Kinowelt Langfristinvestment
22.11.99 00:00
Stisweekly
Die Analysten von Stisweekly zeigen sich weiterhin optimistisch hinsichtlich der langfristigen Kursaussichten der Aktien der Kinowelt Medien AG (WKN 628 590).
Die am 18.11.1999 gemeldeten Neunmonatszahlen hätten - jedenfalls auf den ersten Blick - durchaus negativ interpretiert werden können. Insbesondere der direkte Vergleich des 3. Quartals 1999 mit dem 3Q/98 scheine erst mal recht ernüchternd zu sein´. Immerhin betrage die Umsatzsteigerung hier nur 7,6 Millionen DM, bzw. 12%. Des weiteren scheine es so zu sein, dass umsatzseitig im 3. Quartal 1999 gegenüber den ersten beiden Quartalen ein deutlich rückläufiger Trend eingesetzt habe. Dazu komme noch, dass das Erreichen der Jahresprognose von Kinowelt (410 Millionen DM Umsatz) ein scheinbar unrealistisch starkes viertes Quartal mit 161 Millionen DM Umsatz (128% sequentielles Wachstum zu Q3/99) voraussetze. Alle drei Interpretationen seien jedoch falsch!
Der direkte Vergleich der dritten Quartale der Jahre 1998 und 1999 werde dadurch verfälscht, dass in der 9-Monats-Bilanz 1998 erstmals die ATLAS AIR rückwirkend zum 01.01.1998 konsolidiert worden sei. Dies habe den Umsatz um 15,7 Millionen DM erhöht. Ohne diesen Effekt hätte Kinowelt im 3. Quartal 1998 also nur 47,2 Millionen umgesetzt, was bei einem Jahresvergleich natürlich ein ganz anderes Bild ergebe.
Es sei auch keine Trendumkehr beim Wachstum daraus ableitbar, dass die Umsätze im 3. Quartal tatsächlich hinter denen der ersten Quartale zurückgeblieben seien. Wie die Experten schon in unserer Analyse vom 19.09.1999 berichtet hätten, sei das 3. Quartal das saisonal bedingt schwächste des Jahres. Es sei insofern in gewisser Weise mit dem Q1 in der IT-Branche vergleichbar. Grund der Schwäche sei die in den Sommermonaten/Urlaubszeit eher geringe Nachfrage nach Kino- und Fernsehunterhaltung und ein deshalb belasteter Lizenz- und Leihmarkt.
Könne aber Kinowelt die ehrgeizige Umsatzprognose von 410 Millionen DM erreichen, wenn doch noch die riesige Summe von 161 Millionen fehle? Das Unternehmen habe seine Prognose ja im Quartalsbericht nochmals bestätigt... Die Experten denken schon, dass Kinowelt es schaffen könne. Selbst im ruhigen Q3 erreiche man mittlerweile eine "Grundlast" von 70 Millionen DM Umsatz. Im Q4 könnten daraus schnell 80 bis 90 Millionen werden. Zum Beispiel laufe jetzt vor Weihnachten das Video- und das Merchandisinggeschäft wesentlich besser als im Rest des Jahres. Dazu würden in diesem Jahr erstmalig signifikante Umsätze im DVD-Geschäft kommen.
Entscheidend sei darüber hinaus aber, dass das Unternehmen im 4. Quartal noch mit Abschlüssen "im hohen zweistelligen Millionenbereich" im Bereich Lizenzhandel mit TV-Sendern rechne. Hier wirke sich erstmalig der sogenannte Warner-Deal aus. Kinowelt habe die zurückliegende Zeit genutzt, um die Zugpferde aus dem Warner-Geschäft (Matrix, E-Mail für Dich usw.) mit solchen Filmen der bestehenden Bibliothek zu Paketen zu bündeln, die für eine gewisse Vermarktungsförderung dankbar seien... Somit könnten für die gesamte Library optimale Verwertungsergebnisse erreicht werden. Auf nochmalige Nachfrage der Analysten habe das Unternehmen bestätigt, dass die anstehenden Deals mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch in diesem Quartal abgeschlossen werden könnten. Die Anlagestrategen rechnen daraus mit einem Umsatz von 70 bis 90 Millionen DM. Kinowelt sollte daher im Q4 einen Gesamtumsatz von 150 bis 180 Millionen DM erzielen können. Es bestehe demnach eine reale Chance, dass die bereits erhöhte Planung für das Jahr 1999 nicht nur erreicht, sondern übertroffen werden könne. Es bleibe natürlich immer ein Restrisiko, dass diese Verträge doch nicht mehr 1999 zustande kommen. Dies würde sich im oben beschriebenen Ausmaß negativ auf die Geschäftszahlen 1999 auswirken. Selbst dies wäre aber kein Weltuntergang, würde sich doch die Planung 2000 in eben diesem Maße erhöhen.
