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Krones

WKN: 633500 / ISIN: DE0006335003

Krones winken 2012 Gewinnrekorde?


15.11.11 10:51
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von Krones bei Kursen um 36 Euro erneut zu kaufen.

Der Krones-Konzern habe in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 ein Umsatzplus von 14,6 Prozent erzielt. Um 17 Prozent habe der Auftragseingang expandiert. Per Ende September horte das Unternehmen einen Orderbestand von fast eine Milliarde Euro! Wie Hans-Jürgen Thaus, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, den Experten im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, sei bisher von einer Krise nichts zu spüren. "Wir können bis heute keine Eintrübung feststellen. Der Oktober ist sehr gut verlaufen", sage Thaus.

Besonders stark zeige sich die Nachfrage aus Asien. An erster Stelle profitiere das Unternehmen von Aufträgen aus China. Auch die Region Südamerika und Afrika sei stark. In europäischen Gefilden sei das Niveau robust. Der osteuropäische Markt werde durch ein sehr gutes Geschäft in Russland getrieben. Selbst in den USA verzeichne Krones ein Umsatzplus.

"In dem einen oder anderen Land sehen wir auch eine Zurückhaltung. Aber das ist ein gewöhnlicher Verlauf. Die jetzige Situation ist mit derjenigen in 2008 nicht vergleichbar. 2008 haben wir eine Vollbremsung erlebt, bei der die Investitionen vom einen auf den anderen Tag gestoppt wurden. Davon kann heute keine Rede sein", erkläre der Vorstand. Zudem sehe sich der Vorstand selbst für eine erneute Rezession gut gerüstet. "Essen und Trinken funktioniert selbst in einem etwas anspruchsvolleren Umfeld."

Auf der Ertragsseite habe Krones nach neun Monaten einen Gewinn vor Steuern von 84,1 Millionen Euro erzielt. Die Vorsteuermarge habe bei 4,6 Prozent gelegen. Netto hätten 59,3 Millionen Euro in der Kasse oder 1,97 Euro geklingelt. Für das Gesamtjahr stelle Thaus einen Rekordumsatz in Aussicht. "Wir erwarten einen Umsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro." Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Wachstum von mehr als 10 Prozent. Auf eine konkrete Wachstumszahl habe sich Thaus nicht festnageln lassen. Ein von den Experten ursprünglich erwartetes Wachstum von 15 Prozent im Gesamtjahr scheine allerdings einen Tick zu ambitioniert.

Die EBT-Marge beziffere der Co-CEO auf rund 5 Prozent. Somit dürften bis Silvester vor dem Zugriff des Fiskus mehr als 120 Millionen Euro verdient werden. Für vereinzelte Marktteilnehmer sei der Gewinnausblick zu mager. Es sei schlicht mehr erwartet worden. Allerdings habe Krones in diesem Jahr auch Aufträge mit einer etwas schwächeren Marge annahmen müssen. Zudem koste der Aufschwung Geld und drücke die Marge. Insbesondere das Strategieprogramm "Value" mit dem Ziel, bis zum Jahr 2015 den Umsatz auf 3 Milliarden Euro zu erhöhen, belaste zunächst die Kostenseite. "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir investieren. Beispielsweise bauen wir unseren Mitarbeiterstab deutlich aus. Das wirkt sich 2011 negativ im Ergebnis aus. Mittelfristig werden sich die Investitionen auszahlen."

Investieren werde Krones in diesem Jahr mehr als 80 Millionen Euro. Der operative Cashflow sei in den ersten neun Monaten negativ gewesen. Das sei die Folge eines starken Wachstums und erhöhtem Working Capital. Der Free Cashflow werde in diesem Jahr nicht sonderlich hübsch aussehen. Ab 2012 werde sich Capex etwas verringern und die operativen Cashflows sich gegenüber 2011 erheblich steigern.

Unterstelle man für dieses Jahr eine Steuerquote von 30 Prozent, würden unterm Strich 84,8 Millionen Euro in der Kasse klingeln. Pro Aktie entspreche dies einem Gewinn von mindestens 2,70 Euro. Von diesem Gewinn wolle Krones zwischen 20 und 25 Prozent als Dividende ausschütten, sage Thaus. Nach Erachten der Experten werde sich die Dividende somit auf 70 Cent je Aktie belaufen.

Mit einem Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro sei Krones kein Unternehmen aus der New Economy, welches Anleger mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten beglücke. Es sollte keinen Investor wundern, dass sich die bisherige Dynamik im Jahr 2012 nicht fortsetzen werde. Vielmehr fokussiere sich Krones 2012 auf den Profit. Ziel sei die EBT-Marge von 5 auf 7 Prozent zu steigern. Laut Thaus werde das Wachstum aus heutiger Sicht im unteren, einstelligen Prozentbereich liegen.

Der Umsatz könnte die Rekordmarke von 2,5 Milliarden Euro überschreiten. Unterstelle man dann eine EBT-Marge von 7 Prozent, verdiene Krones vor Steuern 175 Millionen Euro. Dann könne das Unternehmen wieder die Champagnerkorken knallen lassen. Mit diesem Gewinn knacke die Firma den bisherigen Rekordprofit vor Steuern aus 2008 von 156 Millionen Euro. Pro Aktie könnten dann fast 3,90 Euro verdient werden. Der Fazit der Experten für 2012: Selbst bei mehr oder weniger stagnierenden Einnahmen im kommenden Jahr, gehe der Gewinn durch die Decke.

Man solle auf ein Erfolgsjahr 2012 setzen. In der Vergangenheit sei es immer richtig gewesen, die Aktie von Krones bei Schwäche einzusammeln.

Bei Kursen um 36 Euro ist nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" die Aktie des mit rund 1,1 Milliarden Euro kapitalisierten, schuldenfreien Unternehmens Krones erneut kaufenswert. (Analyse vom 14.11.2011) (15.11.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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