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Fr, 17. April 2026, 4:50 Uhr

Monster Worldwide

WKN: 484840 / ISIN: US6117421072

Monster Worldwide unter 45 USD Position eröffnen


11.06.07 09:49
Heibel-Ticker

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" raten bei der Aktie von Monster Worldwide eine erste Position unter 45 USD zu eröffnen.

Die Experten seien über eine Geschichte gestolpert, die so ganz nach ihrem Geschmack sei: Jeder Mensch habe seine Fähigkeiten. Wer entdeckt habe, worin er richtig gut sei, bringe es mit dieser Masche bis ganz nach oben. Sal Iannuzzi sei bis vor kurzem CEO von Symbol Technologies gewesen. Im März vergangenen Jahres habe er seinen alten Weggefährten Tim Yates als CFO zu Symbol geholt und nur sechs Monate später sei das Unternehmen für 4 Mrd. USD an Motorola verkauft worden. Iannuzzi und Yates würden wissen, wie man ein Unternehmen für eine Brautschau schmücke. Motorola sei dadurch hinter Nokia zum weltweit zweitgrößten Handy-Hersteller aufgerückt.

Die Experten würden einmal behaupten, dass weder Iannuzzi noch Yates wirkliches Interesse am Ausbau des Geschäftes von Symbol Technologies hätten: Das Unternehmen sei führend bei der Entwicklung von RFID-Funkchips. Aber die beiden hätten verstanden, dass dieses Geschäft gut zu Motorola passen würde.

Nun hole das Duo zum nächsten Schlag aus: Monster Worldwide, der aggressive Personalvermittler, habe im vergangenen Jahr viel Pech mit dem Management gehabt. Zunächst sei der Gründer Andrew McKelvey aufgrund der Vorwürfe über die Rückdatierung von Aktienoptionen aus dem Amt gejagt worden. Sein Ersatz, William Pastore, habe das Unternehmen nach wenigen Monaten wieder im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat verlassen. Vielleicht habe er festgestellt, dass das Unternehmen nicht auf einen Erfolgskurs zu bringen sei.

Anschließend habe man Iannuzzi zum CEO gemacht. Und dieser habe in der vergangenen Woche seinen alten Weggefährten Tim Yates zum CFO gemacht. Der aktuelle CFO sei mit nüchternen Worten nach Hause geschickt worden. Nun dürfe man raten, was die beiden tun würden: Das Unternehmen strategisch neu ausrichten? Niemals! Vom Funkchip zum Personalvermittler, da würden die Experten keine strategische Neuausrichtung erwarten. Vom Wettbewerb unter den Personalvermittlern hätten die beiden vermutlich kaum Ahnung. Aber von Bilanzen und Unternehmenskennziffern würden die beiden sehr viel verstehen. Und auch die Bilanzen der Wettbewerber würden die beiden vermutlich besser verstehen, als die feinen Unterschiede im Wettbewerb um Kunden.

Die Experten würden also davon ausgehen, dass Iannuzzi und Yates Monster Worldwide für eine Brautschau aufpeppen würden. Unter Brautschau verstehe man das Schönmachen für die Partnersuche. Dazu gehöre beispielsweise, dass man sich anschaue, wie viel Umsatz und Gewinn das Unternehmen pro Kopf erwirtschafte. Sei diese Ziffer im Vergleich zum Wettbewerb zu niedrig, so würden ein paar Leute gefeuert und ihnen anschließend die gleiche Arbeit als Free-Lancer angeboten. Dadurch bleibe der Umsatz gleich, die Kopfzahl der Angestellten sinke jedoch. Jeder Angestellte mache dann, oh Wunder, mehr Umsatz.

Natürlich könne man auch für Umsatzwachstum sorgen. Die Preise würden gesenkt, der Gewinn dadurch angeknabbert. Aber was potenzielle Käufer sehen wollten, sei Wachstum. Gewinne kämen, wenn eine gute Marktposition erreicht sei, von alleine. Natürlich könnten einige freiwillige Zusatzleistungen gestrichen, durch die Umbewertung des Immobilienbestandes das Eigenkapital erhöht und durch die Ausgliederung unproduktiver Bereiche dann sogar auch die Ertragssituation verbessert werden.

