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Manz

WKN: A0JQ5U / ISIN: DE000A0JQ5U3

Manz Automation profitiert vom Boom bei Touchpanels


29.04.11 09:46
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von Manz Automation (ISIN DE000A0JQ5U3 / WKN A0JQ5U) wieder kaufenswert.

Bei dem Solarzulieferer aus dem schwäbischen Reutlingen würden die Geschäfte wieder wie am Schnürchen laufen. Diesen Eindruck vermittle den Experten Finanzvorstand Martin Hipp im Hintergrundgespräch. "Die Auftragslage ist sehr gut und wir erleben eine hohe Nachfrage. Auch mit dem Ordereingang in Q1 sind wir zufrieden", sage den Experten der CFO. Im Schlussquartal 2010 habe der Ordereingang bei rund 50 Mio. Euro gelegen. Das sei sehr stark gewesen. Q1 könne dieses Niveau nicht ganz erreichen, habe aber dennoch eine vernünftige Höhe erzielt.

Operativ brumme es wieder. Vor allem die innovativen Systeme und Anlagen für die Produktion von Flachbildschirmen und Touchpanels würden eine rege Nachfrage erleben. In diesem Geschäft habe das Unternehmen 2010 einen Umsatz von knapp 60 Mio. Euro erzielt. Treiber seien Aufträge vor allem durch den Boom von Touchpanels für mobile Endgeräte, wie zum Beispiel Mobiltelefone, Tablet PCs oder Laptops. Touchfähige-Anwendungen, wie sie zum Beispiel der US-Konzern Apple in seinen Produkten verarbeite, seien natürlich ein massiver Treiber. Manz Automation beliefere allerdings den Konzern nicht direkt, sondern die Maschinenhersteller dieser Technologie, die unter anderem ihren Sitz in Taiwan hätten.

"Wir sind sehr optimistisch für diesen Bereich und erwarten gute Wachstumsraten in den kommenden Quartalen und für das Jahr 2011 ein weiteres Rekordjahr", sage Hipp.

Auch das Solargeschäft laufe wieder erfreulich. "Wir kehren zurück zur alten Stärke und selbst die Preise stabilisieren sich inzwischen wieder". Um dieses Geschäft auch auf der Ertragsseite wieder zu früheren Niveaus zu heben, baue das Unternehmen unter anderem den Standort im chinesischen Suzhou weiter aus. Dadurch könnten die meist asiatischen Kunden vor Ort direkt bedient werden. Von 6.000 Quadratmeter Fläche wolle die Firma die Produktionskapazität auf 16.000 Quadratmeter in der ersten Stufe ausbauen. Aufwand dafür: Rund zehn Mio. Euro. Die technische Entwicklung bleibe indes in heimischen Gefilden. Die Endmontage solle in China stattfinden. Für 2011 werde sich der Ausbau noch nicht im Ergebnis niederschlagen. "Ab 2012 erwarten wir durch den Einfluss von China positive Effekte auf unsere EBIT-Marge".

Zur Margenverbesserung sollten auch interne Effizienzprogramme durchgeführt werden, die bereits ab diesem Jahr greifen und sich ab 2012 voll entfalten würden. "Wir wollen mittelfristig wieder mit zweistelligen EBIT-Margen wirtschaften. Um dies zu erreichen, setzen wir diverse Maßnahmen und Programme um", erkläre Hipp.

Für das Jahr 2011 kündige der Finanzchef einen Umsatz von 240 bis 250 Mio. Euro an. Die EBIT-Marge solle sich auf mindestens fünf Prozent belaufen. Das Startquartal untermauere diese Prognose, ergänze Hipp. Per Ende März sei das Orderbuch mit mehr als 140 Mio. Euro gut gefüllt gewesen. Gut möglich, dass Manz Automation in diesem Jahr diese Erwartungen übererfülle. Sollte sich das Geschäft wie bisher entwickeln, könnte durchaus mehr drin sein. Etwas verzögern werde sich allerdings ein erster Auftrag für eine umfangreiche Dünnschicht-Produktionslinie. Eigentlich habe Manz Automation schon gegen Ende 2010 einen ersten Kunden präsentieren wollen. "Wir haben den Zeitpunkt von einem Auftragsgespräch bis zu einer Unterschrift und der Absicherung der Finanzierung unterschätzt".

Für einen derartigen Auftrag entfalle für Manz Automation ein Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro. "Bei diesen Großprojekten dauert die Freigabe länger". Natürlich solle noch 2011 ein erster Kunde präsentiert werden. Ein Versprechen sei dies jedoch nicht. "Wir haben aus der Vergangenheit gelernt". Das Gute: In der Prognose für 2011 seien keinerlei Umsatzanteile aus diesen Linien enthalten. Daher schlage sich eine Verzögerung nicht negativ in der Umsatzplanung nieder. Komme doch ein Auftrag, müsste Manz Automation umgehend die Umsatzprognose deutlich nach oben revidieren.

Bei einem Kurs von 47 Euro werde Manz Automation mit rund 220 Mio. Euro kapitalisiert. Das sei angesichts des Comebacks im operativen Geschäft und der blühenden Aussichten nicht zu teuer. Jüngst seien sogar Spekulationen ins Kraut geschossen, Manz Automation könnte ebenfalls wie Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5) aufgekauft werden. Daran würden die Experten nicht glauben. Dieter Manz halte mit seiner Frau knapp 50 Prozent der Anteile und der Firmengründer und Großaktionär sei schwäbischer Vollblutunternehmer. Er habe sicherlich wenig Interesse seine Firma schnell zu verhökern.

Wie der CEO den Experten ausrichten lassen habe, habe Manz mit seiner Firma noch eine Menge vor. Ein Verkauf des eigenen Unternehmens sei in keinster Weise angestrebt. Auch eigene Übernahmen seien derzeit nicht geplant. Fokus habe organisches Wachstum. Natürlich mache nach eigener Auffassung der Experten ein entsprechender Preis und Geld irgendwann sinnlich, aber diesen "Preis" müsste eine Firma erst einmal auf den Tisch blättern. Von einer Übernahme von Manz Automation könne somit keine Rede sein.

Den jüngsten Auszug aus dem TecDAX sollte man nicht ernst nehmen. In Kürze dürfte das Papier wieder "reinkommen".

Die Aktie von Manz Automation ist aufgrund der guten Aussichten und des soliden Jahresauftakts wieder kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 21.04.2011) (29.04.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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