PAYOM SOLAR Neuausrichtung sollte sich auszahlen
01.07.11 09:44
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Stephan Wulf, rät weiterhin zum Kauf der PAYOM SOLAR-Aktie (ISIN DE000A0B9AH9 / WKN A0B9AH).
Nach der Übernahme von AMSOLAR habe PAYOM innerhalb von nur sechs Monaten mit Solen eine zweite große Akquisition durchgeführt. Solen sei ein deutscher Entwickler von Photovoltaikprojekten mit weiteren Niederlassungen in Großbritannien und den Niederlanden. Neben der Entwicklung von PV-Projekten für einen breiten Kundenkreis sei Solen ebenfalls im Bereich Dienstleistungen und Großhandel tätig.
Mit dieser Akquisition habe PAYOM die eigene Entwicklung von einem Unternehmen mit einem starken Fokus auf Handelsaktivitäten zu einem Entwickler von PV-Projekten beschleunigt. Mit der Ausgabe von 4,375 Mio. neuen Aktien sei Solen von PAYOM vollständig übernommen worden. Basierend auf dem Xetra-Schlusskurs am 3. Juni (4,72 Euro), als die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen in das Handelsregister eingetragen worden sei, belaufe sich der Übernahmewert auf ca. 20,6 Mio. Euro (KGV 2010 von 5,7).
2010 habe Solen einen Umsatz von 83 Mio. Euro, ein EBIT von 5 Mio. Euro und ein Nettoergebnis von 3,6 Mio. Euro gemeldet. Aufgrund der bereits realisierten Projekte und der Pipeline würden die Analysten einen Umsatz von 154 Mio. Euro und ein EBIT von 5,3 Mio. Euro für 2011 antizipieren. Da Solen seit Juni konsolidiert werde und sie ein extrem starkes H2 erwarten würden, würden sie den 2011er Abschluss von PAYOM um einen Umsatz von 103 Mio. Euro und ein EBIT von 9,9 Mio. Euro ergänzen. Für 2012 würden sie für Solen einen Umsatz von 186 Mio. Euro und ein EBIT von 11,4 Mio. Euro erwarten. Dieser positive Effekt werde durch die erhöhte Anzahl der Aktien verwässert.
Des Weiteren würden die Analysten ihre Prognosen für PAYOMs Kerngeschäft aufgrund des sehr schlechten H1 anpassen. Ihre EBIT-Prognose 2011 für die PAYOM-Gruppe sinke folglich um 56% auf 7,9 Mio. Euro. Durch Verwässerungseffekte und steigende Zinsaufwendungen nach der Anleihenausgabe über 27 Mio. Euro würden ihre EPS-Schätzungen sogar um 79% sinken. Das 2012e EBIT erhöhe sich um 2%, da die gesamten Auswirkungen der Akquisition von Solen sichtbar würden. Das EPS 2012e sinke aufgrund des dominierenden Verwässerungseffektes um ca. 42%. Diese Anpassungen und die Schwäche in PAYOMs ehemaligem Kerngeschäft zeige die Notwendigkeit des erfolgten Konzernumbaus.
Innerhalb ihrer DCF-Bewertung würden die Analysten ihren Beta aufgrund der sinkenden Visibilität des PAYOM-Geschäfts nach der umfangreichen Neuausrichtung der Konzernstruktur des Unternehmens und dem geringen Track Record der neuen Aktivitäten erhöhen. Gleichzeitig sinke der WACC aufgrund des deutlich erhöhten Leverage nach der Anleihenausgabe von 12,1% auf 11,8%. Insgesamt ergebe sich somit ein neues Kursziel von 7,60 Euro mit einem aktuellen Kurspotenzial von 97%.
PAYOMs schwache Q1-Zahlen hätten den extrem schwachen Solarmarkt Anfang 2011 in Deutschland reflektiert. Zwischen März und Mai seien lediglich 700 MWp in Deutschland installiert worden (2010, 1.360 MWp), wodurch die aktuelle Einspeisevergütung in H2 unverändert bleibe. Die annualisierten Installationen von 2,8 GWp lägen deutlich unter dem Limit von 3,5 GWp, dessen Erreichen zu einem weiteren Rückgang der deutschen Einspeisevergütung geführt hätte. Die unveränderte Vergütung und eine weitere Senkung der Modulpreise (derzeit 1,05 bis 1,10 Euro pro Wp vs. 1,40 Euro im Vorjahr) hätten zu einem attraktiven Umfeld für PV-Installationen in H2 geführt. Damit sei eine Belebung des Marktes innerhalb der kommenden Wochen sehr wahrscheinlich.
