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Di, 28. Juni 2022, 12:10 Uhr

MOLOGEN AG

WKN: 663720 / ISIN: DE0006637200

MOLOGEN vor großem Durchbruch?


10.03.11 16:24
Montega AG

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Montega AG, Dr. Stefan Schröder, rät zum Kauf der MOLOGEN-Aktie.

Die Ende Januar außerordentlich erfolgreich verlaufene Kapitalerhöhung habe MOLOGEN Bruttoemissionserlöse von 10 Mio. Euro in die Kasse (netto rund 9,5 Mio. Euro) gespült. Mit einem Finanzmittelbestand von geschätzten 12,5 Mio. Euro zum Ende Q1/2011 sei das Unternehmen komfortabel bis Ende 2012 durchfinanziert, um den Ausbau seiner klinischen Entwicklungspipeline wie geplant voranzutreiben.

Mit den eingeworbenen Mitteln werde MOLOGEN neben den beiden derzeit laufenden klinischen Studien - TLR9-Agonist MGN1703 in metastasiertem Darmkrebs (Phase II/III) und der zellbasierte Krebsimpfstoff MGN1601 in fortgeschrittenem Nierenkrebs (Phase I/II) - eine dritte klinische Studie finanzieren. Mit dieser neu an den Start gehenden Phase-II-Studie werde für Medikamentenkandidat MGN1703 der Markt für Therapien solider Tumorarten ins Visier genommen.

Die interne Entscheidungsfindung darüber, welche solide Tumorindikation das Rennen machen werde, sei noch nicht abgeschlossen. Das Unternehmen prüfe momentan zusammen mit Onkologen und klinischen Statistikern die Optionen Lungenkrebs (nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, NSCLC), Brustkrebs (Mammakarzinom) und schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom). MOLOGEN habe die Bekanntgabe der zweiten Krebsindikation von MGN1703 für Anfang April in Aussicht gestellt. Die Einreichung der Genehmigungsanträge solle zeitnah Mitte Mai folgen, sodass mit dem Beginn der klinischen Phase-II-Studie Ende 2011/Anfang 2012 gerechnet werden könne.

Die Analystenprognosen habe man mit Blick auf die nunmehr intensivierte klinische Entwicklung angepasst. Wenn man Lizenzeinnahmen für das Darmkrebsmedikament MGN1703 zunächst außer Betracht lasse, belaufe sich der Cash-Burn des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr auf ca. 6,5 bis 7 Mio. Euro, im Jahr 2012 auf ca. 7 Mio. Euro. Sollte sich Mitte 2011 bei der Zwischenauswertung der laufenden Phase-II/III-Studie von MGN1703 ein überzeugender positiver Trend in den Wirksamkeitsdaten abzeichnen, würden die Analysten mit einer zügigen Auslizenzierung des Hauptproduktes noch in der zweiten Jahreshälfte 2011 rechnen. Angesichts des Blockbuster-Potenzials von Immunmodulator MGN1703 gehe man beim anstehenden Lizenzabkommen mit einem Pharmapartner von einem hohen Dealwert aus.

Auf der Basis vergleichbarer Lizenzverträge von Peer-Group-Unternehmen halte man ein Dealvolumen an Upfront- und Meilensteinzahlungen in Höhe von 300 bis 800 Mio. Euro für den in Phase II/III befindlichen Wirkstoff mit Anwendungen in mehreren Indikationen für realistisch. Nach der Einschätzung der Analysten sollten sich Umsatzbeteiligungen von 11 bis 16% erzielen lassen. Im Geschäftsjahr 2011 rechne man mit Vorabzahlungen in Höhe von 20 Mio. Euro und gehe in den Analystenprognosen davon aus, dass diese Cashzuflüsse in voller Höhe als Umsatz in 2011 verbucht würden.

Der Markt für Biotech-Lizenzdeals habe sich in den letzten Jahren zu einem klaren Verkäufermarkt entwickelt, mit rasant steigenden Dealvolumina. Big Pharma stehe vor der zentralen Herausforderung, dass angesichts ausgetrockneter, interner F&E-Pipelines und auslaufender Patente für Blockbusterprodukte Umsatzeinbrüche in Zukunft nur verhindert werden könnten, wenn vielversprechende Produktkandidaten von innovativen Biotech-Unternehmen einlizenziert würden. Unter den finanzstarken Pharmakonzernen herrsche dabei ein intensiver Wettbewerb um die attraktivsten Wirkstoffkandidaten.

Bislang habe der Markt das Potenzial der Pipeline noch nicht genügend eingepreist. MGN1703 sei weltweit der einzige TLR-Agonist, der als Monotherapie gegen Krebs entwickelt werde. Allein in der Indikation Darmkrebs (Kolorektalkarzinom, CRC), eine der häufigsten Krebserkrankungen in den Industrieländern, traue man MGN1703 Blockbusterstatus zu und rechne mit Spitzenumsätzen von über 1 Mrd. Euro pro Jahr. Mit der Strategie, den Wirkstoff als Erhaltungstherapie unmittelbar nach Erstlinienbehandlung zu positionieren, sichere sich MOLOGEN noch vor den klassischen Zweitlinienbehandlungen, die erst bei erneutem Fortschreiten des Tumors zum Einsatz kämen, einen hohen Marktanteil in einem Multimilliardenmarkt.

Nach Aktualisierung der Pipelinebewertung der Analysten ergebe sich ein Fair Value von 12,50 Euro je Aktie. Der Wert basiere auf dem gegenwärtigen Entwicklungsstatus der Produktpipeline sowie dem Finanzmittelbestand zum Ende des ersten Quartals 2011 nach erfolgter Kapitalerhöhung (Post-Money-Bewertung). Für den Fall, dass MOLOGEN Mitte 2011 mit überzeugenden Resultaten der Zwischenanalyse von MGN1703 an Darmkrebspatienten aufwarten könne, sei aufgrund des dann sprunghaft ansteigenden Unternehmenswertes mit deutlichen Kursausschlägen nach oben zu rechnen. Man rate Anlegern die Einstiegschancen vor den kurstreibenden Phase-II/III-Ergebnissen zu nutzen.

Das Rating der Analysten der Montega AG für die MOLOGEN-Aktie lautet "kaufen". Das Kursziel sehe man bei 12,50 Euro. (Analyse vom 10.03.2011) (10.03.2011/ac/a/nw)




 
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