Oracle viel zu teuer
18.03.02 15:49
Investor-Village
Nach Ansicht der Analysten von "Investor-Village" ist die Oracle-Aktie (WKN 871460) viel zu teuer.
Es habe Zeiten gegeben, da habe der Kursaufschwung der Oracle-Aktie schier kein Ende gekannt. Allein zwischen April 1999 und September 2000 habe sich der Kurs der Aktie verachtfacht. Dies habe zu einer völlig übertriebenen Bewertung der Aktie geführt. Selbst wenn das Unternehmen die seinerzeit unterstellten hohen Wachstumsraten durchgehalten hätte, hätte es Jahre benötigt, um das seinerzeitige KGV zu rechtfertigen. Seither sei der Aktienkurs um 69% zurückgefallen, in der Spitze seien es sogar bis zu 78% gewesen. Dennoch sei die Aktie auch heute noch viel zu teuer.
Oracles sei nach Microsoft der zweitgrößte Softwareproduzent der Welt. Am vergangenen Donnerstag habe das Unternehmen die Geschäftszahlen zum 3. Quartal veröffentlicht. Gleichzeitig habe Oracle seine Gewinnprognosen für das laufende Quartal reduziert.
Seit einem guten Jahr würden Umsätze und Gewinne kontinuierlich sinken. Im 3. Quartal habe der Nettogewinn erneut nachgegeben auf nur noch 508 Millionen US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum seien es noch 583 Millionen US-Dollar gewesen.
Bei den Umsätzen gehe es ebenfalls weiter bergab. Nach 2,7 Milliarden US-Dollar im 3. Quartal 2000 habe Oracle nun nur noch Datenbank- und Business-Management-Software im Volumen von 2,2 Milliarden US-Dollar absetzen können. Besonders hart habe es den Softwaregiganten im Asien-Pazifikgeschäft erwischt. Hier habe der Konzern Umsatzeinbußen von 34% hinnehmen müssen.
Weitaus schlimmer sei jedoch, dass Oracle selbst derzeit keinerlei Zeichen für eine Verbesserung seiner Geschäftslage ausmachen könne. Die wichtigen Großkunden hielten sich weiter mit Aufträgen zurück. Die Investitionsbudgets innerhalb der IT-Branche würden nach wie vor kurz gehalten. Dies gelte vor allem für Segmente wie Telekommunikation, Hochtechnologie und Finanzsektor, in denen Oracle besonders stark engagiert sei.
Der Versuch Oracles’, über den Einstieg in den Preiskampf mit seinen Konkurrenten wieder Fuß zu fassen, müsse bislang als gescheitert angesehen werden. Im letzten Sommer sei der Konzern mit einer abgespeckten Billigversion seiner Datenbank-Software an den Markt gegangen. Der Erfolg: Die Niedrigpreisvariante habe im 3. Quartal ein Absatzplus von 14% erzielt. Dafür sei der Umsatz im gesamten Datenbankgeschäft um 26% zurückgegangen – also mit der teuren und hochmargigen Lizenzsoftware. Dies sei für Oracle wiederum deshalb tragisch, weil rund 75% der gesamten Umsätze mit Datenbanksoftware erzielt würden.
Auch bei den Lizenzverkäufen von betriebswirtschaftlichen Anwendungen habe Oracle Umsatzeinbußen um 41% verkraften müssen. All dies habe jedoch noch andere Konsequenzen: Weniger Lizenzen würden in der Zukunft geringere Einnahmen aus Beratung, Wartung und Schulung bedeuten.
Tatsächlich scheinen jedoch diese dramatischen Absatzeinbußen hausgemacht zu sein. Die Konkurrenten IBM, SAP und Siebel Systems würden nicht über derart hohe Minusraten klagen. Experten sprächen offen von zu hohen Preisen und würden an der Qualität der Oracle-Produkte zweifeln.
Dies alles spreche nicht für eine baldige Erholung der Oracle-Aktie. Vielmehr bestehe ein nicht unerhebliches Risiko, dass der Aktienkurs noch weiter absinke. Denn trotz des bisherigen Kursverlustes von über zwei Drittel vom Hoch in 2000 sei die Aktie hoch bewertet.
