Nokia ein Kauf
14.06.02 10:45
Investor-Village
Zurzeit notiert die Nokia-Aktie (WKN 870737) bei 13,65 Euro - für Investoren mit langem Anlagehorizont ein guter Zeitpunkt zum Einsteigen, so die Analysten von "Investor-Village".
Der weltgrößte Handy-Hersteller habe am Dienstag seine Umsatzprognose für das laufende Quartal erneut drastisch gesenkt, die Ergebniserwartungen jedoch bestätigt. Statt mit einem Umsatzwachstum von zwei bis sieben Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres rechne Nokia nun mit einem Rückgang von zwei bis sechs Prozent. Das finnische Unternehmen habe das mit einer schwachen Nachfrage nach Handys und Mobilfunk-Netzwerken begründet.
Anstelle von bis zu 10 Prozent rechne Nokia im zweiten Quartal nun nur noch mit einem Absatzplus von maximal 4 Prozent bei Mobil-Telefonen. Im schlimmsten Fall bleibe der Verkauf auf Vorjahresniveau. Noch stärker erwische es die Netzwerksparte. Dort werde der Umsatz bis zu 25 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen. Ein Lichtblick: der erwartete Pro-Forma-Quartalsgewinn liege weiterhin bei 18 bis 20 Cent je Aktie, nach 17 Cent im Vorjahr.
Die kalte Dusche hätten die Anleger allerdings schon letzten Freitag bekommen. Einer der größten Zulieferer Nokias, RF Micro Devices habe eine Gewinnwarnung herausgegeben und diese mit Stornierungen von Aufträgen durch Kunden begründet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nokia ebenfalls warnen würde, sei groß gewesen. Daraufhin sei der Kurs von Nokia auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Es sei schon die zweite Umsatzwarnung in relativ kurzer Zeit gewesen.
Bereits im April habe Nokia seine Prognose nach unten korrigiert. Das Unternehmen teile den Investoren seinen Pessimismus in scheinbar verdaulichen Häppchen mit. Unterm Strich lasse sich jedoch nicht leugnen, dass aus einem erwarteten ansehnlichen Umsatzplus in Höhe von zehn Prozent im Frühjahr nun bis zu sechs Prozent Minus geworden seien.
Dennoch wolle Nokia im zweiten Quartal seinen Marktanteil auf 38% steigern. Der Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie Siemens oder Samsung nehme jedoch zu. Der Gesamtmarkt für Mobil-Telefone werde laut Nokia im aktuellen Vierteljahr voraussichtlich um fünf Prozent steigen. Im vergangenen Jahr sei der Absatz von Mobiltelefonen weltweit erstmals gesunken. Aber: Hier hinke die Rechnung des finnischen Unternehmens etwas. Im schlimmsten Fall erwarte das Unternehmen ja eine Stagnation des Handy-Verkaufs. Es stelle sich die Frage, wie so der Marktanteil ausgebaut werden solle. Das eigentlich für 2001 gesteckte Ziel, 40 Prozent des Weltmarktanteils von Handys zu halten, sei zur Jahreshälfte 2002 auch noch nicht in Sicht.
Sorgenkind ist und bleibt nach Meinung der Experten von "Investor-Village" die Netzwerksparte. Die Telekom-Betreiber hielten sich immer noch stark mit Investitionen zurück. Das sei angesichts horrender Schulden (UMTS-Lizenzen) nicht verwunderlich. Glück im Unglück - die Entwicklung sei schlimm für Nokia, für den Konkurrenten Ericsson jedoch katastrophal. Das schwedische Unternehmen sei Weltmarktführer bei Mobilfunk-Netzwerken.
Nokias Prognosen würden sich auch im Bewertungsmodell der Analysten niederschlagen. Im April habe man einen Inneren Wert von 35, 30 Euro ermittelt. Nun gehe man von einem Inneren Wert von 33,17 Euro aus.
Nokia-Investoren sollten allerdings einen langen Atem haben. Die Lage im Telekommunikationssektor werde sich nur langsam bessern. Es werde noch einige Zeit dauern, bis sich neue Technologien wie GPRS oder UMTS durchsetzen würden. Nokia selbst schätze, dass Datendienste wie SMS oder die Weiterentwicklung MMS (Multimedia Messaging) bis 2006 weltweit nur 35 Prozent des Gesamtumsatzes von Telekommunikationsanbietern ausmachen würden. Momentan seien es lediglich 7 Prozent. Auch der Verkauf des bisher einzigen in Deutschland erhältlichen GPRS-Handys von Sony laufe bislang schleppend. Demnächst werde Nokia mit dem eigenen Modell 7650 folgen.
