Kabel New Media halten
06.03.01 00:00
Conrad Hinrich Donner Bank
Kabel New Media (WKN 622950) legte am 27.02. Zahlen zum 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor (31. März 01), berichten die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.
Der Umsatz habe im Berichtsquartal um 17% auf 30,1 Mio. € vs. Q2 gesteigert werden können. Das Cash EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Stock Options und Goodwill-Abschreibungen) habe im 3. Quartal auf –1,2 Mio. € mehr als halbiert werden können. Die Marge habe sich von –8,4% im 2. Q. auf –3,9% reduziert. Im Dezember sei es dem Unternehmen gelungen, mit +0,3 Mio. € auf Cash EBITA-Basis den Break-even zu schaffen.
In den ersten neun Monaten habe Kabel einen pro-forma* Umsatz von 77,5 Mio. € erzielt. Die Entwicklung stimme das Unternehmen positiv, das Gesamtjahresumsatzziel von über 100 Mio. € zu erreichen. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) habe sich nach neun Monaten auf –34,79 Mio. € belaufen. Dies liege vor allen Dingen an den hohen Goodwill-Abschreibungen. Insgesamt gelte es, noch 164 Mio. € Goodwill abzuschreiben.
Liquiditätsprobleme gebe es bei Kabel nicht; die Position habe im 3. Quartal bei 12,4 Mio. € gelegen vs. einem Stand von 13 Mio. € zum Halbjahr und 13,8 Mio. € im 1. Quartal. Der Cash-Verbrauch liege im Vierteljahr also bei 600 bis 800 Tsd. €.
Im 4. Quartal solle im Durchschnitt auf Cash EBITA-Basis der Break-even erreicht werden. Das Umsatzwachstum von 17% solle auch im laufenden Quartal sowie im kommenden Geschäftsjahr weitergeführt werden. Für das nächste Geschäftsjahr habe Vorstand Peter Kabel das Umsatzziel zurückgenommen. Sei er noch im November letzten Jahres von 170 Mio. € ausgegangen, seien es bei der Telefonkonferenz nur noch zwischen 120-140 Mio. € gewesen. Als Grund habe Kabel die Abschwächung der Wirtschaft in den USA und die erwarteten Auswirkungen auch auf Europa genannt.
Im Gesamtjahr werde ergebnisseitig eine kleine einstellige Marge erwartet. Mit der US-Investmentgesellschaft GEM (Global Emerging Markets) und diversen Fondsmanagern habe Kabel New Media einen Vertrag geschlossen, der beinhalte, dass GEM und Partner sich im Zuge einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss aus dem genehmigten Kapital im Wert von 15 Mio. € an Kabel beteilige. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 160 Mio. € seien das knapp 10%; die Kapitalerhöhung würde demnach im Verhältnis ca. 10:1 erfolgen.
Kabel New Media könne dabei selbst festlegen, wann dies erfolgen solle. GEM sei laut Aussage Kabel New Media von den langfristig guten Perspektiven in dem Marktsegment und speziell von Kabel überzeugt und wolle sich deshalb auf diesem Wege beteiligen. Mit Liquiditätsbeschaffung zur Beseitigung von Engpässen habe dies angesichts der o.g. Lage nichts zu tun. Dem Unternehmen sei derzeit nicht bekannt, ob GEM neben der Vereinbarung über den Markt Stücke erwerbe.
Langfristig sei Kabel New Media weiterhin an Akquisitionen im Ausland interessiert, speziell in den Ländern, wo Kabel noch nicht vertreten sei: Frankreich, Italien und Spanien. Diese Maßnahme sei angesichts der noch hohen Goodwill-Belastung und der zurückhaltenderen Sicht in bezug auf Umsatz- und Ergebniswachstum für das nächste Geschäftsjahr mit Vorsicht zu beurteilen. Vor weiteren Akquisitionen sollte das Ziel positives Ergebnis im Gesamtjahr stehen, auch wenn betont werde, dass bei Kaufobjekten auf Rentabilität und positiven Ergebnisbeitrag geachtet werde.
Kabel New Media habe die Prognosen für das Umsatzwachstum im nächsten Geschäftsjahr an die schwächer erwarteten Marktverhältnisse angepasst. Auch die Ergebniserwartungen seien mit einer geringen einstelligen Marge angegeben worden und hätten damit unter den Markterwartungen gelegen. Insbesondere im Ergebnis sei im Markt ein höherer Wert und somit eine höhere Marge erwartet worden. Das Vertrauen in die Managementaussagen sei beeinträchtigt. Die bisherigen Anstrengungen zur Steigerung der Profitabilität und Kostensenkung seien noch nicht weit genug gegangen. Neue Akquisitionen würden den Break-even im Gesamtjahr aufgrund der neuen Integrationsbemühungen und des Goodwill erneut nach hinten verschieben und seien deshalb m.E. weiterhin mit Vorsicht zu betrachten.
