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Fr, 17. April 2026, 7:56 Uhr

Japans Aktienmarkt leidend


06.10.00 00:00
asia weekly

In dieser Woche habe der japanische Aktienmarkt besonders unter den Gewinnwarnungen im Technologiebereich gelitten, so die Analysten von Asia weekly.

Die Gewinnwarnungen bei Intel und Apple seien noch nicht verdaut gewesen, als Oracle und Dell neues Öl ins Feuer gegossen hätten. Vor diesem Hintergrund hätten sich insbesondere Werte wie Fujitsu, NEC und TDK ermäßigt. Aber auch Softbank habe es wieder eiskalt erwischt, da Yahoo!, an dem Softbank mit satten 22 Prozent beteiligt sei, laut Analysten die angestrebten Ziele wohl nicht ganz oder nur knapp erreichen werde.

Hier gingen die Investoren davon aus, dass es im Bereich Onlinewerbung zu drastischen Einbrüchen kommen könnte. Durch die gestiegene Zahl an Konkurrenzseiten sei hier nicht mehr so viel Geld zu verdienen wie früher. Auch die Preise für Onlinewerbung seien im Fallen. Dennoch habe es keine Panikverkäufe in Japan gegeben. Im Gegenteil. Der Markt habe sich eher lustlos gezeigt. Nach Händlermeinung habe hier der am Dienstag veröffentlichte TANKAN Bericht schlimmeres verhindern können. Zwar sei der TANKAN- Bericht nicht deutlich über den Erwartungen gelegen, aber doch am oberen Ende.

Bei den Großunternehmen sei beim Sentiment Diffusion Index ein Stand von 7 nach 3 im letzten Quartal erwartet worden. Hier hätten sich die Analysten sogar positiv überrascht gezeigt. Ganze 10 %-Punkte mehr an Unternehmen gingen von einer positiven Markteinschätzung aus. Der Large Manufacture´s Sentiment Index habe also bei 10 notiert.

Leider habe der TANKAN aber keine klare Aussage gemacht über das Gewicht von Euro und Ölpreis auf die Aktien. Viele Anleger hätten es sich als eine Erleichterung erhofft, dass dem hohen Rohölkurs die Schuld für die Kursrückschläge gegeben werden könnte. Leider habe dieser aber auch wieder angezogen und drücke somit die Kurse.

Nach der Gewinnwarnung bei Intel und Dell seien viele Anleger davon ausgegangen, dass U.S. - Investoren ihre japanischen Anteile verkaufen könnten, um so die Verluste an den Heimatmärkten zu decken. Statt dessen fielen die Aktien vorzugsweise durch die Verkäufe der japanischen Anleger selbst, der Markt habe sich in den letzten Tagen klar überverkauft und ein kleiner Rebounde habe folgen müssen. Dies sei am Mittwoch der Fall, als es dem Nikkei gelungen sei, die Marke von 16.000 Zählern nach oben zu durchbrechen.

Die Börsenwoche habe noch einmal kräftige Gewinne für den Baukonzern Fudo Konstruktion besorgt, die über 15 % am Freitag hätten zulegen können. Im Wochenvergleich habe der Nikkei so von 15747,26 Punkten am Freitag letzte Woche auf 15.994,24 Zähler zulegen können. Ein Plus von immerhin 246,98 Punkten oder 1,57 %. Im gleichen Zeitraum habe sich der TOPIX von 1470,78 Punkten auf 1.503,02 entwickelt und somit ein Plus von 32,24 Punkten oder 2,2 % gezeigt. Damit habe sich Japan in ein verlängertes Wochenende verabschiedet. Am Montag werde der nationale Sport- und Gesundheitstag gefeiert.





 
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