Die wesentliche Neuausrichtung der Konzernstruktur von PAYOM habe die Visibilität für die kommenden Monate verringert. Jedoch seien der Eintritt in den viel versprechenden US-Markt und eine Ausweitung der Basis in Europa sinnvolle strategische Maßnahmen, die sich in den kommenden Jahren auszahlen sollten. Das neue von 15,00 auf 7,60 Euro gesenkte Kursziel biete weiterhin ein attraktives Kurspotenzial, selbst bei konservativeren Annahmen.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die PAYOM SOLAR-Aktie. (Analyse vom 01.07.2011) (01.07.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nach der Übernahme von AMSOLAR habe PAYOM innerhalb von nur sechs Monaten mit Solen eine zweite große Akquisition durchgeführt. Solen sei ein deutscher Entwickler von Photovoltaikprojekten mit weiteren Niederlassungen in Großbritannien und den Niederlanden. Neben der Entwicklung von PV-Projekten für einen breiten Kundenkreis sei Solen ebenfalls im Bereich Dienstleistungen und Großhandel tätig.
Mit dieser Akquisition habe PAYOM die eigene Entwicklung von einem Unternehmen mit einem starken Fokus auf Handelsaktivitäten zu einem Entwickler von PV-Projekten beschleunigt. Mit der Ausgabe von 4,375 Mio. neuen Aktien sei Solen von PAYOM vollständig übernommen worden. Basierend auf dem Xetra-Schlusskurs am 3. Juni (4,72 Euro), als die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen in das Handelsregister eingetragen worden sei, belaufe sich der Übernahmewert auf ca. 20,6 Mio. Euro (KGV 2010 von 5,7).
2010 habe Solen einen Umsatz von 83 Mio. Euro, ein EBIT von 5 Mio. Euro und ein Nettoergebnis von 3,6 Mio. Euro gemeldet. Aufgrund der bereits realisierten Projekte und der Pipeline würden die Analysten einen Umsatz von 154 Mio. Euro und ein EBIT von 5,3 Mio. Euro für 2011 antizipieren. Da Solen seit Juni konsolidiert werde und sie ein extrem starkes H2 erwarten würden, würden sie den 2011er Abschluss von PAYOM um einen Umsatz von 103 Mio. Euro und ein EBIT von 9,9 Mio. Euro ergänzen. Für 2012 würden sie für Solen einen Umsatz von 186 Mio. Euro und ein EBIT von 11,4 Mio. Euro erwarten. Dieser positive Effekt werde durch die erhöhte Anzahl der Aktien verwässert.
Innerhalb ihrer DCF-Bewertung würden die Analysten ihren Beta aufgrund der sinkenden Visibilität des PAYOM-Geschäfts nach der umfangreichen Neuausrichtung der Konzernstruktur des Unternehmens und dem geringen Track Record der neuen Aktivitäten erhöhen. Gleichzeitig sinke der WACC aufgrund des deutlich erhöhten Leverage nach der Anleihenausgabe von 12,1% auf 11,8%. Insgesamt ergebe sich somit ein neues Kursziel von 7,60 Euro mit einem aktuellen Kurspotenzial von 97%.
PAYOMs schwache Q1-Zahlen hätten den extrem schwachen Solarmarkt Anfang 2011 in Deutschland reflektiert. Zwischen März und Mai seien lediglich 700 MWp in Deutschland installiert worden (2010, 1.360 MWp), wodurch die aktuelle Einspeisevergütung in H2 unverändert bleibe. Die annualisierten Installationen von 2,8 GWp lägen deutlich unter dem Limit von 3,5 GWp, dessen Erreichen zu einem weiteren Rückgang der deutschen Einspeisevergütung geführt hätte. Die unveränderte Vergütung und eine weitere Senkung der Modulpreise (derzeit 1,05 bis 1,10 Euro pro Wp vs. 1,40 Euro im Vorjahr) hätten zu einem attraktiven Umfeld für PV-Installationen in H2 geführt. Damit sei eine Belebung des Marktes innerhalb der kommenden Wochen sehr wahrscheinlich.
Die wesentliche Neuausrichtung der Konzernstruktur von PAYOM habe die Visibilität für die kommenden Monate verringert. Jedoch seien der Eintritt in den viel versprechenden US-Markt und eine Ausweitung der Basis in Europa sinnvolle strategische Maßnahmen, die sich in den kommenden Jahren auszahlen sollten. Das neue von 15,00 auf 7,60 Euro gesenkte Kursziel biete weiterhin ein attraktives Kurspotenzial, selbst bei konservativeren Annahmen.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die PAYOM SOLAR-Aktie. (Analyse vom 01.07.2011) (01.07.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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