Für 2001, 2002 und 2003 würden Analysten den Gewinn auf 0,44/0,51 bzw. 0,58 US-Dollar je Aktie schätzen. Dies entspreche KGVs von 33/28,4 und 25. Die Wachstumsraten für 2002 und 2003 würden dabei gerade einmal 16% bzw. 13,7% erreichen.
Den Analysten von "Investor-Village" zufolge ist die Oracle-Aktie noch immer viel zu teuer!
Es habe Zeiten gegeben, da habe der Kursaufschwung der Oracle-Aktie schier kein Ende gekannt. Allein zwischen April 1999 und September 2000 habe sich der Kurs der Aktie verachtfacht. Dies habe zu einer völlig übertriebenen Bewertung der Aktie geführt. Selbst wenn das Unternehmen die seinerzeit unterstellten hohen Wachstumsraten durchgehalten hätte, hätte es Jahre benötigt, um das seinerzeitige KGV zu rechtfertigen. Seither sei der Aktienkurs um 69% zurückgefallen, in der Spitze seien es sogar bis zu 78% gewesen. Dennoch sei die Aktie auch heute noch viel zu teuer.
Oracles sei nach Microsoft der zweitgrößte Softwareproduzent der Welt. Am vergangenen Donnerstag habe das Unternehmen die Geschäftszahlen zum 3. Quartal veröffentlicht. Gleichzeitig habe Oracle seine Gewinnprognosen für das laufende Quartal reduziert.
Seit einem guten Jahr würden Umsätze und Gewinne kontinuierlich sinken. Im 3. Quartal habe der Nettogewinn erneut nachgegeben auf nur noch 508 Millionen US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum seien es noch 583 Millionen US-Dollar gewesen.
Bei den Umsätzen gehe es ebenfalls weiter bergab. Nach 2,7 Milliarden US-Dollar im 3. Quartal 2000 habe Oracle nun nur noch Datenbank- und Business-Management-Software im Volumen von 2,2 Milliarden US-Dollar absetzen können. Besonders hart habe es den Softwaregiganten im Asien-Pazifikgeschäft erwischt. Hier habe der Konzern Umsatzeinbußen von 34% hinnehmen müssen.
Der Versuch Oracles’, über den Einstieg in den Preiskampf mit seinen Konkurrenten wieder Fuß zu fassen, müsse bislang als gescheitert angesehen werden. Im letzten Sommer sei der Konzern mit einer abgespeckten Billigversion seiner Datenbank-Software an den Markt gegangen. Der Erfolg: Die Niedrigpreisvariante habe im 3. Quartal ein Absatzplus von 14% erzielt. Dafür sei der Umsatz im gesamten Datenbankgeschäft um 26% zurückgegangen – also mit der teuren und hochmargigen Lizenzsoftware. Dies sei für Oracle wiederum deshalb tragisch, weil rund 75% der gesamten Umsätze mit Datenbanksoftware erzielt würden.
Auch bei den Lizenzverkäufen von betriebswirtschaftlichen Anwendungen habe Oracle Umsatzeinbußen um 41% verkraften müssen. All dies habe jedoch noch andere Konsequenzen: Weniger Lizenzen würden in der Zukunft geringere Einnahmen aus Beratung, Wartung und Schulung bedeuten.
Tatsächlich scheinen jedoch diese dramatischen Absatzeinbußen hausgemacht zu sein. Die Konkurrenten IBM, SAP und Siebel Systems würden nicht über derart hohe Minusraten klagen. Experten sprächen offen von zu hohen Preisen und würden an der Qualität der Oracle-Produkte zweifeln.
Dies alles spreche nicht für eine baldige Erholung der Oracle-Aktie. Vielmehr bestehe ein nicht unerhebliches Risiko, dass der Aktienkurs noch weiter absinke. Denn trotz des bisherigen Kursverlustes von über zwei Drittel vom Hoch in 2000 sei die Aktie hoch bewertet.
Für 2001, 2002 und 2003 würden Analysten den Gewinn auf 0,44/0,51 bzw. 0,58 US-Dollar je Aktie schätzen. Dies entspreche KGVs von 33/28,4 und 25. Die Wachstumsraten für 2002 und 2003 würden dabei gerade einmal 16% bzw. 13,7% erreichen.
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