es handelt sich um ein interessantes Verfahren. Allerdings für eine kleine Nische im großen Verchromungsbereich."

Um das Verfahren als Beschichter anwenden zu können, habe Impreglon zudem beim Maschinenbauer Rippert, der an Ropal beteiligt sei, eine Universal-Maschine für vier Millionen Euro gekauft. "Die Anlage ist für viele Lackierverfahren einsetzbar. Auch für das ChromOptics-Verfahren. Wir kennen die Anlagen sehr gut, da wir früher bei Rippert schon ähnliche Maschinen bestellt haben."

Impreglon melde sich mit Rekordzahlen zurück und sei voll in Schuss. Perspektivisch könnte das Unternehmen auf Sicht von drei bis fünf Jahren rund 150 Millionen Euro Umsatz stemmen. Bisher habe Claassen stets kleinere Firmen zugekauft. Das könnte sich in der Zukunft etwas ändern. Dann könnten auch Unternehmen mit 10 bis 20 Millionen Euro Umsatz auf dem Radarschirm des Firmenlenkers erscheinen. Die neue Umsatzdimension erscheine somit sehr realistisch. Aktuell betrge der Börsenwert 74 Millionen Euro. Das KGV für 2011 schätze man auf 14 und könnte sich 2012 auf knapp unter zehn reduzieren. Damit sei die Aktie sehr günstig bewertet.

Die Impreglon-Aktie ist nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" kaufenswert. (Analyse vom 21.04.2011) (28.04.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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