Die Tage nach der Empfehlung der Analysten seien von dem teilweisen Fehlschlagen der Kapitalerhöhung worden. Dies hätten den Kurs Anfang Oktober bis auf 50 Euro (Tagesschlusskurs in Frankfurt) herabgedrückt. Am 29.10.1999 habe das Unternehmen dann endlich die Platzierung der restlichen Aktien aus der Kapitalerhöhung bei institutionellen Anlegern bekanntgeben.
Es sei der Kinowelt gelungen, ihre Stellung im deutschen Filmmarkt weiter zu verbessern. Dazu hätten insbesondere die Übernahmen des Filmverlages der Autoren und der Jugendfilm Verleih GmbH beigetragen. Das Unternehmen verfüge nun über einen gut verwertbaren Bestand an den Klassikern bundesdeutschen Filmschaffens der letzten Jahrzehnte. Auch wenn diese Inhalte den Geschmack der jungen Generation eher verfehlen dürften, würden sie bei einem bestimmten Publikum als Kultwerke gelten und seien ohne besondere Marketinganstrengungen ausnutzbar. Wichtiger erscheint den Analysten der, mit der Übernahme der Jugendfilm Verleih gelungene, Einstieg in den Kinderfilmmarkt. Kinowelt werde die Marke Jugendfilm als weiteres Label in sein Programm aufnehmen. Dabei seien zum Beispiel die Trickfilme der "Asterix und Obelix"-Reihe Primetime tauglich. Dies sei wichtig, weil im Primetime-Bereich die Werbeeinnahmen bis um den Faktor 10 über denen des "Sonnabend-Vormittags-Trickfilm-Abspulprogramms" liegen würden und dadurch deutlich höhere Lizenzgebühren realisierbar seien als im sonstigen Trickfilmbereich.
Kinowelt verfüge mittlerweile über ca. 10.000 Lizenzen und sei damit der größte unabhängige Anbieter im deutschen Sprachraum. Im Kinomarkt habe man mittlerweile einen Marktanteil von 12% inne (nach 5% im Vorjahr) und spiele in Deutschland in einer Liga mit den US-Majors.
Kinowelt habe angekündigt, noch 1999 seine Option auf eine Beteiligung an dem größten kanadischen Filmkonzern Alliance Atlantis auszuüben und 26% der Anteile zu übernehmen. Dies wäre ein entscheidender Schritt auf dem langen Weg zur Internationalisierung des Geschäfts. Kinowelt sei das bisher einzige Medienunternehmen am Neuen Markt, dass in dieser Richtung sichtbar auf dem Wege sei. EM.TV habe zumindest entsprechende Absichten geäußert.
Ebenfalls noch 1999 solle die Sportwelt zu 100% übernommen werden. Damit erschließe sich das Unternehmen den äußerst attraktiven Fußballmarkt. Auch wenn der DFB vorerst die zentrale Vermarktung der Vereine aufrechterhalten werde, rechne sich das Geschäft für Kinowelt auch unter diesen Bedingungen. Möglicherweise profitiere man sogar von dem derzeitigen Modell, da eine dezentrale Vermarktung in erster Linie den absoluten Spitzenvereinen nützen würde, an denen Kinowelt selbstverständlich nicht beteiligt sei.
Für 2000 rechnet Kinowelt mit einem Umsatz von ca. 630 Millionen DM. Damit würde von den Analysten am 19.09.1999 abgegebene Schätzung von 600 Millionen DM für 2000 leicht übertroffen. Die EBIT-Marge solle auf 16% steigen. Das Unternehmen sollte daher einen Nettoertrag von ca. 1 Euro/Aktie realisieren können. Dies übersteige die aktuellen Analystenschätzungen um gute 10%.