Beim aktuellen Kurs von 13,20 Euro empfehlen die Analysten von "Investor-Village" die Nokia-Aktie zum Kauf. Als Marktführer sei das Unternehmen sehr gut positioniert, um bei einer Markterholung überdurchschnittlich zu profitieren.
Der weltgrößte Handy-Hersteller habe am Dienstag seine Umsatzprognose für das laufende Quartal erneut drastisch gesenkt, die Ergebniserwartungen jedoch bestätigt. Statt mit einem Umsatzwachstum von zwei bis sieben Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres rechne Nokia nun mit einem Rückgang von zwei bis sechs Prozent. Das finnische Unternehmen habe das mit einer schwachen Nachfrage nach Handys und Mobilfunk-Netzwerken begründet.
Anstelle von bis zu 10 Prozent rechne Nokia im zweiten Quartal nun nur noch mit einem Absatzplus von maximal 4 Prozent bei Mobil-Telefonen. Im schlimmsten Fall bleibe der Verkauf auf Vorjahresniveau. Noch stärker erwische es die Netzwerksparte. Dort werde der Umsatz bis zu 25 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen. Ein Lichtblick: der erwartete Pro-Forma-Quartalsgewinn liege weiterhin bei 18 bis 20 Cent je Aktie, nach 17 Cent im Vorjahr.
Die kalte Dusche hätten die Anleger allerdings schon letzten Freitag bekommen. Einer der größten Zulieferer Nokias, RF Micro Devices habe eine Gewinnwarnung herausgegeben und diese mit Stornierungen von Aufträgen durch Kunden begründet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nokia ebenfalls warnen würde, sei groß gewesen. Daraufhin sei der Kurs von Nokia auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Es sei schon die zweite Umsatzwarnung in relativ kurzer Zeit gewesen.
Dennoch wolle Nokia im zweiten Quartal seinen Marktanteil auf 38% steigern. Der Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie Siemens oder Samsung nehme jedoch zu. Der Gesamtmarkt für Mobil-Telefone werde laut Nokia im aktuellen Vierteljahr voraussichtlich um fünf Prozent steigen. Im vergangenen Jahr sei der Absatz von Mobiltelefonen weltweit erstmals gesunken. Aber: Hier hinke die Rechnung des finnischen Unternehmens etwas. Im schlimmsten Fall erwarte das Unternehmen ja eine Stagnation des Handy-Verkaufs. Es stelle sich die Frage, wie so der Marktanteil ausgebaut werden solle. Das eigentlich für 2001 gesteckte Ziel, 40 Prozent des Weltmarktanteils von Handys zu halten, sei zur Jahreshälfte 2002 auch noch nicht in Sicht.
Sorgenkind ist und bleibt nach Meinung der Experten von "Investor-Village" die Netzwerksparte. Die Telekom-Betreiber hielten sich immer noch stark mit Investitionen zurück. Das sei angesichts horrender Schulden (UMTS-Lizenzen) nicht verwunderlich. Glück im Unglück - die Entwicklung sei schlimm für Nokia, für den Konkurrenten Ericsson jedoch katastrophal. Das schwedische Unternehmen sei Weltmarktführer bei Mobilfunk-Netzwerken.
Nokias Prognosen würden sich auch im Bewertungsmodell der Analysten niederschlagen. Im April habe man einen Inneren Wert von 35, 30 Euro ermittelt. Nun gehe man von einem Inneren Wert von 33,17 Euro aus.
Nokia-Investoren sollten allerdings einen langen Atem haben. Die Lage im Telekommunikationssektor werde sich nur langsam bessern. Es werde noch einige Zeit dauern, bis sich neue Technologien wie GPRS oder UMTS durchsetzen würden. Nokia selbst schätze, dass Datendienste wie SMS oder die Weiterentwicklung MMS (Multimedia Messaging) bis 2006 weltweit nur 35 Prozent des Gesamtumsatzes von Telekommunikationsanbietern ausmachen würden. Momentan seien es lediglich 7 Prozent. Auch der Verkauf des bisher einzigen in Deutschland erhältlichen GPRS-Handys von Sony laufe bislang schleppend. Demnächst werde Nokia mit dem eigenen Modell 7650 folgen.
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