Das alles seien kurzfristige Aktionen, die eine Bilanz stark verschönern würden. Langfristig habe ein solches Vorgehen nichts mit der Sicherung des Geschäftes zu tun, geschweige denn mit der des Mitarbeiterbestandes. Aber darum gehe es hier nicht: In den nächsten Monaten werde Monster Worldwide verkauft. Aktuell sei das Unternehmen mit einem KGV von 170 bewertet. Das sei nicht gerade aussagekräftig, da durch die Auflösung eines Geschäftsbereiches Kosten entstanden seien, die den Gewinn nahezu auf Null gedrückt hätten. Schon im nächsten Jahr würden Gewinne erwartet, die zu einem KGV 08e von nur 23 führen sollten. Bei einem Umsatzwachstum von 28% p. a. sei das in den Augen der Experten recht günstig.

Zumal ein Marktführer, und Monster Worldwide sei weltweit die größte Personalvermittlung, stets einen kleinen Bewertungsaufschlag verdiene. Gerade im Zeitalter der Globalisierung, in der der Faktor Arbeit immer mobiler behandelt werde, sei Monster Worldwide gut aufgestellt, um am weltweiten Konjunkturaufschwung zu partizipieren. In den vergangenen vierzehn Tagen hätten die Experten nicht weniger als vier Stellen- oder Beteiligungsangebote erhalten. Sie würden nichts suchen, im Gegenteil: Sie seien sehr zufrieden mit ihrem "Heibel-Ticker". Aber sie würden geradezu bedrängt von Geschäftspartnern, sich irgendwo anders noch einzumischen.

Man wisse, dass die Experten für die nächsten Monate eine anhaltende Hausse erwarten würden, mal von vorübergehenden Korrekturen abgesehen. Im weiteren Verlauf der Hausse würden Arbeitskräfte immer rarer, insbesondere international ausgerichtete Führungspersonen würden schwer zu finden sein. Die Experten könnten sich gut vorstellen, dass es in ein paar Monaten ein Unternehmen gebe, das sich durch den Kauf von Monster Worldwide die Nachwuchssituation im Unternehmen sichern möchte. Für derzeit 5,8 Mrd. USD sei das Unternehmen doch noch ein Schnäppchen, wenn weltweit keine qualifizierten Arbeitskräfte mehr zu finden sein würden, oder?

Der Kurs von Monster Worldwide sei schon seit einem Jahr seitwärts gelaufen. Seit der Gründer und frühere CEO aus dem Amt gejagt worden sei, sei die Aktie von 60 auf 35 USD gefallen und pendle nun um 45 USD. Ein KGV 2008e von 23 bei einem Umsatzwachstum von 28% sei zu niedrig. Die Experten würden erwarten, dass die Bilanz soweit verschönert werde, dass das KGV in Richtung 40 steigen könne. Das entspreche einem Kurs von 78 USD. Wenn die beiden alten Weggefährten dieses Ziel erreichen würden, dann hätten sie alles rausgeholt, was zu holen gewesen sei.

In den vergangenen Tagen sei der Kurs nicht nur im Rahmen der Korrektur unter Druck geraten, sondern auch aufgrund des Managementwechsels: Wann immer ein CFO vorzeitig nach Hause geschickt werde, würden Anleger misstrauisch. Über das Erfolgsduo würden die wenigsten Bescheid wissen, denn kaum jemand merke sich Namen an der Wallstreet.

Den Experten von "Heibel-Ticker" ist das eine Spekulation wert, sie würden eine erste Position in der Monster Worldwide-Aktie unter 45 USD eröffnen und hoffen, dass der Kurs nochmals unter 41 USD rutscht. Dort würden sie nachkaufen. Das Kursziel bis Ende des Jahres sehe man bei 78 USD. In Deutschland würden die Aktien kaum gehandelt, die Experten würden nur über einen US-Broker gehen. (Ausgabe 23 vom 08.06.2007) (11.06.2007/ac/a/a)




 
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