Orgachim ein spekulativer Kauf
19.02.03 11:42
Der Ostinvestor
Die Experten von "Der Ostinvestor" stufen die Aktie von Orgachim (Kürzel ORGH) als einen spekulativen Kauf ein.
Orgachim sei der größte bulgarische Produzent von Farben, Lacken und Harzen. ORGH habe vor allem in den 90-er Jahren eine schwere Zeit gehabt und sowohl im Inland als auch im Export massiv Marktanteile verloren. 1998 sei ein Investor (es sei eine Gruppe von drei Investoren aus USA und Österreich) bei Orgachim eingestiegen und habe die Aktienmehrheit übernommen. Der neue Eigentümer habe das Unternehmen tüchtig umgekrempelt, neue Produkte entwickelt und die Qualität erheblich gesteigert. Die bulgarische Orgachim und rumänische Policolor zusammen hätten inzwischen wieder eine führende Position auf dem Lacke- und Farbenmarkt im Balkan.
Nach Jahren massiver Verluste deute alles darauf hin, dass 2002 die Wende geschafft worden sei, jedoch mit einem gehörigen Paukenschlag. Der Umsatz liege allein in den ersten 9 Monaten des Jahres 2002 (die Zahlen fürs Gesamtjahr liegen den Analysten von " Der Ostinvestor" - offiziell jedenfalls - noch nicht vor) deutlich höher als im Gesamtjahr 2001. Das EBITDA sei von umgerechnet 479.000 EUR (2001) auf 3,6 Mio. EUR (nur in den ersten 9 Monaten 2002) gestiegen. Hochgerechnet aufs Gesamtjahr liege das EBITDA in der Größenordnung von 4,8 Mio. EUR - eine Steigerung von satten 1.000 % im Vergleich zum Vorjahr!
Noch schöner sehe es beim Nettogewinn aus. Der betrage fürs Gesamtjahr hochgerechnet 3,5 Mio. EUR. Im Vorjahr (2001) hätten hier noch 1,5 Mio. EUR Verlust zu Buche gestanden, im Jahr 2000 wären es gar 4,8 Mio. EUR Verlust und im Jahr 1999 3,3 Mio. EUR gewesen. Umso beeindruckender also nun der Turn Around, wie Phönix aus der Asche steige das Unternehmen aus dem Sumpf hervor. Es sehe nicht danach aus, als seien die neuen Zahlen nur eine Eintagsfliege.
Die enormen Verluste der Jahre 1999 - 2001 hätten das Eigenkapital nicht nur völlig aufgezehrt, sondern ins Negative gebracht: Das Eigenkapital habe 2001 - 5,02 Mio. EUR (minus 5 Mio. EUR) betragen, bei einem nicht gedeckten Verlust von 9,4 Mio. EUR. Das seien Zahlen, die einem Value-Investor an sich das nackte Grausen ins Gesicht treiben. Wenn, ja wenn da nicht der eindrucksvolle Turn Around und der extrem niedrige Börsenwert gewesen wäre. Von den 18 Mio. EUR Schulden, die 2001 in der Bilanz gestanden hätten, notiere ein Großteil, nämlich 15 Mio., in USD. Der starke Anstieg des USD gegenüber dem Euro habe in den Jahren bis inkl. 2001 die Schuldenlast weiter erhöht, während sich der Rückgang des USD vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2002 entsprechend positiver ausgewirkt habe. Zusammen mit dem negativen (!) Eigenkapital sei das ein weiterer Punkt, der für massive Sorgenfalten sorgen könne.
Die Bilanz sehe grauenhaft, die Zukunft dagegen rosig aus. Die neuesten Zahlen hätten die Analysten von "Der Ostinvestor" tief beeindruckt. Der Cash Flow ziehe wieder ordentlich an und solle eine zügige Rückführung der enormen Verbindlichkeiten ermöglichen. An sich sei ORGH 2002 ein Konkurskandidat gewesen, doch dazu sei es nicht gekommen. Und da die aktuellen Quartalszahlen phantastisch aussähen, sei diese Gefahr nahezu gebannt. Die Qualität der nun produzierten Produkte halte internationalen Vergleichsmaßstäben stand.
Die Mehrheitsaktionäre hätten sich 1998/1999 nicht blindlings in ein Abenteuer gestürzt, sondern bei den Verbindlichkeiten darauf geachtet, dass diese langfristig angelegt wären, und zwar größtenteils bulgarische ZUNK, die erst 2018 fällig werden würden. In Anbetracht der aktuellen Zahlen mehr als genug Zeit. Nachteilig wirke die Valutierung der Verbindlichkeiten in USD, denn ein wieder erstarkender USD würde verheerenden Einfluss auf die Bilanz haben - wohingegen ein schwacher USD positiv wirke. Die Kapazitätsauslastung sei sehr niedrig, d.h. ein Anstieg der Produktion erfordere keine Neuinvestitionen. Alle Anlagen wären inzwischen auf modernem Stand.