Kinowelt bleibe teuer und gut zugleich. Die Irritationen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung im September hätten sich in der Rückschau als günstige Einstiegschance herausgestellt. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau bleiben die Analysten bei ihrer Einschätzung vom 19.09.1999: trotz hoher Risiken langfristig kaufen.
Die am 18.11.1999 gemeldeten Neunmonatszahlen hätten - jedenfalls auf den ersten Blick - durchaus negativ interpretiert werden können. Insbesondere der direkte Vergleich des 3. Quartals 1999 mit dem 3Q/98 scheine erst mal recht ernüchternd zu sein´. Immerhin betrage die Umsatzsteigerung hier nur 7,6 Millionen DM, bzw. 12%. Des weiteren scheine es so zu sein, dass umsatzseitig im 3. Quartal 1999 gegenüber den ersten beiden Quartalen ein deutlich rückläufiger Trend eingesetzt habe. Dazu komme noch, dass das Erreichen der Jahresprognose von Kinowelt (410 Millionen DM Umsatz) ein scheinbar unrealistisch starkes viertes Quartal mit 161 Millionen DM Umsatz (128% sequentielles Wachstum zu Q3/99) voraussetze. Alle drei Interpretationen seien jedoch falsch!
Der direkte Vergleich der dritten Quartale der Jahre 1998 und 1999 werde dadurch verfälscht, dass in der 9-Monats-Bilanz 1998 erstmals die ATLAS AIR rückwirkend zum 01.01.1998 konsolidiert worden sei. Dies habe den Umsatz um 15,7 Millionen DM erhöht. Ohne diesen Effekt hätte Kinowelt im 3. Quartal 1998 also nur 47,2 Millionen umgesetzt, was bei einem Jahresvergleich natürlich ein ganz anderes Bild ergebe.
Es sei auch keine Trendumkehr beim Wachstum daraus ableitbar, dass die Umsätze im 3. Quartal tatsächlich hinter denen der ersten Quartale zurückgeblieben seien. Wie die Experten schon in unserer Analyse vom 19.09.1999 berichtet hätten, sei das 3. Quartal das saisonal bedingt schwächste des Jahres. Es sei insofern in gewisser Weise mit dem Q1 in der IT-Branche vergleichbar. Grund der Schwäche sei die in den Sommermonaten/Urlaubszeit eher geringe Nachfrage nach Kino- und Fernsehunterhaltung und ein deshalb belasteter Lizenz- und Leihmarkt.
Könne aber Kinowelt die ehrgeizige Umsatzprognose von 410 Millionen DM erreichen, wenn doch noch die riesige Summe von 161 Millionen fehle? Das Unternehmen habe seine Prognose ja im Quartalsbericht nochmals bestätigt... Die Experten denken schon, dass Kinowelt es schaffen könne. Selbst im ruhigen Q3 erreiche man mittlerweile eine "Grundlast" von 70 Millionen DM Umsatz. Im Q4 könnten daraus schnell 80 bis 90 Millionen werden. Zum Beispiel laufe jetzt vor Weihnachten das Video- und das Merchandisinggeschäft wesentlich besser als im Rest des Jahres. Dazu würden in diesem Jahr erstmalig signifikante Umsätze im DVD-Geschäft kommen.
Entscheidend sei darüber hinaus aber, dass das Unternehmen im 4. Quartal noch mit Abschlüssen "im hohen zweistelligen Millionenbereich" im Bereich Lizenzhandel mit TV-Sendern rechne. Hier wirke sich erstmalig der sogenannte Warner-Deal aus. Kinowelt habe die zurückliegende Zeit genutzt, um die Zugpferde aus dem Warner-Geschäft (Matrix, E-Mail für Dich usw.) mit solchen Filmen der bestehenden Bibliothek zu Paketen zu bündeln, die für eine gewisse Vermarktungsförderung dankbar seien... Somit könnten für die gesamte Library optimale Verwertungsergebnisse erreicht werden. Auf nochmalige Nachfrage der Analysten habe das Unternehmen bestätigt, dass die anstehenden Deals mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch in diesem Quartal abgeschlossen werden könnten. Die Anlagestrategen rechnen daraus mit einem Umsatz von 70 bis 90 Millionen DM. Kinowelt sollte daher im Q4 einen Gesamtumsatz von 150 bis 180 Millionen DM erzielen können. Es bestehe demnach eine reale Chance, dass die bereits erhöhte Planung für das Jahr 1999 nicht nur erreicht, sondern übertroffen werden könne. Es bleibe natürlich immer ein Restrisiko, dass diese Verträge doch nicht mehr 1999 zustande kommen. Dies würde sich im oben beschriebenen Ausmaß negativ auf die Geschäftszahlen 1999 auswirken. Selbst dies wäre aber kein Weltuntergang, würde sich doch die Planung 2000 in eben diesem Maße erhöhen.
