Meinl European Land "sell"
25.03.08 16:20
Minerva Investments
Wien (aktiencheck.de AG) - Die Experten von Minerva Investments stufen die Aktie von Meinl European Land von "neutral" auf "sell" zurück.
Wer angenommen habe, dass das Aktienrückkaufprogramm der Meinl European Land vom Sommer 2007, bei dem ohne Zustimmung der Aktionäre durch Rückkauf über dem NAV (Net Asset Value) dieser von 16,45 Euro je Austiran Depository Certificate (kurz ADC: Zertifikate, bei denen der Inhaber des Zertifikats als Aktionär der zugrunde liegenden, durch das Zertifikat vertretenen Aktien gelte) auf 15,15 Euro zurückgegangen sei, die Spitze der Unverschämtheit seitens des Meinl-Managements darstelle, sei am Wochenende eines besseren belehrt worden.
Die Gesellschaft habe in Grundzügen ein MEL-ADC-Inhaber Enteignungsprogramm vorgestellt, das den NAV um weitere rund 30 Prozent einbrechen lassen würde. Konkret sei bekannt gegeben worden, dass Verhandlungen mit einer Gruppe aus der Gazit-Gruppe und der Citigroup (CPI) hätten abgeschlossen werden können.
Der Deal würde den NAV je ADC von 15,15 Euro (Stand September 2007) auf neu rund 10,24 Euro einbrechen lassen. Den ADC-Inhabern sei das nicht zuzumuten. Der Hauptprofiteur des Deals sei Julius Meinl V, der für Managementverträge, die man aus wichtigem Grund wohl auch ohne Kosten per sofort auflösen könnte, 160 Mio. Euro in Cash, 40 Mio. Euro in ADCs und 80 Mio. in Wandelbonds, die einen fairen Wert von rund 120 Mio. Euro haben sollten, erhalte. Unabhängig davon, ob die Einschätzung der Experten, die Kündigung des Managementvertrages wäre aus wichtigem Grund auch ohne Kosten bzw. gegen die Zusage, keine Schadensersatzansprüche aus dem Aktienrückkauf zu prüfen, jederzeit möglich, stimme oder nicht, so erscheine es mehr als nur plausibel, dass eine Loslösung keine 280 bis 320 Mio. Euro kosten müsse.
Der zweitgrößte Profiteur seien Gazit/CPI, die 30 Mio. Optionsscheine im Wert von 84 Mio. Euro geschenkt bekommen würden und einen Wandelbond deutlich unter dem Wert kaufen dürften (rund 90 Mio. Euro unter dem Wert einer alternativen Finanzierung plus weitere Optionen im Wert von knapp 180 Mio. Euro).
Drittgrößter Profiteur dürfte das künftige interne Management sein, wenn die Experten die Aussagen nach "Incentives" richtig interpretieren würden. Die Experten möchten festhalten, dass sie nicht generell gegen Incentives für das neue Management seien - gute Arbeit solle gut entlohnt werden - und so eine Zustimmung ihrerseits zu diesem HV-Punkt zumindest denkbar sei. Festhalten müsse man aber, dass das was bisher an Details zum Deal vorliege, Zweifel offen lasse, ob die Incentives tatsächlich einen fairen Anreiz bieten würden oder eine weitere Abzocke sein sollten.
Die Experten würden den Inhabern der ADCs jedenfalls empfehlen, vom Stimmrecht auf der Hauptversammlung Gebrauch zu machen und den Deal zu Fall zu bringen. Die Vorgehensweise des MEL (Meinl European Land)-Managements mache es darüber hinaus mehr als sichtbar, dass Änderungen im Board vorzunehmen seien. Die ADC-Inhaber sollten daher die in ihren Möglichkeiten stehenden Chancen ergreifen, an einer Abberufung und Neubesetzung des Managements zu arbeiten.
Warum die Aktie in diesem Umfeld so stark sei und Intraday sogar die 8-Euro-Marke erreicht habe, erscheine nicht plausibel.
