Inhale Therapeutics aussichtsreich
13.09.99 00:00
Stisweekly
Nach Auffassung der Analysten von Stisweekly handelt es sich bei den Aktien des Biotechnologie-Unternehmens Inhale Therapeutics (INHL) gegenwärtig um ein aussichtsreiches Investment.
Die Angst vor Spritzen könne auf absehbare Zeit das US-Unternehmen Inhale nehmen. In der Entwicklung sei ein Inhalationssystem, das weitverbreitete Medikamente ohne Nadel verabreichbar machen solle. Am weitesten fortgeschritten sei dabei die Entwicklung für inhalierbares Insulin. Bisher könne dieses lebenswichtige Medikament nur per Injektion verabreicht werden. Vor allem für die zahlreichen Diabetes-Typ-1-Erkrankten, die jeden Tag eine oder mehrere Injektionen benötigten, wäre diese Neuerung ein großer Vorteil: Die Angst vor der Spritze würde wegfallen, die Lebensqualität würde sich verbessern. Auch könnte die Gefahr verringert werden, dass Injektionen aufgrund der Abneigung zu oder der Angst vor Spritzen unterbleiben. Ebenso werde das Risiko von Infektionen verringert - vor allem bei immunsupprimierten Patienten ein großer Vorteil. Die Anwendung der neuen Technologie solle sich bald auch auf weitere Medikamente erstrecken, wobei vor allem Arzneien für Massenkrankheiten im Fokus des Unternehmens stünden. Diese würden dazu in Pulverform gebracht und könnten dann durch ein speziell dafür entwickeltes Inhalationsgerät vom Patienten aufgenommen werden.
Herausragend seien die Ergebnisse, die Inhale bei der technischen Umsetzung bisher erzielen konnte. Denn es sei zwar einfach, die Makromoleküle der Medikamente per Injektion zu den Wirkstellen zu schleusen, eine Absorption über die Lunge zu erreichen, sei dahingegen viel komplizierter. Da sich allerdings die - auf den ersten Blick naheliegendere - orale Absorption noch komplizierter gestalte, bleibe als einzig gangbarer Weg der über die Lunge. Denn dort würden die Makromoleküle auf natürliche Weise - also ohne den Einsatz chemischer Hilfsstoffe - in den Blutfluss aufgenommen. Auf Basis dieser Erkenntnis habe Inhale mit der Entwicklung einer Technologieplattform gestartet, die eine schmerzfreie Aufnahme der Medikamente ermöglichen sollte - soweit das derzeit beurteilt werden könne, scheine dies weitgehend gelungen. Die Technologieplattform umfasse die Umwandlung der Medikamente von der bestehenden Form in die Pulverform. Daneben sei es möglich, dieses Pulver entsprechend den Anforderungen aufzubereiten und in die entsprechenden Quantitäten zu bringen. Das wichtigste Element sei die Inhalationstechnologie selbst, in Form eines leicht handhabbaren Geräts, mit dem die Inhalation durchgeführt werden könne.
Wie oben bereits angesprochen, sei die Entwicklung eines inhalierbaren Medikaments am weitesten auf dem Gebiet des Insulins vorangeschritten. Inhale habe einen derart bedeutenden Schritt jedoch nicht im Alleingang gewagt, sondern habe sich dazu einen schlagkräftigen Partner gesucht. Der Big-pharma-Konzern Pfizer treibe die Entwicklung mit voran. Zusätzlich zu dem Marketingspezialisten Pfizer habe sich auch Hoechst Marion Roussel (HMR) zu einer Zusammenarbeit bereit erklärt. Damit hätten Pfizer und Inhale einen sehr wichtigen player auf dem Gebiet der Diabetesmedikation für das Projekt gewinnen können. Obwohl noch kein abschließendes placet der FDA vorliege, scheinen die beiden beteiligten Großkonzerne von einer Genehmigung der neuen Darreichungsform des Medikaments auszugehen, heißt es. Immerhin entstehe in Frankfurt unter der Federführung von Pfizer und HMR ein Werk speziell zur Herstellung von Insulin für diesen Zweck. Ein Großprojekt, das sicher nicht angestoßen worden wäre, bestünden außerordentlich große Zweifel am Erfolg.
Neben den Kooperationen mit Pfizer und HMR könne Inhale auch noch auf andere wichtige Partner verweisen. So zählten Eli Lilly, Centeon, Biogen und andere zu den Unternehmen, mit denen man zusammenarbeite. Ein weiteres interessantes Produkt - nach dem inhalierbaren Insulin - stelle die Umwandlung des Erfolgsmedikaments gegen Multiple Sklerose (MS) dar: Der Biogen Blockbuster AVONEX solle in Zukunft auch inhalierbar zur Verfügung stehen. Dies zeige deutlich die Strategie des Unternehmens. Statt sich auf Krankheiten mit kleinem Patientenpotential zu spezialisieren, werde gezielt versucht, bereits erfolgreiche Medikamente mit großem Potential in die eigene Technologieplattform zu integrieren. Die erzielbaren Margen und Umsatzbeteiligungen seien zwar prozentual geringer, doch gleiche dies das Marktvolumen wieder aus.