Es sei der Kinowelt gelungen, ihre Stellung im deutschen Filmmarkt weiter zu verbessern. Dazu hätten insbesondere die Übernahmen des Filmverlages der Autoren und der Jugendfilm Verleih GmbH beigetragen. Das Unternehmen verfüge nun über einen gut verwertbaren Bestand an den Klassikern bundesdeutschen Filmschaffens der letzten Jahrzehnte. Auch wenn diese Inhalte den Geschmack der jungen Generation eher verfehlen dürften, würden sie bei einem bestimmten Publikum als Kultwerke gelten und seien ohne besondere Marketinganstrengungen ausnutzbar. Wichtiger erscheint den Analysten der, mit der Übernahme der Jugendfilm Verleih gelungene, Einstieg in den Kinderfilmmarkt. Kinowelt werde die Marke Jugendfilm als weiteres Label in sein Programm aufnehmen. Dabei seien zum Beispiel die Trickfilme der "Asterix und Obelix"-Reihe Primetime tauglich. Dies sei wichtig, weil im Primetime-Bereich die Werbeeinnahmen bis um den Faktor 10 über denen des "Sonnabend-Vormittags-Trickfilm-Abspulprogramms" liegen würden und dadurch deutlich höhere Lizenzgebühren realisierbar seien als im sonstigen Trickfilmbereich.
Kinowelt verfüge mittlerweile über ca. 10.000 Lizenzen und sei damit der größte unabhängige Anbieter im deutschen Sprachraum. Im Kinomarkt habe man mittlerweile einen Marktanteil von 12% inne (nach 5% im Vorjahr) und spiele in Deutschland in einer Liga mit den US-Majors.
Kinowelt habe angekündigt, noch 1999 seine Option auf eine Beteiligung an dem größten kanadischen Filmkonzern Alliance Atlantis auszuüben und 26% der Anteile zu übernehmen. Dies wäre ein entscheidender Schritt auf dem langen Weg zur Internationalisierung des Geschäfts. Kinowelt sei das bisher einzige Medienunternehmen am Neuen Markt, dass in dieser Richtung sichtbar auf dem Wege sei. EM.TV habe zumindest entsprechende Absichten geäußert.
Ebenfalls noch 1999 solle die Sportwelt zu 100% übernommen werden. Damit erschließe sich das Unternehmen den äußerst attraktiven Fußballmarkt. Auch wenn der DFB vorerst die zentrale Vermarktung der Vereine aufrechterhalten werde, rechne sich das Geschäft für Kinowelt auch unter diesen Bedingungen. Möglicherweise profitiere man sogar von dem derzeitigen Modell, da eine dezentrale Vermarktung in erster Linie den absoluten Spitzenvereinen nützen würde, an denen Kinowelt selbstverständlich nicht beteiligt sei.
Für 2000 rechnet Kinowelt mit einem Umsatz von ca. 630 Millionen DM. Damit würde von den Analysten am 19.09.1999 abgegebene Schätzung von 600 Millionen DM für 2000 leicht übertroffen. Die EBIT-Marge solle auf 16% steigen. Das Unternehmen sollte daher einen Nettoertrag von ca. 1 Euro/Aktie realisieren können. Dies übersteige die aktuellen Analystenschätzungen um gute 10%.
Kinowelt bleibe teuer und gut zugleich. Die Irritationen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung im September hätten sich in der Rückschau als günstige Einstiegschance herausgestellt. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau bleiben die Analysten bei ihrer Einschätzung vom 19.09.1999: trotz hoher Risiken langfristig kaufen.
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