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Do, 23. April 2026, 17:19 Uhr

L'Oréal SA

WKN: 853888 / ISIN: FR0000120321

L'Oréal Outperformer


21.04.04 15:00
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von L'Oréal mit "Outperformer" ein.

L'Oréal verfolge die Strategie, seine Marktstellung in den gesättigten Märkten Europas und Nordamerikas zu festigen und gleichzeitig neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial zu erschließen. Das Unternehmen sei z.B. in China, Russland und Brasilien aktiv und besitze dort bereits die kritische Masse. L'Oréal weite sein Engagement in Asien aus. In China wolle der Kosmetikkonzern die Schmink- und Pflegemarke Yue-Sai (Umsatz 2003: rd. 38 Mio. Euro) übernehmen.

Die Produkte von Yue-Sai würden in 800 Geschäften und 240 Städten in China verkauft. Ende vergangenen Jahres habe L'Oréal bereits die chinesische Hautpflege-Marke Mininurse - eine der drei führenden Hautpflege-Marken in China mit einem Marktanteil von 5% - übernommen. Die 35%-Beteiligung an dem japanischen Wettbewerber Shu Uemura Cosmetics wolle L'Oréal auf 52,9% aufstocken. L'Oréal sei bei Shu Uemura im Jahr 2000 eingestiegen und habe die Markenrechte außerhalb Japans erworben.

Das Pharmaunternehmen Sanofi-Synthélabo habe dem Konkurrenten Aventis ein Übernahmeangebot unterbreitet. L'Oréal und Total hätten als Großaktionäre von Sanofi (19,5% bzw. 24,4% der Anteile) dem Vorhaben zugestimmt und sich vertraglich verpflichtet, Sanofi zu unterstützen. Ende diesen Jahres laufe ein Aktionärspakt zwischen Total und L'Oréal aus, der vorsehe, dass keiner der Aktionäre Sanofi-Anteile ohne Zustimmung des anderen veräußern dürfe.

Damit werde der Weg frei für einen Verkauf der Sanofi-Anteile, was Total auch vollziehen wolle. L'Oréal wolle die Beteiligung an Sanofi voraussichtlich halten. Der Unternehmensanteil würde dann allerdings so weit sinken, dass eine Konsolidierung nicht mehr möglich wäre. Die weiterhin von Sanofi zufließende Dividende würde L'Oréal in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigen. Sanofi habe im Geschäftsjahr 2003 zu rd. 25% zum Gewinn von L'Oréal beigetragen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe L'Oréal ein Umsatzwachstum von 1,3% ggü. dem Vorjahr verbucht, wobei der schwache Dollar das Wachstum des Kosmetikherstellers gebremst habe. Währungsbereinigt habe sich ein Anstieg um 5,4% ergeben. Von dem Umsatz in Höhe von insgesamt 3,732 Mrd. Euro sei der größte Anteil auf den Bereich Consumer Products mit rd. 2 Mrd. Euro (+0,5% bzw. währungsbereinigt +4,7% ggü. VJ) entfallen.

Im Luxussegment seien Erlöse in Höhe von 822 Mio. Euro (+0,9% bzw. +5,3%) erzielt worden, der Bereich Professional Products habe 510 Mio. Euro (+3% bzw. +6,9%) beigesteuert. Das stärkste Wachstum sei im Bereich Active Cosmetics verzeichnet worden mit einem Plus von 14% bzw. 15,7% auf 273 Mio. Euro. Nach Regionen sei der höchste Umsatzanteil in West-Europa erzielt (+0,8% bzw. +1,1%) worden. In Nordamerika seien die Erlöse um 6,4% (währungsbereinigt +6,4%) auf 926 Mio. Euro gesunken. Die Region "Rest der Welt" habe vor allem dank der Erfolge in den Schwellenländern die höchsten Wachstumsraten erreicht. Die jüngsten Akquisitionen - Shu Uemura in Japan und Mininurse in China - hätten den Umsatz mit +0,4% positiv beeinflusst.

Gewinnzahlen seien traditionell nicht genannt worden. Zum Jahresende 2003 habe L'Oréal das 19. Jahr in Folge einen prozentual zweistelligen (16,8%) Gewinnanstieg auf 1,49 Mrd. Euro bekannt gegeben und eine Erhöhung der Dividende für 2003 angekündigt. Für 2004 strebe der Konzern ein beschleunigtes internes Umsatzwachstum an. Im Gegensatz zum Vorjahr sei keine Gewinnprognose abgegeben worden.

Die Zahlen zum ersten Quartal hätten im Rahmen der Markterwartungen gelegen. Insbesondere vor dem Hintergrund der starken Vergleichsbasis im Vorjahresquartal seien die nun veröffentlichten Zahlen positiv zu beurteilen. Für die kommenden Quartale sei angesichts eines positiven Basiseffektes, des starken Engagements in den Emerging Markets und zahlreicher Produktneueinführungen mit deutlichen Umsatzsteigerungen zu rechnen. Angesichts der starken Marktposition und der hohen Innovationsfähigkeit sollten auch in Zukunft hohe Gewinnsteigerungsraten erreichbar sein.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre "Outperformer"-Einschätzung für die L'Oréal-Aktie bei. Kurzfristig könnte die Unsicherheit über eine mögliche Dekonsolidierung der Sanofi-Beteiligung und die damit einher gehende Gewinnverwässerung den Aktienkurs belasten.





 
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