Derzeit befinde sich das Inhalationsgerät in der letzten Testphase, die notwendig sei, um eine Zulassung von der FDA zu bekommen. Bisher seien die Tests erfolgreich verlaufen, so dass davon auszugehen sei, dass im Laufe des Jahres 2001 das Produkt verfügbar sein werde. Damit wäre der Eintritt in einen riesigen Markt geschafft. Derzeit würden sich die Insulinverkäufe weltweit auf ein Volumen von mehr als 3 Mrd. US$ belaufen, wobei von einer kontinuierlichen Steigerung ausgegangen werden könne. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO solle sich die Zahl der Patienten bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Von Vorteil für die auf dieses Segment spezialisierten Unternehmen sei dabei die Lokalisierung der Patienten. Diese würden sich überwiegend in den wohlhabenden Staaten befinden und könnten daher die Aufwendungen zur Behandlung der Krankheit tragen. Auch bestehe Bereitschaft dazu, für eine angenehmere Darreichung entsprechende Mehrkosten zu tragen. So gehen Marktbeobachter davon aus, dass für Produkte wie die von Inhale ein deutlicher Aufschlag auf die bisherigen Preise bezahlt werde. Schätzungen zufolge sollten sich mit dem neuartigen Produkt Umsätze in den ersten Jahren Umsätze von 1,3 Milliarden US$ erzielen lassen, die in der Spitze 2 Mrd. US$ erreichen sollten. Von diesen Umsätzen sollten 13% als Lizenzgebühr an Inhale fließen. Eine gehörige Summe Geld, die dem Unternehmen damit zufließen könne.
In den vergangenen Jahren - seit der Börseneinführung - habe der Kurs der Inhale-Aktie deutlich zulegen und sich in der Spitze mehr als verdreifachen können. Seit einiger Zeit allerdings bewege er sich lediglich seitwärts und kämpfe immer wieder mit der Marke von 35 US$, die bisher nicht überwunden werden konnte. Was in gewisser Weise auch zu verstehen sei, denn bei aktuell etwa 30 Mio. US$ Umsatz pro Jahr, einem Verlust, in etwa derselben Höhe und einer Marktkapitalisierung von 500 Mio. US$ sei das Unternehmen entsprechend progressiv bewertet. Neuer Schwung in die Kursbewegung dürfte kommen, wenn sich ein Produkterfolg abzeichne, so die Experten. Denn damit könne sich das Unternehmen einen interessanten Markt erschließen und auch endlich aus den roten Zahlen kommen. So werde denn auch für das Jahr 2001 - in dem das Produkt ja am Markt sein solle - die Profitabilität erwartet, es sollen pro Aktie dann etwa 70 Cents verdient werden. Im Folgejahr würden bereits 1,80 US$ erwartet. Mit diesen Zukunftsaussichten biete sich Inhale als Langfristinvestment an. Die zahlreichen Kooperationen und die interessante Technologieplattform dürften auf absehbare Zeit - sobald sich ein möglicher Erfolg einstelle - eine höhere Bewertung des Unternehmens rechtfertigen.
Die Angst vor Spritzen könne auf absehbare Zeit das US-Unternehmen Inhale nehmen. In der Entwicklung sei ein Inhalationssystem, das weitverbreitete Medikamente ohne Nadel verabreichbar machen solle. Am weitesten fortgeschritten sei dabei die Entwicklung für inhalierbares Insulin. Bisher könne dieses lebenswichtige Medikament nur per Injektion verabreicht werden. Vor allem für die zahlreichen Diabetes-Typ-1-Erkrankten, die jeden Tag eine oder mehrere Injektionen benötigten, wäre diese Neuerung ein großer Vorteil: Die Angst vor der Spritze würde wegfallen, die Lebensqualität würde sich verbessern. Auch könnte die Gefahr verringert werden, dass Injektionen aufgrund der Abneigung zu oder der Angst vor Spritzen unterbleiben. Ebenso werde das Risiko von Infektionen verringert - vor allem bei immunsupprimierten Patienten ein großer Vorteil. Die Anwendung der neuen Technologie solle sich bald auch auf weitere Medikamente erstrecken, wobei vor allem Arzneien für Massenkrankheiten im Fokus des Unternehmens stünden. Diese würden dazu in Pulverform gebracht und könnten dann durch ein speziell dafür entwickeltes Inhalationsgerät vom Patienten aufgenommen werden.
