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Fr, 17. April 2026, 15:13 Uhr

Internationale Renten in Korrektur


17.06.05 16:51
BW Bank

In dieser Woche korrigierten die Kurse an den internationalen Rentenmärkten kräftig, so die Analysten der BW Bank.

Der Bund-Future sei von 123,5 Prozent am Montag auf 121,3 Prozent am Donnerstag gefallen. Der schwächste Tag sei der Mittwoch gewesen, an dem das Volumen der gehandelten Futures mit über 2,4 Mio. Kontrakten um 20% höher gelegen habe als das höchste bisher festgestellte Volumen. Auch am Donnerstag sei mit 2,1% ein Rekordvolumen gehandelt worden. Selbst die verschiedenen rentenfreundlichen Konjunkturdaten aus den USA seien von großen Marktteilnehmern zu Verkäufen genutzt worden.

Zu einer bemerkenswerten Verengung des Renditeabstands zwischen Europa und den USA für 10-jährige Anleihen sei es in der zweiten Wochenhälfte gekommen, nachdem der Euro zum US-Dollar mit 1,20 ein neues Zwischentief ausgebildet habe. Die durchschnittliche Umlaufrendite habe mit 3,02 Prozent um 13 Stellen höher als in der Vorwoche gelegen.

Während die Zentralbanken tendenziell weiter lange Anleihen kaufen dürften, könnte es hier seitens der Vorsorgeinstitute wie Pensionskassen und Versicherungen zu erheblichen Verkäufen kommen. Nachdem viele Vorsorgeinstitute nach nur einem knappen halben Jahr mit Langläufern um die 8% Performance erzielt hätten, liege es für sie nahe, diese zu sichern, und bis zum Jahresende eine geldmarktnahe Rendite draufzusatteln. Eine solche Entwicklung könnte in dieser Woche begonnen haben. Damit würden in der resultierenden Abwärtsbewegung erneut kaum fundamentale Daten von der Konjunktur und Inflationsseite eine Rolle spielen, sondern es wäre wieder die normative Kraft des Kapitalflusses, der die wesentlichen Kursimpulse setze.




 
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