Die Experten von Minerva Investments reduzieren das Kursziel der Aktie von Meinl European Land von 8,00 Euro auf 6,50 Euro und stufen die Aktie von "neutral" auf "sell" herab. (Analyse vom 25.03.2008) (25.03.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Wer angenommen habe, dass das Aktienrückkaufprogramm der Meinl European Land vom Sommer 2007, bei dem ohne Zustimmung der Aktionäre durch Rückkauf über dem NAV (Net Asset Value) dieser von 16,45 Euro je Austiran Depository Certificate (kurz ADC: Zertifikate, bei denen der Inhaber des Zertifikats als Aktionär der zugrunde liegenden, durch das Zertifikat vertretenen Aktien gelte) auf 15,15 Euro zurückgegangen sei, die Spitze der Unverschämtheit seitens des Meinl-Managements darstelle, sei am Wochenende eines besseren belehrt worden.
Die Gesellschaft habe in Grundzügen ein MEL-ADC-Inhaber Enteignungsprogramm vorgestellt, das den NAV um weitere rund 30 Prozent einbrechen lassen würde. Konkret sei bekannt gegeben worden, dass Verhandlungen mit einer Gruppe aus der Gazit-Gruppe und der Citigroup (CPI) hätten abgeschlossen werden können.
Der Deal würde den NAV je ADC von 15,15 Euro (Stand September 2007) auf neu rund 10,24 Euro einbrechen lassen. Den ADC-Inhabern sei das nicht zuzumuten. Der Hauptprofiteur des Deals sei Julius Meinl V, der für Managementverträge, die man aus wichtigem Grund wohl auch ohne Kosten per sofort auflösen könnte, 160 Mio. Euro in Cash, 40 Mio. Euro in ADCs und 80 Mio. in Wandelbonds, die einen fairen Wert von rund 120 Mio. Euro haben sollten, erhalte. Unabhängig davon, ob die Einschätzung der Experten, die Kündigung des Managementvertrages wäre aus wichtigem Grund auch ohne Kosten bzw. gegen die Zusage, keine Schadensersatzansprüche aus dem Aktienrückkauf zu prüfen, jederzeit möglich, stimme oder nicht, so erscheine es mehr als nur plausibel, dass eine Loslösung keine 280 bis 320 Mio. Euro kosten müsse.
Drittgrößter Profiteur dürfte das künftige interne Management sein, wenn die Experten die Aussagen nach "Incentives" richtig interpretieren würden. Die Experten möchten festhalten, dass sie nicht generell gegen Incentives für das neue Management seien - gute Arbeit solle gut entlohnt werden - und so eine Zustimmung ihrerseits zu diesem HV-Punkt zumindest denkbar sei. Festhalten müsse man aber, dass das was bisher an Details zum Deal vorliege, Zweifel offen lasse, ob die Incentives tatsächlich einen fairen Anreiz bieten würden oder eine weitere Abzocke sein sollten.
Die Experten würden den Inhabern der ADCs jedenfalls empfehlen, vom Stimmrecht auf der Hauptversammlung Gebrauch zu machen und den Deal zu Fall zu bringen. Die Vorgehensweise des MEL (Meinl European Land)-Managements mache es darüber hinaus mehr als sichtbar, dass Änderungen im Board vorzunehmen seien. Die ADC-Inhaber sollten daher die in ihren Möglichkeiten stehenden Chancen ergreifen, an einer Abberufung und Neubesetzung des Managements zu arbeiten.
Warum die Aktie in diesem Umfeld so stark sei und Intraday sogar die 8-Euro-Marke erreicht habe, erscheine nicht plausibel.
Die Experten von Minerva Investments reduzieren das Kursziel der Aktie von Meinl European Land von 8,00 Euro auf 6,50 Euro und stufen die Aktie von "neutral" auf "sell" herab. (Analyse vom 25.03.2008) (25.03.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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