Positiv zu werten sei das Abkommen mit GEM, wodurch ein starker langfristig orientierter Investor gewonnen werde. Insgesamt sei die Aufstellung von Kabel New Media mit dem umfassenden Ansatz weiterhin als positiv zu werten. Die zuletzt gewonnenen Etats würden bestätigen, dass die Kunden größere Projekte angehen würden und ihre Umstellung auf das e-business in einer Hand wissen wollen. Die Aktie biete m.E. jedoch aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse und des schlechten Sentiments für IT- und angrenzende Unternehmen z.Zt. wenig Kursphantasie. Deshalb würden die Analysten ihre Einschätzung von Kaufen auf Halten zurücknehmen.
Der Umsatz habe im Berichtsquartal um 17% auf 30,1 Mio. € vs. Q2 gesteigert werden können. Das Cash EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Stock Options und Goodwill-Abschreibungen) habe im 3. Quartal auf –1,2 Mio. € mehr als halbiert werden können. Die Marge habe sich von –8,4% im 2. Q. auf –3,9% reduziert. Im Dezember sei es dem Unternehmen gelungen, mit +0,3 Mio. € auf Cash EBITA-Basis den Break-even zu schaffen.
In den ersten neun Monaten habe Kabel einen pro-forma* Umsatz von 77,5 Mio. € erzielt. Die Entwicklung stimme das Unternehmen positiv, das Gesamtjahresumsatzziel von über 100 Mio. € zu erreichen. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) habe sich nach neun Monaten auf –34,79 Mio. € belaufen. Dies liege vor allen Dingen an den hohen Goodwill-Abschreibungen. Insgesamt gelte es, noch 164 Mio. € Goodwill abzuschreiben.
Liquiditätsprobleme gebe es bei Kabel nicht; die Position habe im 3. Quartal bei 12,4 Mio. € gelegen vs. einem Stand von 13 Mio. € zum Halbjahr und 13,8 Mio. € im 1. Quartal. Der Cash-Verbrauch liege im Vierteljahr also bei 600 bis 800 Tsd. €.
Im Gesamtjahr werde ergebnisseitig eine kleine einstellige Marge erwartet. Mit der US-Investmentgesellschaft GEM (Global Emerging Markets) und diversen Fondsmanagern habe Kabel New Media einen Vertrag geschlossen, der beinhalte, dass GEM und Partner sich im Zuge einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss aus dem genehmigten Kapital im Wert von 15 Mio. € an Kabel beteilige. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 160 Mio. € seien das knapp 10%; die Kapitalerhöhung würde demnach im Verhältnis ca. 10:1 erfolgen.
Kabel New Media könne dabei selbst festlegen, wann dies erfolgen solle. GEM sei laut Aussage Kabel New Media von den langfristig guten Perspektiven in dem Marktsegment und speziell von Kabel überzeugt und wolle sich deshalb auf diesem Wege beteiligen. Mit Liquiditätsbeschaffung zur Beseitigung von Engpässen habe dies angesichts der o.g. Lage nichts zu tun. Dem Unternehmen sei derzeit nicht bekannt, ob GEM neben der Vereinbarung über den Markt Stücke erwerbe.
Langfristig sei Kabel New Media weiterhin an Akquisitionen im Ausland interessiert, speziell in den Ländern, wo Kabel noch nicht vertreten sei: Frankreich, Italien und Spanien. Diese Maßnahme sei angesichts der noch hohen Goodwill-Belastung und der zurückhaltenderen Sicht in bezug auf Umsatz- und Ergebniswachstum für das nächste Geschäftsjahr mit Vorsicht zu beurteilen. Vor weiteren Akquisitionen sollte das Ziel positives Ergebnis im Gesamtjahr stehen, auch wenn betont werde, dass bei Kaufobjekten auf Rentabilität und positiven Ergebnisbeitrag geachtet werde.
Kabel New Media habe die Prognosen für das Umsatzwachstum im nächsten Geschäftsjahr an die schwächer erwarteten Marktverhältnisse angepasst. Auch die Ergebniserwartungen seien mit einer geringen einstelligen Marge angegeben worden und hätten damit unter den Markterwartungen gelegen. Insbesondere im Ergebnis sei im Markt ein höherer Wert und somit eine höhere Marge erwartet worden. Das Vertrauen in die Managementaussagen sei beeinträchtigt. Die bisherigen Anstrengungen zur Steigerung der Profitabilität und Kostensenkung seien noch nicht weit genug gegangen. Neue Akquisitionen würden den Break-even im Gesamtjahr aufgrund der neuen Integrationsbemühungen und des Goodwill erneut nach hinten verschieben und seien deshalb m.E. weiterhin mit Vorsicht zu betrachten.
Positiv zu werten sei das Abkommen mit GEM, wodurch ein starker langfristig orientierter Investor gewonnen werde. Insgesamt sei die Aufstellung von Kabel New Media mit dem umfassenden Ansatz weiterhin als positiv zu werten. Die zuletzt gewonnenen Etats würden bestätigen, dass die Kunden größere Projekte angehen würden und ihre Umstellung auf das e-business in einer Hand wissen wollen. Die Aktie biete m.E. jedoch aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse und des schlechten Sentiments für IT- und angrenzende Unternehmen z.Zt. wenig Kursphantasie. Deshalb würden die Analysten ihre Einschätzung von Kaufen auf Halten zurücknehmen.
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