Herausragend seien die Ergebnisse, die Inhale bei der technischen Umsetzung bisher erzielen konnte. Denn es sei zwar einfach, die Makromoleküle der Medikamente per Injektion zu den Wirkstellen zu schleusen, eine Absorption über die Lunge zu erreichen, sei dahingegen viel komplizierter. Da sich allerdings die - auf den ersten Blick naheliegendere - orale Absorption noch komplizierter gestalte, bleibe als einzig gangbarer Weg der über die Lunge. Denn dort würden die Makromoleküle auf natürliche Weise - also ohne den Einsatz chemischer Hilfsstoffe - in den Blutfluss aufgenommen. Auf Basis dieser Erkenntnis habe Inhale mit der Entwicklung einer Technologieplattform gestartet, die eine schmerzfreie Aufnahme der Medikamente ermöglichen sollte - soweit das derzeit beurteilt werden könne, scheine dies weitgehend gelungen. Die Technologieplattform umfasse die Umwandlung der Medikamente von der bestehenden Form in die Pulverform. Daneben sei es möglich, dieses Pulver entsprechend den Anforderungen aufzubereiten und in die entsprechenden Quantitäten zu bringen. Das wichtigste Element sei die Inhalationstechnologie selbst, in Form eines leicht handhabbaren Geräts, mit dem die Inhalation durchgeführt werden könne.
Neben den Kooperationen mit Pfizer und HMR könne Inhale auch noch auf andere wichtige Partner verweisen. So zählten Eli Lilly, Centeon, Biogen und andere zu den Unternehmen, mit denen man zusammenarbeite. Ein weiteres interessantes Produkt - nach dem inhalierbaren Insulin - stelle die Umwandlung des Erfolgsmedikaments gegen Multiple Sklerose (MS) dar: Der Biogen Blockbuster AVONEX solle in Zukunft auch inhalierbar zur Verfügung stehen. Dies zeige deutlich die Strategie des Unternehmens. Statt sich auf Krankheiten mit kleinem Patientenpotential zu spezialisieren, werde gezielt versucht, bereits erfolgreiche Medikamente mit großem Potential in die eigene Technologieplattform zu integrieren. Die erzielbaren Margen und Umsatzbeteiligungen seien zwar prozentual geringer, doch gleiche dies das Marktvolumen wieder aus.
Derzeit befinde sich das Inhalationsgerät in der letzten Testphase, die notwendig sei, um eine Zulassung von der FDA zu bekommen. Bisher seien die Tests erfolgreich verlaufen, so dass davon auszugehen sei, dass im Laufe des Jahres 2001 das Produkt verfügbar sein werde. Damit wäre der Eintritt in einen riesigen Markt geschafft. Derzeit würden sich die Insulinverkäufe weltweit auf ein Volumen von mehr als 3 Mrd. US$ belaufen, wobei von einer kontinuierlichen Steigerung ausgegangen werden könne. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO solle sich die Zahl der Patienten bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Von Vorteil für die auf dieses Segment spezialisierten Unternehmen sei dabei die Lokalisierung der Patienten. Diese würden sich überwiegend in den wohlhabenden Staaten befinden und könnten daher die Aufwendungen zur Behandlung der Krankheit tragen. Auch bestehe Bereitschaft dazu, für eine angenehmere Darreichung entsprechende Mehrkosten zu tragen. So gehen Marktbeobachter davon aus, dass für Produkte wie die von Inhale ein deutlicher Aufschlag auf die bisherigen Preise bezahlt werde. Schätzungen zufolge sollten sich mit dem neuartigen Produkt Umsätze in den ersten Jahren Umsätze von 1,3 Milliarden US$ erzielen lassen, die in der Spitze 2 Mrd. US$ erreichen sollten. Von diesen Umsätzen sollten 13% als Lizenzgebühr an Inhale fließen. Eine gehörige Summe Geld, die dem Unternehmen damit zufließen könne.
In den vergangenen Jahren - seit der Börseneinführung - habe der Kurs der Inhale-Aktie deutlich zulegen und sich in der Spitze mehr als verdreifachen können. Seit einiger Zeit allerdings bewege er sich lediglich seitwärts und kämpfe immer wieder mit der Marke von 35 US$, die bisher nicht überwunden werden konnte. Was in gewisser Weise auch zu verstehen sei, denn bei aktuell etwa 30 Mio. US$ Umsatz pro Jahr, einem Verlust, in etwa derselben Höhe und einer Marktkapitalisierung von 500 Mio. US$ sei das Unternehmen entsprechend progressiv bewertet. Neuer Schwung in die Kursbewegung dürfte kommen, wenn sich ein Produkterfolg abzeichne, so die Experten. Denn damit könne sich das Unternehmen einen interessanten Markt erschließen und auch endlich aus den roten Zahlen kommen. So werde denn auch für das Jahr 2001 - in dem das Produkt ja am Markt sein solle - die Profitabilität erwartet, es sollen pro Aktie dann etwa 70 Cents verdient werden. Im Folgejahr würden bereits 1,80 US$ erwartet. Mit diesen Zukunftsaussichten biete sich Inhale als Langfristinvestment an. Die zahlreichen Kooperationen und die interessante Technologieplattform dürften auf absehbare Zeit - sobald sich ein möglicher Erfolg einstelle - eine höhere Bewertung des Unternehmens rechtfertigen.
