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KSB SE+CO.KGAA Vz

WKN: 629203 / ISIN: DE0006292030

KSB erwartet Zuwächse in 2011


13.01.11 10:09
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Vorzugsaktie von KSB weiterhin die satten Gewinne laufen zu lassen.

Der KSB-Konzern spüre eine leichte Erholung im Auftragseingang. Das sage den Experten Firmenchef Wolfgang Schmitt im Hintergrundgespräch. Zu verdanken habe das Unternehmen diese Erholung sowohl dem Service als auch den Bereichen Pumpen und den Armaturen. "Wir spüren im Standardgeschäft eine deutliche Erholung". Treiber sei in erster Linie der asiatische Markt. Sorgenkind bleibe indes das spätzyklische Projektgeschäft, welches auf Großaufträge mit längerer Laufzeit ausgerichtet sei. "Die Auftragsanfragen haben zwar zugenommen, aber wir benötigen dringend neue Projekte, um wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren", erläutere der CEO. Durch den Aufbau der Kapazitäten in den letzten Jahren in diesem Bereich und höhere Materialkosten, seien zudem die Margen im Keller. Eine Besserung erwarte Schmitt in 2011 oder auch erst im Jahr 2012.

Für das Jahr 2010 erwarte der Firmenchef ein leichtes Plus beim Umsatz als auch beim Ordereingang. 2009 habe das Unternehmen einen Umsatz von 1,89 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 172,8 Millionen Euro erzielt. Netto hätten nach Anteilen Dritter rund 107 Millionen Euro in der Kasse geklingelt oder mehr als 60 Euro Profit pro Aktie. Nach neun Monaten in diesem Jahr habe der Umsatz in etwa auf dem Level des Vorjahreszeitraums gelegen und der Ordereingang habe um 6,5 Prozent zugelegt.

Das Konzernergebnis werde aufgrund des Margenverfalls im Projektgeschäft das Vorjahresniveau nicht erreichen. Nach einer Vorsteuermarge von mehr als neun Prozent im Vorjahr erwarte Schmitt nunmehr eine Rendite von leicht über sieben Prozent. Netto könnten bis Silvester knapp 90 Millionen Euro in der Kasse hängen bleiben oder circa 50 Euro je Aktie. Im ersten Halbjahr habe der Vorsteuergewinn rund 50 Millionen Euro betragen und der Gewinn je Aktie habe bei 16,79 Euro gelegen. Vom Gewinn wolle Schmitt erneut eine "stabile Dividende" ausschütten. Die Experten würden mit einer Dividende von circa 12 Euro je Aktie rechnen.

Im kommenden Jahr rechne der KSB-Lenker mit einem moderaten Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent. Die Umsatzrendite solle sich verbessern und der Gewinn steigen. Neue Rekorde, in 2008 habe das Unternehmen einen Vorsteuergewinn von rund 200 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie von rund 70 Euro erzielt, erwarte Schmitt nicht vor 2012. "Dazu müsste sich das Projektgeschäft wieder stabilisieren. Dann sind neue Bestmarken nicht auszuschließen". KSB werde nach eigenen Angaben auch nach 2010 weiter kräftig investieren. Nach circa 80 Millionen Euro in diesem Jahr werde sich die Investitionssumme 2011 kaum verringern.

Geographisch würden sich die Ausgaben indes von Europa nach Asien und Brasilien verlagern. Um das Wachstum zu beschleunigen, schließe Schmitt Akquisitionen nicht aus. "Wir schauen uns regelmäßig Unternehmen an". Zuversichtlich zeige sich Schmitt vom Wachstum aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Einerseits wolle KSB von der Windkraft profitieren, aber auch von solarthermischen Anlagen. "Hierfür werden unsere Pumpen benötigt. Sofern das Projekt Desertec umgesetzt wird, würden wir davon profitieren". Profitieren werde der Konzern zudem von den Laufzeitverlängerungen der deutschen Kernkraftwerke. "Sofern der Plan der Bundesregierung umgesetzt wird, erzielen wir durch die Verlängerung der Laufzeiten zusätzliche Umsätze im Service- und Ersatzteilgeschäft".

Mittelfristig sei es das Ziel von Schmitt, den Umsatz auf rund 4 Milliarden Euro zu verdoppeln und mit einer EBT-Marge von mindestens acht Prozent zu wirtschaften. "Das sind unsere Ziele für das Jahr 2018. Diese stehen unverändert".

Die Kaufempfehlung der Experten für KSB im März 2009 habe sich glänzend entwickelt. Aktuell würden die Stammaktien (ISIN DE0006292006 / WKN 629200) bei 578 Euro und die Vorzüge bei 569 Euro notieren. Die Experten hätten die Vorzugsaktie bei Kursen um 200 Euro zum Kauf empfohlen. Das Kursplus liege inzwischen bei mehr als 175 Prozent. Die rund 886.000 Tausend Stämme und 864.000 Vorzüge würden inzwischen einem Börsenwert von rund 1 Milliarde Euro entsprechen. Angesichts eines Gewinns je Aktie von 50 Euro für 2010 und etwa 55 bis 60 Euro für das kommende Jahr, betrage das KGV elf respektive zehn. Zu teuer sei das Papier somit sicher nicht.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der KSB-Vorzugsaktie unverändert die satten Gewinne laufen zu lassen. Sofern das Projektgeschäft rasch wieder in Schwung komme und 2012 neue Rekordgewinne erzielt würden, seien sogar die einstigen Höchstkurse von fast 700 Euro drin. (Analyse vom 13.01.2011) (13.01.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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