Die Analysten von "Der Ostinvestor" sind der Meinung, Orachim ist ein interessantes Unternehmen und daher ein spekulativer Kauf.
Orgachim sei der größte bulgarische Produzent von Farben, Lacken und Harzen. ORGH habe vor allem in den 90-er Jahren eine schwere Zeit gehabt und sowohl im Inland als auch im Export massiv Marktanteile verloren. 1998 sei ein Investor (es sei eine Gruppe von drei Investoren aus USA und Österreich) bei Orgachim eingestiegen und habe die Aktienmehrheit übernommen. Der neue Eigentümer habe das Unternehmen tüchtig umgekrempelt, neue Produkte entwickelt und die Qualität erheblich gesteigert. Die bulgarische Orgachim und rumänische Policolor zusammen hätten inzwischen wieder eine führende Position auf dem Lacke- und Farbenmarkt im Balkan.
Nach Jahren massiver Verluste deute alles darauf hin, dass 2002 die Wende geschafft worden sei, jedoch mit einem gehörigen Paukenschlag. Der Umsatz liege allein in den ersten 9 Monaten des Jahres 2002 (die Zahlen fürs Gesamtjahr liegen den Analysten von " Der Ostinvestor" - offiziell jedenfalls - noch nicht vor) deutlich höher als im Gesamtjahr 2001. Das EBITDA sei von umgerechnet 479.000 EUR (2001) auf 3,6 Mio. EUR (nur in den ersten 9 Monaten 2002) gestiegen. Hochgerechnet aufs Gesamtjahr liege das EBITDA in der Größenordnung von 4,8 Mio. EUR - eine Steigerung von satten 1.000 % im Vergleich zum Vorjahr!
Die enormen Verluste der Jahre 1999 - 2001 hätten das Eigenkapital nicht nur völlig aufgezehrt, sondern ins Negative gebracht: Das Eigenkapital habe 2001 - 5,02 Mio. EUR (minus 5 Mio. EUR) betragen, bei einem nicht gedeckten Verlust von 9,4 Mio. EUR. Das seien Zahlen, die einem Value-Investor an sich das nackte Grausen ins Gesicht treiben. Wenn, ja wenn da nicht der eindrucksvolle Turn Around und der extrem niedrige Börsenwert gewesen wäre. Von den 18 Mio. EUR Schulden, die 2001 in der Bilanz gestanden hätten, notiere ein Großteil, nämlich 15 Mio., in USD. Der starke Anstieg des USD gegenüber dem Euro habe in den Jahren bis inkl. 2001 die Schuldenlast weiter erhöht, während sich der Rückgang des USD vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2002 entsprechend positiver ausgewirkt habe. Zusammen mit dem negativen (!) Eigenkapital sei das ein weiterer Punkt, der für massive Sorgenfalten sorgen könne.
Die Bilanz sehe grauenhaft, die Zukunft dagegen rosig aus. Die neuesten Zahlen hätten die Analysten von "Der Ostinvestor" tief beeindruckt. Der Cash Flow ziehe wieder ordentlich an und solle eine zügige Rückführung der enormen Verbindlichkeiten ermöglichen. An sich sei ORGH 2002 ein Konkurskandidat gewesen, doch dazu sei es nicht gekommen. Und da die aktuellen Quartalszahlen phantastisch aussähen, sei diese Gefahr nahezu gebannt. Die Qualität der nun produzierten Produkte halte internationalen Vergleichsmaßstäben stand.
Die Mehrheitsaktionäre hätten sich 1998/1999 nicht blindlings in ein Abenteuer gestürzt, sondern bei den Verbindlichkeiten darauf geachtet, dass diese langfristig angelegt wären, und zwar größtenteils bulgarische ZUNK, die erst 2018 fällig werden würden. In Anbetracht der aktuellen Zahlen mehr als genug Zeit. Nachteilig wirke die Valutierung der Verbindlichkeiten in USD, denn ein wieder erstarkender USD würde verheerenden Einfluss auf die Bilanz haben - wohingegen ein schwacher USD positiv wirke. Die Kapazitätsauslastung sei sehr niedrig, d.h. ein Anstieg der Produktion erfordere keine Neuinvestitionen. Alle Anlagen wären inzwischen auf modernem Stand.
Die Analysten von "Der Ostinvestor" sind der Meinung, Orachim ist ein interessantes Unternehmen und daher ein spekulativer Kauf.
